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Windenergie Investoren sind in Torschlusspanik

Wer jemals in seinem Leben ein langfristiges Projekt angegangen ist weiß, es gibt viele Möglichkeiten dass der Terminplan aus den Fugen gerät. Windkraftplaner können davon ein Lied singen. Die längsten Planungszeiten können schon mal im Extrem 10 Jährchen betragen. Da die CDU im Jahrestakt versucht den Ausbau Erneuerbaren Energien zu bremsen und auf den St. Nimmerleins Tag zu verschieben entstehen die merkwürdigsten Situationen.

Mit dem EEG 2014 wurden für die Windenergie, Ausschreibungen angekündigt. Bis zum 31.1.2017 konnten noch Bauanträge für Projekte gestellt werden mit der Option Einspeisevergütung nach dem EEG zu bekommen. Danach gibt es nur noch bundesweite Ausschreibungen. Es müsste eigentlich jedem klar gewesen sein, dass jeder Windkraftplaner der ein Projekt begonnen hat, für dieses Projekt bis zum 31.1.2017 eine Genehmigung anstrebt. Mit allen Mitteln. Was heißen will, er hat seit 2014 bis heute Mitarbeiter auf seine laufenden Projekte angesetzt um unbedingt diesen Termin zu halten. Wenn die Baugenehmigung nicht vorliegt kann hier im Süden Deutschlands derzeit keiner sagen ob wir noch einen Zuschlag für Windprojekte erhalten…

Jetzt liegen die Ergebnisse vor was die Welt mal wieder zu einer völlig daneben liegenden Analyse veranlasst.

Investoren sind in Torschlusspanik

Anscheinend weiß die Welt nicht was ein Investor ist.

Bis zur Baugenehmigung haben Windpark Projektierer ihre Arbeit getan, die Investoren sind noch lange nicht zu sehen. Die Windparkprojektierer müssen jetzt schauen ob die Lieferanten der Windmühlen in der Lage sind rechtzeitig Maschinen zu liefern und aufzubauen. Die Finanzierung läuft dann natürlich parallel zum Projekt.

Wie lange es dauert bis aus Verträgen reales handeln entsteht, kann derzeit bei der Windenergie in Hessen abgelesen werden. Am 23.12.2013 wurde der Koalitionsvertrag zwischen CDU und Grünen in Hessen unterschrieben. Jetzt kann Tarek al Wazir verkünden, dass auch Hessen Energiewende kann! Diese Entwicklung habe ich bereits Anfang 2015 vorhergesagt. Was ich nicht gesehen habe war, dass Demonstranten (zwanzig!) sich an einem Windrad wegtragen lassen… Auch diese Damen und Herren sind in Torschlusspanik.

Keine Panik braucht ihr zu haben wenn ihr euch wie ich auch, am Solarprojekt von Rolando in Nicaragua (KIVA) beteiligen wollt. Da gibt es noch Anteile.

Sollten sich tatsächlich lebendige Investoren zu mir verirrt haben, gebe ich gerne diesen den Tip bleibt ruhig keine Panik die Energiewende braucht euch noch.

Ketzerische Frage

Wie angekündigt hab ich mir die Live Übertragung „Zur Sache“ von RNF (knapp 1 Stunde) angeschaut und mache jetzt in Ruhe meine Anmerkungen.

rnf

Gleich zu Beginn überraschte mich Harald Bürk mit der ketzerischen Frage „Brauchen wir die Stromtrassen überhaupt?“
Überrascht hat mich die Frage zu diesem frühen Zeitpunkt da ich erwartet hätte die Diskussion mit der Windenergie vor Ort zu beginnen. Vielleicht ist mir deshalb auch entgangen auf die Unsinnigkeit der Stromtrassen hinzuweisen. Zum einen was passiert wenn weder im Norden noch im Süden die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht dann braucht man ja doch Speicher. Warum ein neues Netz bauen wenn ein Gasnetz schon vorhanden ist? Wer schützt das HGÜ Netz vor Verrückten? Weiterlesen

Photovoltaik liefert Billigstrom

Mit Photovoltaik wird automatisch „teurer Strom“ verbunden. Dass dies schon lange nicht mehr der Fall ist wird gerne verschwiegen. Die Anwendung weit weg von Stromnetzen waren die ersten Anwendungsfälle in denen die Photovoltaik kostengünstiger war wie z.B. Strom aus Dieselgeneratoren. Photovoltaikstrom vom eigenen Dach in Deutschland ist längst auch günstiger im Vergleich zum Strom aus der Steckdose. Bei Freiflächen sind wir inzwischen bei Kosten von 7 Cent je kWh angekommen. Weiterlesen

EEG Vergütung für Photovoltaikstrom eine Schande!

Der Photovoltaikstrom ist für die atomar/fossilen Stromunternehmen die größte Gefahr. Bei Windenergie haben diese Unternehmen die Möglichkeit sich beim Ausbau zu engagieren. Besonders Offshore bleibt ein Riesen Geschäft für die Konzerne. Ich möchte heute aus der Prognos Studie „Zukunft der bayrischen Stromversorgung“ die Folie 6 „Mittlere Gestehungskosten der Erneuerbaren Energien nach Regionen für 20 Jahre“ näher anschauen. Weiterlesen

EEG 2.0 Dummheit Nr. 5

„Die schnelle und grundlegende Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ist eine der Hauptaufgaben der neuen Bundesregierung. Die Reform soll den Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent und planvoll vorantreiben, und gleichzeitig Bezahlbarkeit sowie Versorgungssicherheit für die Bürger und die Wirtschaft sicherstellen.“
Soweit das Zitat vom BMWi zum EEG 2.0 auf deren Homepage.

Nur dumm dass ausgerechnet die Offshore Windenergie eine der teuersten Erneuerbaren Energien weiterhin mit 19 Cent pro Kilwattstunde die EEG Umlage verteuern wird. Sie bekommt sogar noch länger Zeit um dieses Geschenk der Politik abzugreifen. Antstatt Wind an Land und Photovoltaik, die beide zu weitaus günstigeren Kosten zugebaut werden könnten, zu pushen sichert das Bundeskabinett die Investitionen der Großkonzerne. Klar es werden „nur“ Acht Jahre lang die 19 Cent je kWh gezahlt. Aber den Großinvestoren ist dies doch schnuppe, denn nach 8 Jahren sind die Windräder auf dem Meer bezahlt. Durch den Stromverkauf und dem üppigen Preis von 19 Cent je Kilowattstunde sind Bankdarlehen zurückgezahlt und jede Kilowattstunde die produziert wird kann dank niedriger Fixkosten auch zu günstigen Werten in das Netz eingespeist werden. Abnehmer dürften für die Großinvestoren sicherlich innerhal ihres Freundeskreis zu finden sein… Weiterlesen

Atomkraft im Kreis Bergstraße ja aber keine Windräder

Diese Zeit ist jetzt vorbei. Gleich in zwei Städten haben sich die politischen Parteien für eine Ausweisung von Windvorrangflächen ausgesprochen. In Heppenheim gab Donnerstag schon einen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung mit 19 zu 17 Stimmen für die Windvorrangfläche. Dagegen war das Votum in Bürstadt einstimmig für die Windvorrangfläche. Allerdings war dies erst der Bauausschuß und die Stadtverordnetenversammlung muß diesem Votum noch zustimmen. Im Ergebnis dürfte sich daran nichts änderen es könnte aber sein, daß sich einzelne Stadtverordnete dann doch gegen die Windvorrangfläche entscheiden. Warten wir es mal ab. Weiterlesen