Das Energie Autonomie Haus

Ich habe mal wieder für MetropolSolar Rhein-Neckar e.V. am Freitag, den 31. Oktober um 19 Uhr ein MPS Energie Gespräch Bergstraße organisiert. Das Energie Gespräch findet im Restaurant „Am Stadtgraben“ in Heppenheim, Gräffstraße 8 statt.
Thema “Die Politik versagt, die Bürger machen die Energiewende jetzt selbst – Beispiel das Energie-Autonomie-Haus“.
Referent ist Dr.-Ing. Peter Kosack von der TU Kaiserslautern.

Auch bei diesem Bergsträßer Energiegespräch werde ich einen “Pecha Kucha” Vortrag halten. Keine Angst wer sich darunter nicht vorstellen kann, es tut nicht weh und dauert nur 6:40 Minuten. Der Pecha Kucha Vortrag gibt einen Überblick was mich momentan energetisch bewegt aber auch was jeder machen kann um dem Ziel 100% Erneuerbare Energien näher zu kommen.

Nach dem Vortrag von Peter Kosack gibt es Gelegenheit zu Diskussion mit fließendem Übergang zu Stammtischgesprächen bei Essen und Trinken.

MetropolSolar Rhein-Neckar e. V. lädt bereits zum 6. Mal in Zusammenarbeit mit dem „Sonnenflüsterer“ Erhard Renz aus Bürstadt zum MPS Energie Gespräch ein. Der Verein ist ein finanziell und politisch unabhängiges Netzwerk für 100% Erneuerbare Energien in der Region.

Damit wir besser planen können, bitte unbedingt anmelden oder per Mail an erhard.renz (ät) t-online.de.

 

Bürgerkonvent

Am Wochenende war ich in Fulda beim 1. Bürgerenergie-Konvent vom Bündnis Bürgerenergie e.V. (BBEn). Es erinnerte mich ein wenig an die Regiosolar Veranstaltungen die ich im Laufe meines sonnigen Lebens schon erlebt habe. Begonnen hat Regiosolar 2004 in Berlin später dann 2008 in Marburg oder 2009 in Erfurt. Es gab jährliche Veranstaltungen bei denen sich die Solarinitiativen trafen. Leider war Erfurt die letzte Veranstaltung dieser Art und das Treffen fehlt uns auch heute noch. Deshalb ist es gut, dass es eine Neue Form des bürgerlichen Engagements gibt. Die Gründungsinitiatoren sichern die Zielsetzung der Bürgerenergie und stehen mit Ihrem Namen für eine Energieversorgung mit den Bürgern für die Bürger.

Neben den bereits installierten Gremien wie Vorstand, Aufsichtsrat und Geschäftsführung sollte auf dem Konvent acht Personen gewählt werden die im “Rat für Bürgerenergie” tätig sein sollen. Die acht Räte sollen mit ihrer Kompetenz den Diskurs entscheidend mitgestalten und maßgeblich dazu beitragen, die Kultur der Bürgerenergie weiterzuentwickeln. Na wenn dass nicht interessant wäre habe ich mir gedacht. Also hab ich mich für einen Sitz im Rat beworben.

In der kurzen Zeit von zwei Minuten sollten die Kandidaten vorstellen, was für mich natürlich eine Herausforderung war. Ich gebe es zu ich hab gnadenlos überzogen…
Aber trotzdem hat meine Bewerbungsrede wohl gezündet denn ich wurde gewählt. Danke an alle die mir dieses Vertrauen geschenkt haben und dies obwohl ich mich als “Anfänger bei Erneuerbaren Energien” bezeichnete! Anfänger in dem Sinn, dass ich gerne was Neues Anfange. Warum sollte ich auch Dinge tun für die andere bereit stehen? Ich möchte an der Spitze der Bewegung sein so lange wie ich dieses Tempo halten kann und momentan traue ich mir dieses Tempo noch zu.

Schön ist natürlich, dass weitere Mitglieder von Metropolsolar in den Rat gewählt wurden. Kai Hock und Felix Schäfer von den Bürgerwerken . Auf dem Bild erzählen sie gerade wie der Strom von den von Genossenschaften betriebenen Kraftwerken zum Stromverbraucher kommen.

BBEn konvent publikum
Fotos Copyright: Bündnis Bürgerenergie

Natürlich stell ich dann auch gleich das offizielle “Ratsbild” vom Sonnenflüsterer vor.
Rat BBEn 2014
Es gibt noch viel zu tun. Dass Erneuerbare Energien die Zukunft sind ist klar, ob die Kraftwerke in Bürgerhand betrieben werden steht noch in den Sternen. Lasst uns für die Bürger werben und die Konzerne außen vor!

Also los geht’s.

Deutscher Solarpreis der Zweite!

Herzlichen Dank an Eurosolar und ebenfalls mein allerherzlichstes Dankeschön an alle anderen Energieblogger! Wir haben es gemeinsam geschafft als unabhängige Energieblogger in der Kategorie Medien den Deutschen Solarpreis 2014 überreicht zu bekommen. Wir haben ja mit 19 Blogs die “lockere Gemeinschaft” gegründet und waren überrascht wie schnell wir inzwischen auf über 50 Energieblogs anwuchsen. Dass uns Eurosolar aber den Deutschen Solarpreis in der Kategorie Medien in diesem Jahr verleihen würde, damit hatten wir nicht gerechnet.
Ich schon gar nicht! Schließlich durfte ich erst im letzten Jahr in der Kategorie “Sonderpreis für persönliches Engagement” meinen eigenen Deutschen Solarpreis entgegennehmen. Als “Verfechter einer regionalen Energiewende in Bürgerhand” für die ich lange, lange Zeit schon aktiv bin.

Dass wir, die Energieblogger, jetzt schon nach “nur” 3.156 Artikeln (davon 223 oder ca. 7% von mir!) den Preis erhalten, schreibe ich (Mister 7%! ;-) ) der jungen, wilden Truppe zu. Schließlich sind wir anders! Anders wie die großen Medien. Wir haben keine Rücksicht zu nehmen auf Abonnenten, auf Geschäftsführer, auf Kunden oder Lieferanten. Auch der Politik schreiben wir unsere Gedanken ungefiltert auf. Wir sind wie Erneuerbare Energien lokal, dezentral und erneuerbar, aber wir sind nicht aufzuhalten. Um es mit Franz Alt zu schreiben die Sonne schreibt keine Rechnung die Energieblogger auch nicht!

Ich glaube auch unsere Unbekümmertheit hat uns viel zu diesem Preis verholfen. Wir sind nie erstarrt vor der Aufgabe die vor uns steht und vor den Widersachern die wir noch in die Insolvenz schicken müssen…

Damit allen klar wird in welche Fußstapfen wir treten hier die Auflistung aller 18 Solarpreisträger in der Kategorie Medien seit 1994:

1994 Franz Alt
1996 Sophia und Stefan Behling
1997 Anne Kreutzmann, Photon
1998 Fechner Media GmbH
1999 Volker Angres, ZDF Redaktion Umwelt    
2000 Michael Franken       
2001 Solarthemen  
2002 Rolf Schlenker, Jens Dücker und Dietrich Krauß (SWR)  
2003 Rolf Hug, Solarserver           
2004 Bigi Alt         
2005 Stadt Oederan          
2006 B.A.U.M. Consult GmbH   
2007 Martin Unfried und Zeitschrift für Neues Energierecht
2009 Wir-Klimaretter.de   
2010 Bernward Janzing    
2011 Agentur für Erneuerbare Energien  
2013 TU Darmstadt Architektur   

Nochmals vielen, vielen Dank an meine Mitbloggerinnen und Mitblogger ihr seid wunderbar und wir haben gemeinsam etwas erreicht was FAZ und die BILD nie erreichen können. Wir räumen am Samstag den “Deutschen Solarpreis in der Kategorie Medien” in Witten ab und danach geb ich allen Bloggern einen aus. Prost!

Damit meine Leser sich einen Überblick über die unterschiedlichsten Berichte unserer Community machen können hier die Linkliste aller bisher erschienen Beiträge:

Andreas Raetsch, Energieblog Niedersachsen “Die Energieblogger erhalten deutschen Solarpreis 2014!
Jörg Heidjann, Stromauskunft “Deutscher Solarpreis 2014 – Energieblogger erhalten Auszeichnung
Andreas Raetsch 2, Energieblog Niedersachsen “Deutscher Solarpeis: zum zweiten mal Sonnenflüsterer Renz dabei!
EnergiezukunftEnergieblogger erhalten Deutschen Solarpreis 2014
Björn-Lars Kuhn, Proteus Solution “Deutscher Solarpreis 2014 geht an die Energieblogger
Cornelia Daniel-Gruber, ecoquent, “Und der Deutsche Solarpreis geht an: DIE ENERGIEBLOGGER

Freibrief

Guude Mosche! (Für nicht Südhessen “Guten Morgen”)

Ich bin aus dem Urlaub zurück und möchte als erstes von einer Veranstaltung am Wochenende berichten. Nein heute geht es noch nicht um den Konvent vom Bündnis für Bürgerenergie sondern um “eine dreigedrehte Dorfgeschichte” dem “Deppenkaiser” dem ich in Darmstadt beiwohnen durfte. Endlich war es so weit wir hatten Karten für in die Comedy Hall zum Kikeriki Theater und deren legenderem Puppentheaterstück “Deppenkaiser”. Ich durfte selbst erleben was es mit diesem “Deppenkaiser” auf sich hat.

Es ist nicht einfach Karten vom Kikeriki Abendprogramm zu ergattern. Momentan sind die nächsten 59 Veranstaltungen ausverkauft! Wenn ihr dann noch einen besonderen Wunsch habt kann es noch länger dauern bis es überhaupt mal Sinn macht anzurufen. Karten für die nächste Samstagsvorstellungen wären momentan z.B. am 2.5.2015 zu haben. Sollten dann noch besondere Sitzplatzwünsche vorhanden sein, dann sag ich “Guuds Nächtle dess wert in näxschde Zeit nix”. Eines der Erfolgsrezepte des Kikeriki Theaters (4.900 ausverkaufte Vorstellungen!) ist ihre Südhessische Mundart! Das kommt mir natürlich sehr entgegen…

Wer das Erfolgsgeheimnis vom Kikeriki Theater kennen lernen möchte sollte sich deren zehn Thesen anschauen. Die sind nicht nur am Bühneneingang genagelt sondern die Jungs und Mädels “leben diese Thesen” auch!

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Natürlich bin ich auch stolz wie Bolle, dass ich jetzt auch noch Besitzer des Freibriefs von “Freiherr Franz von Zossenhain” bin wobei ich ehrlich sagen muß, meine Lieblingsfigur war natürlich der “Häbärrt”(Herbert der Äbbelwoi Händler) mit seinen unnachahmlichen derben Kommentaren…

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Natürlich ist der nächste Besuch schon besprochen. Aber wie geschrieben der Kampf um Karten ist ein schwerer…

Noch was zu meinem Urlaub. Ich war zwar auf Gran Canaria aber ich habe nichts mit den Demonstrationen gegen die Erdölförderung zu tun.Wobei ich das Ansinnen der Insulaner natürlich Voll und Ganz unterstütze. Auch in Spanien will die Landesregierung anscheinend die Bürger vor Ort nicht in die Entscheidungen einbeziehen. (dass kenn ich doch?)

Ich lag nur am Strand und am Pool. Mehrmals wurde ich auch in Restaurants und natürlich in den lokalen Fischrestaurants der Fischergenossenschaften (Cofradia de Pescadores) gesehen. Wer leckeren und frischen Fisch essen möchte sollte sich in jedem spanischen Hafen nach diesen Restaurants umsehen. Immer eine Empfehlung!
Ich schließe mich der Topbewertung von Uschi im Holidaycheck an. Bei uns gabs leckere Muscheln als Tapa und ne ordentliche Fischportion (850 Gramm!) der Sorte “Sama” (Rotbrasse) als Hauptspeise. Bilder gefällig?
“Tapa” Muscheln

Tapa Muscheln auf Gran Canaria

Hauptspeise “Sama” Rotbrasse

Kanarische Rotbrasse "Sama"

Guude Abbedid!

Der Ball liegt bei der Politik!

Ich geh jetzt mal in Urlaub! Die Arbeit ist getan! Die Photovoltaik ist die kostengünstigste Erneuerbare Energie. Da ich jetzt circa zwei Wochen weg bin hab ich mich entschlossen “meine Abgeordneten” vom Kreistag über den Hessischen Landtag bis zum Bundestag den Staffelstab zu übergeben. In einem offenen Brief fordere ich sie auf sich für die Solarenergie zu engagieren.

Handlungsbedarf haben wir bei den Megawattanlagen und den Steckdosenmodulen. Letztere könnte sich jeder Abgeordnete als Zeichen pro Erneuerbare Energien an sein Haus hängen…

Oder was meint ihr? Hier der Text meines offenen Briefes:

Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende im Bundestag, im Hessischen Landesparlament und im Kreistag Bergstraße,

ich bitte um Weiterleitung dieses offenen Briefes an alle Mitglieder Ihrer Fraktion. Mein Name ist Erhard Renz, einige der Abgeordneten kennen mich persönlich aus meinen Aktivitäten der letzten 15 Jahre.

Ich gehöre zu den 56.000 Menschen die Ihren Arbeitsplatz in der Solarbranche verloren haben. Da ich nur 6 Jahre in der Solarbranche aber davor bereits 37 Jahre in der Automobilbranche gearbeitet habe, kann ich mir eine Frühpension leisten.

Jetzt werde ich erst einmal in Urlaub fahren, denn ich habe mit meinen Freunden aus der Solarbranche unseren Teil der Arbeit erledigt.

Photovoltaik ist inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie
Der Ball liegt jetzt bei Ihnen, den politischen Vertretern!

Im August und September haben wir erstmals, dank des EEG, Solarkraftwerke gebaut mit niedrigeren Kosten wie sie derzeit für die Windenergie gezahlt werden. Die Vergütung (Kosten) wurden von ehemals gut 57 Cent auf 8,79 Cent je kWh (für Anlagen bis 500 kWp) verringert. Kostenreduzierung auf ein Sechstel der ehemaligen Kosten!

Leider wird dieser Preis nur für mittlere Kraftwerke vergütet. Große Photovoltaikkraftwerke (über 10 MW), wie sie derzeit weltweit gebaut werden, sind in der Deutschen Förderung nicht mehr enthalten. Warum nicht? Darauf hätte ich gerne von Ihnen eine Antwort.

Wenn Sie die Kosten der Erneuerbaren Energien bemängeln, dann müssen Sie auch Photovoltaik Großkraftwerke in der Förderung berücksichtigen.

Die Diskussionen um das EEG 2014 gingen immer um die Kosten. Wenn aber die Photovoltaik inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie ist darf man den Ausbau der PV nicht durch unsinnige Gesetze stoppen.

Wenn Sie jetzt sagen dies wäre nur für die Großinvestoren interessant und vom Bürger bezahlt, dann verweise ich auf die inzwischen technisch einwandfreien Steckdosenmodule. Mit einem Solarmodul inclusive Wechselrichter kann inzwischen jeder Bürger Strom selbst produzieren. Die Module können an den Balkon, im Garten, an der Wand oder auf das Dach selbst auf der Nordseite installiert werden. Kostenpunkt für dieses System ca. 600 Euro. Alle Normen und Sicherheitsvorgaben werden natürlich inzwischen eingehalten. Wer in solch ein Steckdosenmodul investiert belastet die EEG Umlage nicht.
Also woran scheitert es, diese Technik zu fördern?
Sie unterstützen Hartz IV Empfänger mit einer Prämie von 150 Euro für die Anschaffung eines Energiesparenden Kühlschrankes. Warum stellen sie diesen Betrag nicht für den Kauf eines Steckdosenmoduls zur Verfügung? Oder um es noch zukunftsfähiger zu machen geben sie weitere 150 Euro für den Kauf eines kleinen Stromspeichers dazu.

Sie sehen wir die Macher in der Solarbranche haben alles technisch Notwendige getan um eine kostengünstige „Energiewende“ zu schaffen. Wir haben die Technik, jetzt sind Sie als politische Abgeordnete gefragt. Handeln Sie!

Geben Sie auch für Megawatt Photovoltaik Anlagen eine Minimal Vergütung und überlassen Sie den Menschen vor Ort wo diese Anlagen entstehen sollen. Geben Sie dem Bürger ebenfalls eine Unterstützung beim Kauf eines einzelnen Moduls welches er an die Steckdose anschließen kann und hören Sie auf die Photovoltaik auszubremsen. Am besten Sie kaufen selbst als Vorbild ein Steckdosenmodul als Zeichen, dass Sie ein Unterstützer der Energiewende sind.

Der Ruf der Solarbranche ist ramponiert durch Halbwahrheiten in den Medien und negativer Polemik. Die Branche benötigt eine Kampagne die der Solarenergie ihren alten Zauber wieder gibt. Ohne Unterstützung sind weitere Arbeitsplätze und der Anschluss an die Weltspitze der Solarbranche in Gefahr.

Sie machen ansonsten die Erfolgsgeschichte „Deutsche Energiewende“ lächerlich. Die Welt schaut auf Deutschland ob das hoch technologisierte Land den Atomausstieg schafft.

Deutschland hat der Welt die Photovoltaik geschenkt.
Wir sollten dieses Geschenk aber auch selbst nutzen!

Nach meinem Urlaub werde ich mich erneut bei Ihnen melden.

Ich bitte die Fraktionsvorsitzenden mir eine Rückmeldung zu geben ob Sie den offenen Brief an die Abgeordneten weitergegeben haben.

Natürlich werde ich den offenen Brief über meine Kanäle entsprechend verteilen

Mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz
Gutenbergstraße 8
68642 Bürstadt

www.sonnenfluesterer.de

mehr als 200 Vorträge zum Thema Erneuerbare Energien
2013 Deutscher Solarpreis für persönliches Engagement von Eurosolar
2013 Gründungsmitglied der Energieblogger
2012 Gründungsmitglied des Deutschen Solarbetreiber Clubs e.V.
2012 Repowering der eigenen PV Anlage und Installation eines Stromspeichers
2011 Solarbotschafter bei „Woche der Sonne“
2010 Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg e.V.
2009 Initiator Photovoltaikanlage an Lärmschutzwand
2006 Gründungsmitglied von Metropolsolar Rhein Neckar e.V.
2006 Verlierer der Solarwette gegen Landrat des Kreis Bergstraße
2005 Meine Heimatstadt wird Meister der Solarbundesliga
2005 Initiator der Weltgrößten Photovoltaikanlage 5 MW und 23 Mio. Euro Investition.
2005 Gründer der Solar Bürger eG (Energiegenossenschaft)
2005 Landesehrenbrief (Hessen)
2004 Umweltpreis der Stadt Bürstadt
2001 Bau der ersten PV Anlage

Meinung des Tages!

Nachdem am Montag im Blog Energiezukunft meine Meinung der Woche veröffentlicht wurde, möchte ich heute meine Tagesmeinung nachschieben. Als Blogger bin ich nun mal ein Schnellschreiber und kein Redakteur oder sogar Wissenschaftler der sich lange mit einem Thema beschäftigt. Wenn mir was durch den Kopf geht dann muss es raus! Aber bei dem Thema “Ist eine RWE Aktie Bürgerenergie” da schwirren auch Tage danach noch Ideen durch meine Birne die ich heute nachschieben möchte.

Vor allem der Abschnitt “Effizienz durch Bürgerenergie” möchte ich ergänzen/präzisieren. Durch das miserable EEG 2014 gehen momentan den Energiegenossenschaften die Projekte aus. Die Energiegenossenschaften brauchen aber ein Wachstum denn die wenigsten sind schon mit so vielen Projekten gesegnet, dass ein Wirtschafltiches Überleben für die nächsten Jahre gewährleistet ist. Ich befürchte, dass beim “ersten Sturm” einige Genossenschaften in Insolvenz gehen. Deshalb müssen Projekte her die den Genossenschaften eine breite Basis an Projekten gibt. Ich weiß nicht in wie vielen Vorträgen ich von der wichtigen Effizienz gehört habe die angeblich für den Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien notwendig ist. Nur getan hat sich wenig, viel zu wenig und ein sexy Konzept ist mir auch nicht bekannt.
Warum also machen wir es mit unseren Energiegenossenschaften nicht selbst?
Wir kaufen Grundstücke in unseren Kommunen auf und peppen die Grundstücke mit Häusern, nach dem neuesten Energiesparstandard, auf? Finanziert über die Energiegenossenschaft, geplant von unseren lokalen Architekten, gebaut von unseren lokalen Handwerken bewohnt von Mietern denen ein Haus mit wenigen Nebenkosten etwas Wert ist.

Ich erlebe in unseren Kommunen immer wieder, dass Häuser von älteren Menschen bewohnt werden die sich aufgrund ihres Alters kaum noch um ihre Immobilie kümmern können. Das Haus wird abgewohnt! Die Kinder sind weltweit unterwegs und wohnen nicht nah bei den Eltern sondern in der Nähe des Arbeitsplatzes. Wenn dann die Eltern sterben wird der Verkaufspreis des Grundstückes inclusive Haus oft zu hoch angesetzt. Die Folge, das Grundstück wird nicht verkauft und vergammelt noch mehr. Erst wenn die Vergammelung so weit fortgeschritten ist und die Kinder entnervt aufgeben wird verkauft und der Käufer kümmert sich wieder um eine Instandsetzung des Hauses. Ob dann ein Energie-Spar-Haus oder sogar ein Energie Plus Haus gebaut wird steht in den Sternen. Die Nachbarn dieses Grundstückes müssen Jahre lang den Siechtum der Immobilie ertragen. Dadurch dass in diesem Haus weder Strom verbraucht, noch Wasser genutzt, noch Internet genutzt wird, beteiligt sich dieses “Grundstück” nicht an den “Gemeinkosten” die in solch einer “Gemeinde” anfallen.

Wenn wir uns mit unseren Energiegenossenschaften um solche Grundstücke kümmern erhalten wir die kommunale Infrastruktur und schaffen einen Anschub in Richtung Energieeffizienz. Die Grundstücke müssen allerdings immer im Eigentum der Genossenschaft bleiben. Nur der Grundbesitz sichert langfristig das überleben der Gemeinschaft.

Es ist natürlich auch denkbar, dass die Genossenschaft nur das Grundstück ankauft und einem Bauwilligen unter der Voraussetzung ein Energie Effizientes Haus zu bauen, langfristig verpachtet.

Ich glaube wir wären in der Lage für alle Genossen der Genossenschaft, Architekten, Handwerken und Bewohner der Immobilie eine finanziell attraktive Perspektive zu bieten. Sicherlich ist auch diese “Tagesmeinung” noch nicht zu Ende gedacht aber ich finde zwei Tage bevor ich mich in Urlaub abmelde ist es eine gute Diskussionsbasis oder was meint ihr?

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer

Wie oft hab ich schon gehört Erneuerbare Energien wären teuer!
Nach 37 Jahren Daimler Benz im Rechnungswesen, weiss ich es kommt immer drauf an wie die Rechnung aufgemacht wird. Was rechnen wir in die “Kosten” ein? Bei Atomkraftwerken die Lagerkosten von zig Generationen? Bei Kohlekraftwerken die Atemwegserkrankungen von Kindern? Wie bewerten wir das Husten der Kinder in Euro?

Hier in dieser Sammlung werde ich die Artikel erwähnen und sammeln, die den Spruch oder dem Sinn nach von “Erneuerbare Energien sind teuer” schreiben. Als legendäre Aussage des Ex-Vorstandsvorsitzenden der RWE möchte ich Jürgen Großmann mit seinem Ananas Spruch anführen…

Ganz aktuell (9/2014) kommt Robin Grimes (Nuklearphysiker!) zu der Erkenntnis “Es sei aber “nicht wahr”, dass Nuklearenergie teurer als etwa erneuerbare Energien sei – die echte Konkurrenz seien lediglich billige, aber umweltschädliche Stoffe wie Kohle, sagt Grimes.” Eine Begründung hat die Lusche anscheinend nicht aber Hauptsache mal einen dummen Spruch losgelassen.

Auch an den Unsinn eines Professors mit dem ungerechtfertigten Namen Sinn möchte ich erinnern (3/2012) der mit seiner Einschätzung “…der Markt für die Erneuerbaren auf absehbare Zeit von öffentlichen Subventionen lebt und nicht vom ureigenen Interesse der Nachfrager getrieben ist.” lag er ordentlich daneben. Inzwischen werden Erneuerbare Energien auch ohne Förderung genutzt. Aber trotzderm wird dieser Unsinn immer noch als Experte gehandelt.

Ich bin mir sicher, dass es noch munter weitergeht mit dem Spruch Erneuerbare Energien sind teuer und ich werde noch öfter meine Sammlung erweitern drüfen. Wer einen Artikel mit diesem Unsinn findet bitte melden…

Pecha Kucha beim 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße

So hab ich mir es vor einem Jahr gewünscht. Wir waren ca. 35 Personen die sich am Freitag Abend in Heppenheim trafen. Dort gab es von Wolfgang Müller allumfassende Infos zu seinem Balkonmodul mit Stromspeicher. Vor seinem Vortrag gab es eine Vorstellungsrunde und von mir den 6 Minuten 40 Sekunden dauernden Pecha Kucha Vortrag. Ich werde diese Art des Vortrags auf den Bergsträßer Energie Gesprächen beibehalten. Auch wenn 20 Sekunden je Folie für mich manchmal kaum ausreichen und 20 Folien in dieser Zeit auch die Zuhörer überfordern. Aber ich möchte ja nur Appetit wecken was alles möglich ist um selbst bei der Energiewende etwas zu tun. Schaut euch selbst die Präsentation an und wenn etwas unverständlich ist einfach kommentieren. Ich halte das schon aus! ;-)

Doch der Appetithappen soll natürlich den Vortrag von Wolfgang nicht in den Schatten stellen. Mich hat das Steckdosenmodul überzeugt. Es war ein Klasse Energie Gespräch nochmals Dank an Wolfgang Müller er hat alles gehalten was versprochen war. Ich bin bereit damit eine Kampagne loszutreten. Allerdings muß ich noch die Füße still halten. Denn vom 5.10.-15.10. bin ich im Urlaub der Sonne etwas näher. Aber danach geht es weiter mit dem wenden der Energie. Das Ziel steht immer noch.

100% Erneuerbare Energien in Bürgerhand!

Photovoltaikanlagen seit 2006 um 15% billiger

ralosHistory 21.10.2008 (erste Veröffentlichung)

Immer gegen Ende eines Jahres wird uns die Frage gestellt ob die Preise im nächsten Jahr sich reduzieren werden. Jetzt fehlt uns natürlich jede Begabung in die Zukunft zu schauen. Deshalb sind Prognosen für das nächste Jahr immer schwierig. Sicherlich werden die weltweiten Entwicklungen auf den größeren Märkten wie Spanien, Italien und China eine große Rolle spielen. Wenn die Modulfirmen dort ihre Produkte zu guten Preisen absetzen können werden die Preise in Deutschland nicht so stark sinken. Aber wie gesagt alles Kaffeesatzleserei…

Was wir allerdings können sind die Preis Entwicklungen der letzten Jahre zu verfolgen.

2008 12 13

Der Bundesverband Solarwirtschaft ermittelt regelmäßig die durchschnittlichen Verkaufspreise und veröffentlicht diese auf seiner Homepage. Wie aus dieser Grafik abzulesen ist haben sich die Preise um mehr als 15% reduziert obwohl sich die Einspeisevergütungen im selben Zeitraum “nur” um zehn Prozent reduziert haben. An dieser Erhebung kann man ableiten, dass die Branche sicherlich auch 2009 in der Lage sein wird die Kosten entsprechend zu senken um weiterhin dem Kunden eine attraktive Verzinsung anbieten zu können.

Bei dieser Statistik wird allerdings ein breites Spektrum betrachtet. Da Anlagen bis zu 100 kWp in die Statistik einfließen reden wir um eine Investition von ca. 400.000 Euro. Dass bei dieser Größenordnung ein geringerer kWp Preis gezahlt wird als bei einer 5 kWp Anlage dürfte jedem klar sein. Die Grundbotschaft stimmt allerdings 15% Preisreduktion in zwei Jahren. Das sollen uns die fossilen und atomaren Energien erst mal nachmachen…

Was können andere und wir nicht?

ralosHistory 12.12.2008 (erste Veröffentlichung)

Es ist unglaublich, wie wenig man der Solar Branche zutraut.

Der Ölmarkt wuchs zwischen 1862 und 1991 jährlich um 25%…
Die Atomkraft wuchs zwischen 1957 und 1977 jährlich um 36%…
Der Mobilfunk wuchs zwischen 1986 und 2000 jährlich um 48%…

Wenn die das konnten dann kann das die Solar Branche auch!
Wir sind es dem Klimawandel einfach schuldig.

Die Photovoltaik hat 2007 bereits drei Terawatt Stunden Strom in Deutschland eingespeist. Wenn wir “nur23 Jahre lang 25% Prozent Wachstum hätten, würden wir mehr Strom mit Photovoltaik produzieren wie derzeit in Deutschland verbraucht wird.

Ich weiß, dass geht nicht.
Wo sollen denn die ganzen Module hin? Wer soll das bezahlen? Wo soll das Silizium herkommen? Fragen über Fragen.
Aber beim Öl, den Atomkraftwerken und dem Mobilfunk hat es doch auch funktioniert?

Übrigens wird von der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) genau die Steigerungsrate von 25% vorhergesagt? Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) nimmt an, dass sich der Solarstrom bis 2040 in jeder Dekade verzehnfacht. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 30%.

Betrachten wir nicht nur die Photovoltaik sondern alle Erneuerbare Energien dann stellen wir eine Steigerung von 2005 auf 2006 von 14% fest. Auf 2007 bereits um 21% wenn wir diese 21% weiterdenken wären wir bereits 2017 bei einer 100%igen Vollversorgung mit erneuerbaren Energien beim Strom. Ohne eine kWh einsparen zu müssen.

Wir reden aber über Stromlücken? Bau von neuen Kohlekraftwerken. Gratis-Verschmutzungsrechten. Ausnahmen für die großen “Energie-Fresser”. Milliarden für Banken. Milliarden für die Automobilindustrie.

Ich wiederhole mich aber wir müssen es wollen und uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Einen kleinen Wink möchte ich mal geben schaut mal die Karikatur des SFV in seinem neuesten Solarbrief an. Der Weihnachtsmerkel müsste aus seinem Sack die richtigen bescheren…
…und hört auf uns kleinzureden. Wir sind eine Macht – wir würden auch Opel kaufen…