Photovoltaik Weltrekord in Indien

So hier bin ich wieder. Meine Neue Adresse lautet Mainstraße 16 der Rest ist gleich geblieben. Immer noch 68642 Bürstadt und die Telefonnummer habe ich obwohl ich Opfer der Telekom bin erhalten. Der Umzug war eine wahre Mammutaufgabe. Vom eigenen Haus in die Eitgentumswohnung… da bleibt einiges auf der Strecke. Jetzt noch 10 Tage dann übergebe ich mein „altes“ Haus besenrein an die Käufer. 🙂

Als ehemaliger Weltrekordler schaue ich natürlich immer wieder gerne auf die aktuellen Rekordhalter. Momentan wird der Indischen PV Anlage mit 648 Megawatt Leistung als größte PV Anlage weltweit gefeiert. Die Dimensionen haben sich verändert.

Wir hatten in Bürstadt damals 5 MW für 23 Millionen Euro in zwei Jahren (2003 – 2005) realisiert!

In Indien wurden 648 MW für 679 Millionen Dollar (ca. 642 Millionen Euro) in acht Monaten realisert.

Jetzt kann gestritten werden was spektakulärer ist die Dimension (5MW zu 648 MW), die Preisreduktion oder die Bauzeit?

Bei der Dimension ist anzumerken dass unsere Module auf einem Dach installiert sind. In Indien wurde eine Freifläche realisiert. Hier wäre anzumerken dass wir unbedingt bei solchen Anlagen auch den Flächenverbrauch im Auge behalten sollten. Auch hier unser Bürstädter Vorzeige Kraftwerk Solar Ginseng Kraftwerk. Wir brauchen eine Doppelnutzung um Akzeptanz zu schaffen. Mir ist klar, dass diese Forderung derzeit Flächendeckend noch zu früh ist, aber lieber zu früh als zu spät…

Bei der Preisreduktion habe ich die Kosten der Kraftwerke auf das installierte kWp gerechnet. Vor gut zehn Jahren wurde das kWp (Aufdach) für 4.600 Euro je kWp an die Investoren verkauft… Die indische Investition lag gerade mal bei knapp 1.000 Euro je kWp allerdings Freifläche! Tolle Leistung was die Solarszene da geleistet hat.

Beim Bauzeitenvergleich damals zwei Jahre heute acht Monate sieht man was möglich ist. Ich weiß es ist ein Äpfel mit Birnen Vergleich aber wir haben in den zwei Jahren täglich 7 kWp (5.000 / 730) installiert!
Die Inder haben täglich 2.700 kWp (648.000 / 240) installiert! In zwei Tagen mehr als 5 MW…. Wir haben zwei Jahre gebraucht…

Mann oh Mann, das hätte ich mir nicht träumen lassen.

Mit diesem Weltrekord Artikel helfe ich natürlich dem normalen PV Interessierten weiter. Wie sich Otto Normalo derzeit beim Bau einer PV Anlage entscheidet könnt ihr im SMA Blog nachlesen…

PV Plug Preisträger – PV Award

Wuhuu, wir haben den PV Award vom „pv magazin“ erhalten. Das macht Mut denn noch haben wir ja keine Verbesserung der Norm erreicht. Aber es tut gut nach der langen Zeit an Erfolgslosigkeit mal eine Anerkennung zu erhalten. Ich bin froh, dass ich mit meinen „flüstern“ für das Oma und Opaleichte Solarmodul, nach und nach vorankomme. Seit mehr als zwei Jahren bin ich mit Daniel Bannasch und Wolfgang Müller (alle Metropolsolar e.V.) schon unterwegs…

Es ist wahrlich „Ein Gang durch die Institutionen“ wie es das PV Magazin in seiner Laudation beschreibt. Wir reihen uns damit ein in eine lange Reihe von innovativen Solariern die für eine andere Energieversorgung stehen. Wenn ich wir schreibe dann sind wir zwar keine „Guerilla Photovoltaik“ Gruppe sondern wir nennen uns PV-Plug Gruppe. Natürlich haben wir noch einige Helfer im Hintergrund, aber diejenigen die sich der Öffentlichkeit stellen findet ihr hier. Ich würde mal sagen gespickt mit Solarkompetenz der ersten Güte. Da freut sich einer der nur flüstern kann in diesem Team mitarbeiten zu dürfen. Danke Jungs (wo sind eigentlich die Guerilla Frauen?) es macht Spaß mit euch.

Natürlich auch herzlichsten Dank an das pv magazin für diesen Award.

Während wir versuchen die Mini Photovoltaik von bürokratischem Ballast zu befreien, arbeiten andere daran den ärmsten der Armen von dem bißchen was sie haben noch was abzunehmen. Metropol

E.ON hilft bei Energieschulden!

Für das Ab- und Anklemmen sind 140 Euro fällig! Das möchte E.ON angeblich vermeiden… Von einem weiteren Metropolsolar Mitglied Christoph Baare möchte ich dazu seinen Kommentar auf Facebook zitieren.

Weiterhin würde ich gerne die „Kühlschrank“ Förderung des Bundes ins Spiel bringen. Gebt jedem der in Zahlungsschwierigkeiten kommt ein PV Plug, finanziert durch die „Bundes Kühlschrank Förderung“ und vermiedene Kosten für ab- und abklemmen und hört auf mit dem geblubber. An jeden Balkon gehört ein PV Plug. Das war’s für heut euer Sonnenflüsterer und noch amtierender Fastnachtsprinz. 😉

Verweisen möchte ich noch auf den Sustainment Blog vom Vorsitzenden der Energieblogger Kilian Rüfer. Der schreibt was Interessantes zu „Disruption-Energiemarkt„??? Ach so dank Wikipedia versteh ich. Wir verdrängen Atomkraftwerke. #nukedown

Solar to go geht weiter

Obwohl mir derzeit die Zeit fehlt um Solar2go weiter zu puschen nehmen die Steckdosenmodule unaufhaltbar ihren Weg. Wer sich eine halbe Stunde lang anhören will kann sich den Beitrag von Bayern2 reinziehen. Da wird in ruhiger, detaillierter Sprache der aktuelle Stand ganz gut rübergebracht… Also alle mal reinhören bei Bayern2 „Die Solar-Guerilla“ (Leider funktioniert der offizielle Link nicht mehr! Versucht es mal damit… – Illegaler Solarstrom aus Kleinstanlagen?

Vielleicht schaffen wir es doch noch die Bagatellgrenze für bis zu 600 Watt in die VDE Norm einzubringen und können damit der Energiewende wieder einen Schub geben. Frank Urbansky vom Blog EnWiPo schließt diesen Stillstand jedenfalls aus den neuen veröffentlichten Zahlen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen.

Fragen kostet nichts

Auch wenn die Ausbeute meiner Fragen/Anregungen bisher nur marginal waren, werde ich erneut in den Ring steigen. Schließlich möchte ich beitragen den Wunsch von Priska Hinz, geäußert zu Beginn des Forums, in Erfüllung gehen zu lassen.
„Ich bin überzeugt, dass wir sowohl die Bevölkerung und die Verbände als auch die betroffenen Kommunen gut über alle Inhalte und planbaren Schritte informieren werden“.

Momentan läuft dies ja nicht so gut. Maximal 10 interessierte Bürger je Veranstaltung und nur noch ein Presseorgan was vom Infoforum berichtet… aber ich werde erneut fragen wie damals zur ersten Sitzung

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RWE beschreibt das Verfahren als „institutionalisierter Form“ … „umfassend und transparent“ zu informieren. Mich haben deren Informationen nur gelangweilt und wenig beeindruckt. Was solls auch, den Betreibern von AKW’s wird von der Bevölkerung sowieso kein Vertrauen entgegen gebracht. Deshalb macht es eigentlich auch keinen Sinn diesem Unternehmen eine Plattform zu bieten.

Aber auch da muss ich durch… jetzt aber zu meinen Fragen.

  1. Frage: In der Sitzung vom 27.9.2016 hatte ich die Frage zum Einsatz von KATWARN als Katastrophen Warnsystem für radioaktive Warnmeldungen angesprochen. Vom Podium wurde mündlich zugesagt, dies zu prüfen. Auf der Tagesordnung zum 22.11. finde ich dazu keinen Hinweis und das Protokoll wurde ja auch noch nicht veröffentlicht (Heute am 7. November immer noch nicht…) . Ich bitte deshalb diese Anfrage am 22.11. zu beantworten.

2. Frage:
Weiterhin wurde von H. Kusicka (Bgm. von Biblis) der Termin 22.11. angekündigt vom Landtagsabgeordneten Schmidt (SPD) aber wegen Sitzungswoche der Landtagsfraktion in Frage gestellt. Herr Kusicka wollte diesen Hinweis prüfen und zeitnah den überprüften Termin veröffentlichen. Ich wüsste gerne wann diese Veröffentlichung stattgefunden hat, da ich sehr spät erst von dieser Veranstaltung erfahren habe.

3. Frage:
Weiterhin hätte ich gerne Auskunft bezüglich zwei veröffentlichten Pressemeldungen über unzuverlässige Mitarbeiter im AKW Biblis.
Vorweg möchte ich sagen, dass ich 99% der Mitarbeiter das Vertrauen ausspreche, aber nun mal ein kleiner Bodensatz von unzuverlässigen, faulen oder kriminellen immer vorhanden ist, wie es die beiden Presse Meldungen ja auch zeigen.

In der Meldung vom 14.4.2016 (Hessenschau) wird von vorgetäuschten Kontrollen berichtet. Laut dem hessischen Umweltministerium wurde dem Mitarbeiter „mit sofortiger Wirkung der Zutritt zum Kraftwerk verwehrt“. Er sei entlassen worden.

Der zweite Bericht liegt schon länger (14.1.2015 Echo Online) zurück.
Darin wird berichtet, dass ein Mitarbeiter des Kraftwerkes sich bestechen lies. In dem Bericht wird weder erwähnt, ob der Mitarbeiter entlassen wurde, noch wie sich das Hessische Umweltministerium und RWE zu diesem Sachverhalt stellt.

Ich bitte um Stellungnahme des Hessischen Umweltministerium und RWE ob der Mitarbeiter noch im AKW arbeitet?
Ob ein Zivilprozess von RWE angestrebt wurde und wie in Zukunft solche Bestechungen verhindert werden sollen?

4. Frage:
Am 27.9. hatten wir ja die Vorsitzende der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe Frau Ursula Heinen-Esser zu Gast. Auf die Frage von Dirk Müller dass es in Biblis eine Genehmigung bis 2046 gäbe, wie realistisch es wäre dass es bis dahin ein Endlager gibt geantwortet: „Dazu sage ich nie was“.

Für mich als Anwohner ist dies sehr unbefriedigend. Ich habe eine Information aus der Arbeitsgruppe 3 in der erwähnt wird, dass im ungünstigsten Fall die letzten Brennelemente im Jahr 2170 im Endlager eingelagert werden könnten. Ich schlage deshalb vor Herrn Michael Sailer (Ökoinstitut e.V.) als Mitglied der Arbeitsgruppe 3 zum nächsten Infoforum einzuladen. Er kann uns sicherlich zu dem extrem Beispiel näheres erläutern.

Wer sich die trockene Veranstaltung in Biblis nicht antun möchte, dem empfehle ich die Ausstellung (Werbeveranstaltung vermutlich gibt es Kugelschreiber 😉 ) am 21.11. -2.12.2016 in Bürstadt. Da gibt es viele bunte Bilder und vielleicht kann man auch den Sonnenflüsterer treffen…

Wer sich die Entwicklung diese Infoforums anschaut wird mir sicher recht geben. Der Radioaktive Fight ist noch lange, lange nciht vorbei. Vor allem wenn jemand über Deutschlang hinaus mal genauer hinschaut wie es die Kollegen vom Stromauskunfts Blog getan haben.

Die Generation Energiewende

Irgendwie kommen mir die Säckel bekannt vor. Grübel, Grübel,

Was die alles sagen!
Hätte ich mich nie getraut. Ich mein das Video nicht den Inhalt…
Klasse gemacht ich gratuliere mal wieder den jungen wilden aus HD!

Dass ist die einfachste Art zum Prosumer zu werden. Bei den Bloggerkollegen von EnWiPo wird dies noch näher beleuchtet…

Infoforum Biblis

Es wurde mal wieder öffentlich zu einem „Infoforum AKW Biblis“ eingeladen. Da freut sich der „praktizierende Atomkraftgegner“ auf einen spartanischen Abend im Bibliser Bürgerzentrum. Es ist das neunte Infoforum zu dem geladen wird und zur Schande der Organisatoren ist bis heute das Protokoll des letzten, (dem 8. Informationsforums) 27.9.2016 nicht veröffentlicht.
Petra Schäfer die wackere Berichterstatterin vom Südhessen Morgen zählte eine Handvoll „Teilnehmer“ (bei über 20 benannten!) und einer Überzahl von Besuchern…

Der Stargast des Abends, die Vorsitzende der Endlagerkommission Ursula Heinen-Esser, hat zwar viel geredet aber nix gesagt.  Auf die Frage von Dirk Müller (CDU und Vertreter des Bauernverbandes: „Bis 2046 gibt es eine Genehmigung für das Zwischenlager in Biblis. Wie realistisch ist es, dass es bis dahin ein Endlager geben wird?“
Ursula Heinen-Esser reagierte vorsichtig: „Dazu sage ich nie was.“ Sie traue sich nicht, einen Zeitpunkt zu nennen. „15 Jahre sind die offizielle Ansage“, so Heinen-Esser. Dann könnte die Entscheidung über den Standort gefallen sein, aber gebaut sei das Endlager dann noch nicht.

Vielleicht sollten die Verantwortlichen des Infoforums mal Menschen einladen die sich trauen etwas zu sagen. Wie wäre es zum Beispiel mit Dirk Seifert, der sicher kein Blatt vor den Mund nimmt! Bei einem Infoforum brauchen wir keine Stargäste die nix sagen, sondern diejenigen die mir als Anwohner die Wahrehiten unverblümt sagen. So z.B. dass die „AG 3 der Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“ von einer maximalen Dauer bis in das Jahr 2170 spricht. Wohlgemerkt bis die letzten Brennelemente im „Endlager“ eingelagert sind. Wer sagt mir, dass die letzten Brennelemente nicht aus Biblis stammen? Ja gut ich bin 61 Jahre alt und was kümmert mich dieses unverantwortliche vorgehen…

Damit das 9. Infoforum nicht zu langweilig wird, werde ich mal wieder Fragen stellen. Unter Punkt 7 werden die dann sicherlich schnell abgehandelt. Die werde ich gleich formulieren und demnächst auch hier im Blog veröffentlichen. Vorher werde ich diese Fragen natürlich der Geschäftsstelle zukommen lassen, nicht dass die sich übergangen fühlen.

Aber auch wenn wir noch nicht wissen wie der hochgiftige Müll gelagert werden soll:

Wir werden in 2023 das Atomkraft? Nein Danke Fest feiern. Denn dann ist #nukedown in Deutschland erreicht! In Biblis sind wir ja schon länger Nuke Down!nuke-down-1

Dieser Fight ist vorbei

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Mit dieser Meinung steht Hubertus Grass, der den Blog bei Dialog.Energie.Zukunft moderiert, nicht alleine. Viel zu viele sind dem Glauben verfallen, dass sich alle an den Atomausstiegs Konsens von 2011 halten.

Da spricht meine Lebenserfahrung etwas anderes. Der Käse, ist noch nicht gegessen!

Man kann sich auch die Welt schön schreiben und die Realität ausblenden. Gerade gestern haben die Klimaretter berichtet, dass beim Erörterungstermin um den Rückbau der Atomruine Grafenrheinfeld von Eon nicht ausgeschlossen wurde die Ruine wieder hoch zu fahren. Bei der Anhörung in Biblis (2015) wurde vom RWE Kraftwerksdirektor genau der gleiche Satz verwendet. Wenn also der Moderator vom EnBW verkündet der „Fight wäre vorbei“ hat er die Rechnung ohne RWE und Eon gemacht. Vattenfall wird sich sowieso nur noch um möglichst viel Kohle Abschöpfung in Deutschland kümmern… Denn der „Konsens“ wurde 2011 nur zwischen 4 von 5 im Bundestag vertretenen Parteien erzielt. Konsens mit den Kraftwerksbesitzern gab es nicht! Dafür aber Rechtsstreitigkeiten die den Steuerzahler mehrere hundert Millionen kosten dürften.

Bis zum „Konsens Ausstieg“ Ende 2022 finden noch zwei Bundestagswahlen statt. Derzeit sprechen SPD/Linke/Grüne über eine R2G Zusammenarbeit auf Bundesebene. In aktuellen Umfragen würden ca. 45 % diese Parteien wählen. Wie es aussieht wenn diese R2G Koalition favorisiert würde, kann ich nicht vorhersehen. Was ich allerdings sehe, dass CDU/CSU+AfD ebenfalls 45% der Stimmen haben und die FDP auch in den Bundestag käme. Nicht, dass ich an eine Koalition dieser Parteien glaube, aber CDU/CSU stehen nun mal der Atomkraft aber auch der Braunkohle sehr nahe. Ob die CDU/CSU sich auf die Oppositionsbank setzt und R2G beim Regieren zuschaut, wage ich zu bezweifeln. Der Käse ist noch nicht gegessen und ich hab nur die Wahl 2017 angeschaut. Wer weiß wie es 2021 aussieht?

Derzeit werden in Deutschland die Erneuerbaren Energien ausgebremst, während weltweit ausgebaut wird. Anders ausgedrückt die Industrienation Deutschland verliert den Anschluss. Also politisch gesehen, ist der Fight noch lange nicht vorbei!

Auf Ebene der Konzerne tobt der Fight wie nie zuvor. Es gibt ungezählt Klagen von AKW Betreibern gegen Bund/Länder bei denen es meist um Millionen Euro geht. Ich erlebe direkt am AKB Biblis live mit wie RWE auch in Zukunft seine „Kohle“ machen wird. Von wegen der Fight ist vorbei. Am radioaktiven Müll wird in den nächsten tausenden Jahren noch kräftig bei den Bürgern abkassiert werden. Diese Kosten wird keiner gegenprüfen können sondern die „radioaktiven Müll Experten“ werden Rechnungen schreiben nach Belieben… Ob die Rechnungsschreiber die 4 AKW Besitzer sein werden oder andere Konzerne, dürfte für die Bürgerschaft egal sein. Aber sie werden blechen.

Weil der Fight noch lange nicht vorbei ist bin ich der Meinung wir sollten unsere Position klar positiv rüberbringen. Deshalb meine Idee mit der Megaparty um mit Nukedown auch weltweit ein Zeichen zu setzen. Im SMA Blog habe ich ein paar Fragen zur Megaparty beantwortet. Für das Fest haben wir noch Jahre Vorbereitungszeit, aber der Fight wird tagtäglich neu geführt. Mein nächster „Kampftag“ wird der 22.9.2016 in Biblis sein. Alle die meinen der Fight wäre vorbei, lade ich dazu herzlichst ein. Plätze sind genügend da!

Es gibt keine 100% Erneuerbare Energien

Das Ziel 100 % Erneuerbare Energien für den Strombedarf, dem Wärmebedarf und der Mobilität ist ein symbolisches. Es kann nicht erreicht werden! Jedenfalls nicht für einen bestimmten Zeitraum gesehen. Wer 100 % Erneuerbare Energien für ein Jahr in Deutschland erreichen will, muss mir erklären wie er verhindern will, dass ein Raucher mit seinem Benzinfeuerzeug sich eine Zigarette ansteckt?

Deshalb ist mein Ziel eine vollständige Versorgung mit Erneuerbaren Energien und deren Export anzustreben.

Vollkommen daneben finde ich aus Kommunikationsgründen eine 99% Versorgung zu propagieren wie von Martin Schachinger von pvXchange beim PV-Magazin schreibt.

Noch schlimmer kann die Überschrift aufgefasst werden „Wir brauchen keine 100 Prozent Erneuerbare“ und ganz am Ende des Textes wird dann das 99 % Ziel vorgeschlagen.
Wer versteht denn das noch? Ob 99 oder 100 % wie will dies noch irgendjemand fühlen?

Martin Schachinger bringt dann auch noch die Jahreszahlen 2030 und 2015 ins Spiel ohne sich selbst zu positionieren. Er verweist auf die Pareto-Prinzip nach der es schwierig wird den letzten Rest (80%/20%) kostengünstig zu erreichen.
Aber wir können doch mit Wind und Solar mehr als unseren eigenen Bedarf an Energie, hier in Deutschland produzieren? Warum sollen wir dann nicht schnellstens diesen Markt besetzen?
Oder hat Daimler Benz jemals darüber nachgedacht keine Autos in das Ausland zu verkaufen?
Energie (zumindest Strom + Gas aus Erneuerbaren Energien) ist transportabel! Habt ihr das vergessen oder blendet ihr das aus? Wir können Erneuerbare Energie in Form von Strom und Gas exportieren.

Durch miserable rückwärtsgewandte Politik wurde die deutsche technische Führerschaft in der PV Branche verpillert. Die CDU (ihre Energieveteranen Fuchs und Nüsslein) hält aktuell noch an der Dreckstromquelle Braunkohlestrom fest und ist noch nicht einmal bereit darüber zu reden… Momentan geht es um die Batterietechnik, Smart Meter und Blogchain (wobei ich dies immer noch nicht verstehe – Praxisbeispiel fehlt). Da wird momentan entschieden wo die Zukunftsarbeitsplätze entstehen.
Deshalb hört bitte endlich auf zu diskutieren ob und wann 100 % Erneuerbare Energien möglich sind. Vorrangig ist nach und nach alle Atomkraftwerke, Braunkohlekraftwerke und Steinkohlekraftwerke still zu legen.

Lasst euch auch nicht vorgaukeln wir stünden erst am Anfang der gesellschaftlichen Debatte um die tiefgreifenden Veränderungsprozesse in der Energielandschaft zu diskutieren. Das hätte die EnBW gerne, dass die 30 Jahre Kampf der Anti Atom Bewegung ausgeklinkt wird und in einem „wir haben uns alle lieb“ Dialog Wohlfühldiskurs der langsamst mögliche Ausbau der Erneuerbaren Energien gesteuert durch Konzerne auspalavert wird…

Das Schlagwort „100 % Erneuerbare Energien“ kann hier im Blog schon seit fast Zehn jahren nachverfolgt werden…

2015 „Energieland Hessen“ da steht 100 % Erneuerbare Energien sogar im Koalitionsvertrag der CDU/Grünen Koalition
2014 „Nur 100% Erneuerbar Energien?
2014 „100 % Erneuerbare Energien sind möglich!
2009 „100% Erneuerbare Energien geht das?
2008 „Noch einer der 100% will“ es war Al Gore und er hatte danach viele, viele Gegner…

Heute verweise ich auf einen Blogbeitrag bei SMA der am 5.3.2013 mit dem Titel „Vision 2050. Ein Blick zurück…“ einfach lesenswert!

Schon wieder ein unsinkbares Schiff

Nach meiner morgendlichen Lektüre der neuesten „Anti Atom Aktuell“ (AAA) kann ich mir einen Hinweis nicht verkneifen. Leider ist ausgerechnet der Artikel „EnBW auf Werbetour“ nicht online. Darin berichtet Hans Georg Frank von der Infotour der EnBW bei den Stadträten der Kommunen die entlang des Neckars, zwischen Obrigheim und Neckarwestheim, liegen. Bei diesen Kommunen muss ja gute Stimmung für den ersten Castor Transport per Schiff erzeugt werden. Der Brüller des Tages:

Die EnBW spricht von einem „Frachtkrahn mit eigenem Antrieb und der kann nicht untergehen„!

Hoppla!!! KANN NICHT UNTERGEHEN! War da nicht mal was??? Weiterlesen

Die Sonne schickt keine Rechnung aber…

Der Titel des Buches von Franz Alt ist inzwischen ein geflügeltes Wort. „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ von 2009. Vermutlich haben dies einige Politiker gelesen denn inzwischen erhält man schon Rechnungen wenn Strom aus Sonne produziert wird. Der Photovoltaikanlagenbesitzer soll sich mit seinem selbst erzeugten Sonnenstrom an der EEG Umlage beteiligen. Welch eine Schizophrenie!

Aber wie es so im Leben ist, gibt es inzwischen auch da eine Antwort und die heißt Plug In Modul. Weiterlesen