Schuko Steckdosenmodul! Was denn sonst…

Nachdem ich vor zwei Tagen vom Plug In System beim Rheinland Pfälzischen Wirtschaftsministeriums berichtet habe kam die Frage nach der Einspeisung auf.

Eigentlich sieht man auf dem bereits veröffentlichten Bild bereits die Steckdose oben links im Bild.
Einweihung Plug-In-Solaranlage 22.05.2015Foto: Wirtschaftsministerium RLP

Ich habe das Foto an dieser Stelle vergrößert um zu erkennen was für eine Steckdose verwendet wurde.
Steckdose RLP

Der rechte Stecker kommt von den Solarmodulen der linke geht zur Bohrmaschine. Nachdem ich mir nicht ganz sicher war hab ich mich noch einmal bei Wolfgang Müller zurückversichert und er hat bestätigt das Rheinland Pfälzische Wirtschaftsministerium speist über einen Schuko Stecker in das Hausnetz ein!

Es kann also keine technischen Hürden geben! Der Strom aus Mikro Photovoltaikanlagen flutscht aus den Modulen über den Wechselrichter per Schuko-Stecker in das Hausnetz! Basta!

Trotzdem fährt das Wirtschaftsministerium eine „sichere Variante“! Denn wie man sieht ist die Steckdose hoch installiert. Somit können Kinder den Stecker nicht ziehen. Damit Erwachsene nicht so ohne weiteres den Stecker ziehen, wurde anscheinend eine Hülle angebracht. Vielleicht ist diese Hülle aber auch nur zum Schutz vor Regen da…
Mit dem Kabel des Schukosteckers kann auch keine weitere Steckdose erreicht werden. Somit kann nur an dieser Steckdose eingespeist werden. Aus meiner Sicht sind alle Bedenken die Bezüglich des Steckers immer wieder angebracht werden in dieser Lösung sicher gelöst. Wobei die Erfüllung der VDE-AR-N 4105 eigentlich garantiert, dass beim ziehen des Steckers in kürzester Zeit keine Spannung mehr am Stecker anliegt. Es ist also möglich ein Balkonmodul in der Schuko-Steckdose sicher anzuschließen.

Vielen Dank an Eveline Lemke, dass sie diese Installation ermöglichte.

4 Gedanken zu „Schuko Steckdosenmodul! Was denn sonst…

  1. Martin

    Gute Sache! Bleibt nur zu hoffen, dass die Installation keinem Vandalismus zum Opfer fällt. Es ist zwar etwas geschützt, aber leider gibt es irgendwie immer einen Weg, wenn man etwas beschädigen will.

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  2. Rainer

    Erhard ich gönne Dir von Herzen Deinen Triumph über die VDE-Verschwörung !

    Doch, da solltest Du mich inzwischen gut genug kennen, ein wenig „Essig“ muss rein in den „Wein“. Wie das Detailbild deutlich zeigt, ist ob der Kabellänge vom Modul – den Modulen (was ich annehme) – eine Verbindung zum „Einspeisestromkreis“geschaffen worden. Allerdings könnte nur ein detaillierter Schaltplan das bestätigen oder eben nicht.

    Auch über die „lösbare“ Verbindung (lässt sich der Schukostecker tatsächlich auch ohne die Zuhilfenahme von Werkzeug entfernen ? ) kann ich ohne weitere fotografische Zusatzaufnahmen (seitlich aus einem geeigneten Winkel) oder eine „Vorort in Augenscheinnahmen“ leider nur weiter spekulieren. Sollte diese „Nichtlösbarkeit ohne Werkzeug“ zutreffen, wäre das eine „feste Verbindung“ von PV-Anlage mit dem Netzwerk des betreffenden Gebäudes. Was so kaum mehr, als eine „fliegende Anlage“ bezeichnet werden kann.

    Die Verbindung zu anderen Schukosteckdosen irgendwo im Haus, ist durch die Kürze des Kabels nur über eine Verlängerung möglich, etwas, was auch mit einer anderen Steckverbindung (Adapter auf Schukoverlängerung) bei ansonsten korrekter Ausführung, jederzeit möglich ist. Im täglichen Leben werden zweifellos jede Menge Bestimmungen umgangen. Das bleibt im allgemeinen solange ohne den „juristischen Erfolg“, bis ein Schaden eintritt. Dann aber beginnt die Suche nach dem oder den Schuldigen.

    Ganz offensichtlich haben die Installateure, welche diese PV-Anlage in Betrieb genommen haben, versucht mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln eine möglichst konformen Zustand zu erreichen und den Umstand, dass diese PV eben nicht überall im „Haus“ anschließbar sein kann (und wohl auch darf – bis es dazu eine eindeutige und für alle bindende Entscheidung gibt) „Rechnung“ getragen. Ein Versuch, der „fürs Erste“ und bis die Freigabe einer oder mehrerer zulässiger Variationen, die derzeitigen Forderungen erfüllt – jedenfalls, dann, wenn es hier nicht um einen „Festanschluss“ handelt. Es gibt in der Verbindungstechnologie zahlreiche Varianten, wo zunächst gesteckt und dann mit Hilfe von erforderlichem Werkzeugeinsatz, die unbeabsichtigte Trennung zuverlässig verhindert wird.

    Was ich sehe – ist die Durchführung eines Kabels, durch einer „metallischen ?“ Verschraubung – in eine wohl dichtes Kunststoffgehäuse mit IP ??, welches wohl dem Schutz gegen unfreundliche Witterungseinwirkungen dienen soll. Die kurze Distanz zwischen Verschraubung und Steckerende (ca. 10 bis 15mm) wird ein Ausstecken des Schukosteckers aus der eingebauten Schukosteckdose (ohne Werkzeugeinsatz) unmöglich machen.

    Nun hoffe ich, als verhasster Bedenkenträger so den notwendigen Punkt gemacht zu haben – ich freue mich schon sehr, auf die lockere deutsche Haltung die wir uns alle so sehnsüchtig wünschen und ohne Aufgabe unserer „völkischen Mentalität“ leider so gar nicht besitzen….. ähm auch Basta !

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  3. Arthur Böck, Wien

    Zu den Behauptungen ganz am Anfang:
    Wenn an einer Mehrfach-Steckdose schon Verbraucher hängen, und ich speise zusätzlich 600 W vom PV-Modul ein, dann erhöht sich nicht die Gefahr, daß die Leitung verschmort, sondern sie verringert sich.
    Der PV-Strom fließt nämlich in die andere Richtung!
    (Genau genommen hat er [etwa] die entgegengesetzte Phasenlage. Wir sprechen ja von Wechselstrom.)
    Der Summenstrom ist kleiner.

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