Thorsten Schäfer Gümbel war da!

Jetzt hab ich auch noch Thorsten Schäfer Gümbel (TSG) kennengelernt. Es bestätigt meine Einschätzung, daß die Ochsentour die jeder Politiker macht (machen muss?) von vielen nicht gesehen wird. Nachdem ich im letzten Jahr einen Tag mir Adrea Ypsilanty auf Tour war habe ich größten Respekt vor der Knochentour die von Politikern (jeglicher Coleur) durchgemacht werden muss?

Vorsorglich habe ich mich bereits gut 20 Minuten vor dem vereinbarten Termin in Riedrode eingefunden. Vereinbart war ein 15 Minuten treffen zwischen einem Termin in LA (Lampertheim :-) ) und Kröckelbach im Odenwald. Insgesamt hatte TSG sechs offizielle Termine an diesem Tag… Die ersten die sich einfanden waren die Bürstädter SPD Stadträte die um 15.45 Uhr schon einen Termin wahrnehmen können. Hier gab es dann schon die ersten Gespräche bezüglich der Lärmschutzwand in Riedrode.

Gut eine Viertelstunde später wie geplant kam die “Vorhut” von TSG in Person von Katrin Hechler der Landratskandidatin die mit 100% erneuerbare Energien für den Landkreis Bergstraße wirbt. Kurz drauf kamen Karin Hartmann und Norbert Schmitt mit einigen Jusos im Gefolge. Karin Hartmann (Wahlkreis Bergstraße Ost) und Norbert Schmitt (Bergstraße West) sind die beiden Direktkandidaten der SPD für den hessischen Landtag. Auch die Presse war im Schlepptau und Norbert Schmitt berichtete, daß die Verspätung durch ein Interview durch das hessische Fernsehen entstanden ist.

Als TSG dann mit seinem PKW angefahren kam hab ich ihn schon wieder engagiert telefonieren sehen. Nur mit Hemd und Krawatte bekleidet stieg er aus dem Wagen aus, erkannte aber sofort: selbst in der Sonnenstadt ist es im Winter arschkalt. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellung durch Norbert Schmitt konnte ich meine Anregungen bezüglich der geplanten Lärmschutzwand und der Hemmnisse der bisherigen hessischen Landespolitik abgeben. TSG hörte sich geduldig meine Worte an und griff auch bezüglich Windenergie und Vorrang Gesetz für erneuerbare Energien das Gespräch auf. Es war klar, daß in diesem Rahmen (Eiseskälte, Zeitknappheit und erstes kennenlernen) keine tiefschürfenden Dialoge entstehen konnten.

Was ich dann allerdings in den örtlichen Presseorgane lesen durfte hat mal wieder dem Faß den Boden ausgeschlagen. Meine Ausführungen auf den Satz einzudampfen: “Windenergie im Ried sei Blödsinn” oder zu schreiben die Solarwand an der Lärmschutzwand in Bürstadt sei “nicht zustandegekommen“?

Ich schätze immer mehr die Mächtigkeit des Blogs.

Ich habe folgendes geschildert: Der Regionalplan 2000 (derzeit noch gültig) bei dem ich noch aktiv als Vorsitzender des Bundesverbandes Windenergie in Südhessen mitgearbeitet habe beinhaltet 11 Windvorrangflächen. Die leider durch die unsachgemäße Umsetzung durch das Regierungspräsidium keine Rechtskraft besitzen. Bei dem jetzigen Regionalplanentwurf (der bis 2020 gelten würde) zeichnet sich keine Besserung ab. Mein Vorschlag es muß (wie in anderen Bundesländer auch) ein Prozent der Landesfläche für Windvorrangflächen ausgewiesen werden. Es müssen aber die besten Flächen (mit hoher Windstärke) ausgewiesen werden. Die derzeit ausgewiesene Fläche in Bürstadt gehört nach meinem Verständnis nicht zu diesem einen Prozent.

Trotzdem könnte in Bürstadt auf dieser Fläche Windräder gebaut werden. Schätzungsweise drei Stück zu je 2 Megawatt Leistung. Jedes dieser Windräder wäre zwischen 125 Meter und 138 Meter (je nach Hersteller) hoch und würde evtl. pro Jahr 5 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren.

Drei Windräder 15 Mio. kWh im Jahr sind 30 Prozent des Bürstädter Strombedarfs plus zwei Biogasanlage und eine PV-Anlage machen 70 Prozent des Bürstädter Strombedarfs wäre gedeckt.

Das habe ich gesagt. Von Blödsinn ist mir nichts bekannt?

Zur Lärmschutzwand am Sonneneck ist nur zu sagen: Sie ist noch nicht gebaut aber komplett genehmigt und in 2009 werde ich sie einweihen. Thorsten Schäfer Gümbel werde ich gerne dazu einladen ob die Presse auch, muss ich mir noch gut überlegen…

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