Verkauft PV-Module wie Fahrräder

Diese Idee kam mir jedenfalls nachdem ich am letzten Samstag nach zwei Stunden Fahrrad Verkaufsgespräch nach Hause ging. Wir (mein Sonnenschein und ich) hatten nach drei Probefahrten „unser“ persönliches/individuelles Fahrrad gefunden. Wir konnten es noch nicht mitnehmen weil unser Auftrag erst an die Fabrik gegeben wird und „individuell“ nur für uns gefertigt wird. Aber das super nette Verkaufsgespräch blieb bei mir hängen.

Der Fahrradverkäufer sprach kein Wort zur Rentabilität
zum Ausnutzungsgrad hat er auch nix gesagt
von Volllaststunden im Jahr ganz zu schweigen. .
Für was wir das Fahrrad (ich dachte zum Fahren?) haben wollten?

Schnell fahren (niemals), in Wald und Wiese (sicher auch nicht) auf ebener glattem Boden (Volltreffer). Bei meinem Wunsch nach einer Rücktrittbremse sah ich zum ersten Mal das blitzen in den Augen des Verkäufers! Ich konnte es ihm an der Stirn ablesen was er dachte: „Ein Schönwetterfahrer„! Dass ich mit 7 Gängen vollauf zufrieden bin und einen niedrigen Einstieg bevorzuge, hat seinen Eindruck erneut bestätigt. Ein Körbchen für den Gepäckträger Vervollständigten die Einschätzung. Die Gabelfederung, die Kettenschaltung, die Sattelfederung waren auch schnell ausgeschlossen. Mit dem Wunsch eines komfortablen/bequemen Sattels und „breiten“ Reifen waren alle Voraussetzungen erfüllt es sollte ein Sonntagsschönwetterradmitrundumwohlfühlrad sein.

Das habe ich und mein Sonnenschein dann auch bekommen.

Warum verkaufen wir zwei Solarmodule mit Steckeranschluss nicht mit den gleichen Verkaufsargumenten? Die kosten nicht mehr wie zwei Fahrräder, liefern Strom wenn wir zuhause sind, wenn das Wetter gut ist und wir reden kein Wort von Volllaststunden, Spitzengeschwindigkeit, Rendite was wäre wenn…?

Wir sollten uns von dem alten fossilen/atomaren Geschwätz entfernen. Auch wenn die Protagonisten (z.B. Dr. Michael Fuchs CDU oder auch „Der Fuchs für Deutschland“ genannt oder Nuklearia e.V.) der Umweltverschmutzung weiter keifen.
2014 07 30 Fuchs
Der eine schwätzt immer noch von 900 Stunden im Jahr, der andere kennt keine Speicher und meint der Sonnenflüsterer soll gleich die zentralistische Lösung für alle bieten. Dabei sind auch atomare und fossile Kraftwerke ohne Speicher nicht funktionsfähig. Ich meine die Speicher vor dem Verbrennungsprozeß. Das wird ja immer nicht beleuchtet. Warum auch. Genau so wenig wie die Kosten nach dem Verbrennungsprozeß angeschaut werden. Bei Sonne und Wind werden die „Rohstoffe“ kostenlos angeliefert und kostenlos von der Natur weitergenutzt. Die schwätzen immer über die großen Lösungen ich mache aber auf kleiner Flamme was ich kann und erzähl davon. Wer will kann ja auch was tun…

Na schauen wir mal wie die Konversation mit den fossilen weiterging:
2014 07 30 Kelber

Da wird der Fuchs für Deutschland gleich pampig! Ich soll zu irgendwelchen Truppen gehören die vom Bundestagsabgeordneten Ulrich Kelber angeführt werden.

Nein Danke Herr Fuchs ich bin alleine Truppe genug.

Der imaginäre Truppenführer hat aber gekonnt gekontert. „Physikalische Ahnungslosigkeit“ einem CDU Bundestagsabgeordneten vorzuwerfen ist einfach Klasse. Hut ab Herr Kelber! Wenn das die Angela erfährt was für Physik-Ahnungslose sie beraten. Vielleicht sollte Angela dem Fuchs für Deutschland mal ein paar Physikstunden geben?

Meine Einladung über Twitter an „Den Fuchs für Deutschland“ sich das Infoforum in Biblis anzuschauen, da dort der Dreck seiner Politik weggeräumt wird, hat er bis heute noch nicht beantwortet. Ich bin es ja gewohnt von CDU Politkern in die Nähe der Mafia (Dr. Joachim Pfeifer) geschoben zu werden…
Gut ich teile auch gern aus (Dr. Fuchs vor 4 Jahren) aber das gehört nun mal dazu…. Damals sprach „Der Fuchs für Deutschland“ noch von 60 Jahren Laufzeit für Atomkraftwerken. Heute liegt die Laufzeit des Ältestens Atomkraftwerk noch bei 43 Jahren…übrigens sind die Äußerungen von vor viereinhalb Jahren in der Welt immer noch lesenswert!

Jetzt bin ich aber abgeglitten. Leute verkauft kleine Solarmodule wie Fahrräder. Solarenergie ist die bequeme Art Strom auf dem eigenen Balkon/Terrasse/Wand/Dach/Garage/Gartenhäuschen zu produzieren. Diskussionen über Volllaststunden sind Quatsch kein Radfahrer rechnet aus wie viele Volllaststunden er im letzten Jahr auf seinem Rad gesessen hat. Ein Auto kommt ja auch nur auf 100 Volllaststunden und meine Kaffeemaschine auf noch weniger…

Vielen Dank an Alfred dem „Radler für die Bergstraße“ für das tolle Beratungsgespräch. Ach so Cornelia ob mein Rad twittern kann (vielleicht als „Riedochse“) weiß ich noch nicht! 😉

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