Kleinkredite werden zurückgezahlt oder auch nicht!

Bisher habe ich ja immer von der Vergabe von Kleinkrediten geschrieben. Jetzt nach gut 5 Monaten möchte ich mal auf den Stand der damaligen Kredite von den Klimalotsen schauen. Dazu rufe ich bei KIVA das Portfolio der Klimalotsen auf und erhalte eine Übersichtskarte.

Auf der Übersicht ist zu erkennen, es gibt Projekte die teilweise schon zu 57 Prozent zurückgezahlt sind. Wobei natürlich die Laufzeit der Projekte eine große Rolle spielen.

Bei den vier Projekten die von den Klimalotsen zu Beginn vergeben wurden sieht es aktuell folgendermaßen aus:

Philip (Rwanda), Davit (Armenia) und Nedeo (Mexiko) haben alle drei pünktlich ihre Raten gezahlt und liegen voll im Tilgungsplan. Beim Projekt aus Bolivien dagegen steht als Hinweis „paying back delinquent“. Durch einen Klick auf das Projekt und einer erneuten Auswahl auf „Repayment schedule“ erfahren wir folgenden aktuellen Stand:

Es wurden drei Zahlung vorgenommen allerdings alle nicht in der vorgesehenen Höhe und die März Rate wurde komplett nicht gezahlt. Es bleibt zu hoffen, das die junge Dame in den nächsten Monaten in der Lage ist das ausgeliehene Geld (in Summe 4.950 Dollar) wieder zurück zu zahlen. Bisher hat sie nur 6 % davon gezahlt…

Wir haben diesem Projekt „nur“ 25 Dollar verliehen. Deshalb wäre unser Verlust nicht all zu groß. Bei den ersten Darlehen haben wir teilweise noch 100 Dollar verliehen. Bei diesen Projekten läuft die Rückzahlung aber bisher reibungslos. Eine weitere statistische Darstellung kann von der Portfolio Seite aus aufgerufen werden. Es handelt sich um „My Loans“ (links drittes Auswahlfeld) dort wird der aktuelle Stand aller Darlehen im Detail aufgelistet.

Hier erkennen wir, das 1,60 Dollar zurückgezahlt wurden und wir 25 Dollar gegeben hatten…

Alles Jammern nützt nichts wir müssen abwarten ob wir das restliche Geld zurück bekommen. Die Rückzahlung war auf 63 Monate geplant und die Hoffnung stirbt zuletzt.

Damit haben die Klimalotsen gleich bei ihrer ersten Kreditvergabe ein Projekt dabei welches uns schlaflose Nächte bereiten würde, wenn wir alleine dieses Projekt finanziert hätten. Bei 25 Dollar ist der Verlust aber überschaubar…

Ich hoffe doch, dass Juana aus Nicaragua meine 25 Dollar von heute pünktlich zurückzahlt. Sie kauft mit 425 Dollar ein 50 Watt Solarsystem und möchte die Beleuchtung durch Kerzen ersetzen. Sie hat 9 Kinder und benötigt noch ein paar Menschen die bereit sind ihr für 26 Monate Geld auszuleihen.

Unser Vorsitzender der Energieblogger Kilian Rüfer hat im Blog energiezukunft seine Meinung der Woche veröffentlicht. Er meint die schnelle Energiewende ist nicht wählbar. Sicher hat er Recht wenn er das behauptet. Die derzeitigen politischen Bedingungen sind zu verfahren um schnell die Energiewende zu gestalten. Andererseits was heisst schon schnell und was heisst Energiewende. Kilian da müssen wir noch einmal drüber reden. Aber vorher muss ich meine Hausaufgaben machen. Ich hab Kilian versprochen mal was zu arbeiten… Selbst im Alter kann ich nicht nein sagen. Kilian ich gebe mir Mühe!

 

Lügen denn eigentlich alle?

Taugen diese Umfragen eigentlich etwas? Der Solarenergie Förderverein hat eine Umfrage erstellen lassen und 70% der Bevölkerung wünschten höchsten Vorrang für die Energiewende! Zumindest veröffentlicht es der Solarenergie Förderverein so auf seiner Webseite. Siebzig Prozent ist eine ganze Menge. Wenn ich bedenke, dass die Saarländische CDU mit 40 % Wählerstimmen höchst zufrieden ist und sich als Wahlsieger feiern lässt.

Die Spitzenkandidatin der Saarländischen CDU wirbt mit „Solidarität mit unseren Diesel Jobs“ und wird gewählt. Glauben die wirklich, dass ein Autokonzern der mit betrügerischer Software eine Umweltfreundlichkeit vorgaukelt, die Zukunft sein kann? Dass Kunden sich diese Betrügerein ewig gefallen lassen? Das wir immer so weiter machen können? Anscheinend ja. Ansonsten müssten wir uns hier in Deutschland ja verändern. Da ich heute gut gelaunt bin schreibe ich mal die lügen nicht, sondern sie sind nur auf beiden Augen blind. Vermutlich wird es ihnen auch noch reichen. Den Wohlstand den wir hier in Deutschland werden sie für sich noch retten können. Ob dies langfristig aber erhalten werden kann, da habe ich meine Zweifel mit solchen Strategien.

Die Zukunft liegt bei den Erneuerbaren Energien, egal was die Umfragen sagen. Sie sind einfach kostengünstiger und vor allem überall vorhanden. Das hält auch keine Saarländische CDU Wahlsiegerin auf die sich um Arbeitsplätze sorgt. Während die Arbeitsplätze von der CDU im Saarland krampfhaft in der Diesel Automobilindustrie erhalten werden sollen entstehen sie mit klimafreundlicher Technik in anderen Ländern.

So zum Beispiel in Kenia. In Nicaragua, Zambia oder den Philippinen werden zwar keine neuen Arbeitsplätze geschaffen aber die Investitionen in Erneuerbare Energien gehen ihren Weg. Ohne dass eine hausbackene Politikerin sich Sorgen um die alte Industrieen macht… In diese vier Projekte habe ich am Wochenende „investiert“. Natürlich keine großen Geldsummen aber ich schenke den Menschen Vertrauen, dass sie ihrer Verantwortung gerecht werden. Hier in Deutschland werden weder die Wähler, die 70% der Umfrageteilnehmer noch die Politiker der CDU ihrer Verantwortung gerecht. Hier in Deutschland wird gerade viel verspielt…

Dass die so hochgelobten Klimaziele dabei verfehlt werden ist der CDU egal. Die Klimakanzlerin möchte erst nach der Wahl über dieses Thema reden. Dann wenn die 70 % sie wieder gewählt haben. Dass wir die Klimaziele verfehlen damit beschäftigt sich der Stromauskunftsblog in seinem Artikel „Goodbye Klimaziele„.

Kröten und Frösche schlagen Kleinkredit!

Zumindest beim Pressebericht vom Bergsträsser Anzeiger lag der Focus der Berichterstattung bei den Kröten und Fröschen. Dass wir auch Kröten vergeben haben, wurde leider von der Reporterin nicht registriert. Ehrlich gesagt habe ich niemanden von der Presse gesehen.

Aber beim Frühlingsfest des Naturschutzzentrums Bergstraße gab es wie immer sehr viel Aktion für Kinder und Erwachsene. Da ist klar nur wenige kommen in den Genuss einer Presse Erwähnung. Aber was jammere ich, schließlich kann ich hier im Blog alles nachholen. Alles ist jetzt leicht übertrieben, denn ich war vier Stunden vor Ort und habe viele Gespräche zum Thema KIVA Kleinkredite der Klimalotsen geführt. Kredite haben wir natürlich auch wieder vergeben. Dass es lediglich bei vier Krediten blieb lag an der schlechten Internetverbindung.

Froh war ich allerdings, dass sich Adil Oyan die Zeit nahm einen Kredit nach Mexiko zu vergeben. Er ist Grüner Finanzdezernent in Bensheim und hat mit dem Kredit an Maria Irinea bewiesen, dass er auf nachhaltige Entwicklung Wert legt. Wie auf dem Bild zu erkennen ist haben ihn einige Vorschläge von mir, nicht sofort überzeugt. Ich sage mal, der Austausch der Argumente war intensiv. 😉


Die weiteren Kredite wurden von Moritz Müller, Sebastian Seidler und einer Besucherin vergeben. Leider bin ich mir nicht mehr sicher wer welches Darlehen vergeben hat…

Moritz Müller ist der Grüne Direktkandidat der Grünen im Kreis Bergstraße für die Bundestagswahl im Herbst diesen Jahres. Sebastian Seidler hatte eine Vorliebe für einen Kredit in Südafrika aber diesen Wunsch konnte ich am Sonntag leider nicht erfüllen. Bei 2.500 Projekten war keines aus Südafrika dabei. Mal sehen ob ich ihm in nächster Zeit eines empfehlen kann. Er ist der Geschäftsführer vom Naturschutzzentrum Bergstraße und mir war es wichtig, dass er selbst sieht was da mit dem Geld vom Naturschutzzentrum passiert.

Natürlich habe ich gestern und heute ebenfalls Geld verliehen. Gestern war es Juliet von den Philippinen und heute bekam Rosa aus Nicaragua von mir einen kleinen Zuschuss für ihre Solarprojekte.

Mir war nicht klar, dass die neue Energieblogger Seite noch in der „Betaphase“ ist!!! Ich verbreite ja schon länger meine Artikel über die Betaseite…
Erfahren habe ich dies durch einen Artikel von Annika Linke die im SMA Blog schreibt. Ebenfalls neu war mir die Info, dass 3.500 bei den Energiebloggern zugreifen.
Der Sonnenflüsterer lernt halt immer noch Tag für Tag dazu.

Wir betreiben Atomkraftwerke aber Balkonmodule können wir nicht

Gestern habe ich noch davon geschrieben, dass wir in Bensheim einen Netzbetreiber hatten der Balkonmodule ohne „Genehmigung“ und sonstigem Trara akzeptierte. Dies tat er allerdings nicht lange, dann begannen die bürokratischen Anforderungen bei denen ich es Leid bin, sie aufzuzählen. Jedenfalls ist der Balkonmodulmarkt im Bensheimer Stromnetz tot.

Bei Westnetz zeichnet sich das gleiche Spiel ab. Greenpeace meldete vor einigen Tagen die Akzeptanz von Westnetz den Balkonmodulen gegenüber. Die Kehrtwende ließ nicht lange auf sich warten. Westnetz untersagt

Ich lach mich kaputt.
Zum x-ten Mal, den Netzbetreiber geht es einen Sch..ßdreck an was ich in meiner Wohnung in die Steckdose stecke!
Ich stecke in meine Steckdose was ich will und ich verantworte es selbst!
IST DAS JETZT KLAR?
Wenn der „Netzbetreiber“ meint ich täte etwas Illegales dann soll er es beweisen!
Da er es nicht beweisen kann, hat er verloren.
Oder will er mit Polizeigewalt in meiner Wohnung eindringen?

Deswegen am besten Plug-In Modul kaufen und installieren. Niemandem sagen dass der Schukostecker in der Steckdose steckt, sondern immer den Hinweis warum sie ein Solarmodul am Balkon hängen haben. Es ist einfach wunderschön ein Modul am Balkon zu haben. Sozusagen Fake-Kraftwerke. Aber in die Steckdose stecken sie den Stecker nicht. Nein, das machen sie nicht.

Niemand hat die Absicht den Schukostecker vom Plug-In, in die Steckdose zu stecken.

Nein wir hängen Solarmodule nur als Mitglieder des Vereins „Unser Dorf soll schöner werden“ an den Balkon.

Während wir allein mit der Schönheit unserer Solarmodule die Energiewende einleiten, sollte es der Bundesregierung, den Netzbetreibern, der Bundesnetzagentur, dem Technologieverband VDE gelingen ein Papier zu beschmieren auf dem steht. Es geht wenn man will. Wenn jemand seinen Verstand einschaltet, kann er ein Plug-In Modul kaufen und es fest montieren und den Schukostecker in die Schukosteckdose stecken. Einfach so und die Erde wird sich weiter drehen.

So einfach wie jeder sich ein Fahrrad kaufen kann und sich draufsetzt und losfährt. Wenn er allerdings den Spargelacker quer fährt, dürfte er auf die Schnauze fallen. Dann ist er vermutlich nicht versichert. Sicher bin ich mir bei dieser Aussage nicht… aber was ist schon sicher?

Ich habe ein Stinkwut über dieses ganze bürokratische Gerede und alle reden ihre Sonntagsreden weiter… Heute sagt Frau Hendricks auf einer dieser Kaffee und Klatsch Veranstaltungen „Bezahlbarer Strom ist Teil der öfft. Daseinsvorsorge„… gut geblubbert aber nix passiert. Es ist einfach schrecklich was momentan in Deutschland für eine Energiepolitik gemacht wird.

Es soll mir keiner sagen ich wäre so schlecht gelaunt, weil das „Geld fasten„, mich nervt. Nein, dies tut es nicht! Jedes dieser 21 Projekte die ich bisher unterstützt habe ist innovativer wie diese Energieversorger deren einziges Ziel ist, sich selbst mit Geld zu versorgen. Von wegen die Bürger mit Energie versorgen…

Heute hat Martin aus Mexico mein Fastengeld bekommen. Jede Wette, er hängt das Modul an sein Haus ohne irgendjemanden schriftlich zu informieren. Einfach so. Der Martin ist sicherlich ein Photovoltaik Guerilla. Recht hat er.

Wer heute von besser gelaunten Energiebloggern was lesen will dem empfehle ich in den tausenden Beiträgen zu stöbern. Aber Vorsicht, das sind noch einige andere Wutartikel vom Sonnenflüsterer zu finden.

Balkonmodule sind als Guerilla Modul prädestiniert

Momentan macht die Nachricht die Runde die Balkonmodule erreichen einen Durchbruch! Der Kern der Nachricht ist die Akzeptanz eines Netzbetreibers (Westnetz)

„Ab sofort könne jeder Kunde in dem Netzgebiet auf unbürokratische Weise die Solarmodule anschließen. Er müsse dazu nur Namen, Adresse, Leistung und Fabrikat der Module melden. Bis zu einer Leistungsgrenze von 300 Watt könnten diese de facto ohne sonstige Auflagen in die Steckdose gesteckt werden.“

So weit war ich mit der GGEW in 2015 schon einmal! Im Alltag zeigte sich dann, dass noch genügend Möglichkeiten bestehen, die massenweise Installation der Balkonmodule zu verhindern.
So geschieht es derzeit auch bei Westnetz, dass der Mama Konzern „Innogy“ der wiederum die saubere Abspaltung von RWE ist, den Einsatz der Kleinst-PV Anlagen ablehnt. Was soll denn der Modulbetreiber jetzt denken? Auf jeden Fall scheint es möglich zu sein unbedenklich ein Modul an der Schuko-Steckdose zu betreiben. Wir hatten von Anfang an Recht.

Wenn ich mir dann aber noch den aktuellen Artikel beim Bund der Energieverbraucher anschaue, habe ich meine größten Bedenken, dass wir vor einem Durchbruch stehen…
„Der Stecker eines PV-Moduls muss natürlich kindersicher sein, muss also mit der Hand anfassbar sein, auch wenn die PV-Anlage unter Dampf steht, solange der Stecker nicht in eine Steckdose eingesteckt ist.“

Das liest sich so als ob es gefährlich wäre an die Steckerpole eines Plug-In Moduls zu greifen wenn das Modul Strom produziert. Dies ist aber ein Ammenmärchen der ersten Generation vor vermutlich 25 Jahren…

Ich frage mich inzwischen was soll die Anmeldung von einem Solarmodul? Welchen Vorteil hätte der Betreiber solch eines Moduls von der Anmeldung außer Papierkram?
Aus meiner Sicht hat er keinerlei Vorteil. Dann braucht man es auch nicht anzumelden. Kontrollieren kann es auch niemand…

Jedenfalls nicht anmelden, so lange wie die Netzbetreiber nur drauf aus sind ihm Steine in den Weg zu legen.
Ich mache es kurz. Wir haben inzwischen Plug-In Module die alle Richtlinien erfüllen und keine Gefahr weder für Mensch noch für die Hausinstallation noch für das öffentliche Netz darstellen. Am besten ihr kauft euch solch ein Modul und steckt den Schukostecker in die Schukosteckdose und produziert Strom. Mehr nicht, es geht. Es geht wenn man will. Es geht sicher, wenn man will. Auch wenn andere dies Guerilla Methode nennen. Ich betreibe meinen Toaster auch im Guerilla Modus.

Wer sich über die Technik informieren will sollte die DGS PV-Plug Seite informieren dort findet er alle relevanten Hinweise.

Die Energieversorger brauchen nicht zu wundern wenn immer mehr Menschen sich ein Modul einfach an der eigenen Schukosteckdose anschließen. Wer nur blockt und nicht hilft der bleibt außen vor.

Meine „Geld fasten“ KIVA Aktion läuft natürlich noch weiter und ich hatte ein Nicaragua Wochenende denn Pedro, Raúl und Alfredo habe ich in den letzten Tagen unterstützt. Natürlich wollen die drei alle Solarenergie einsetzen.

Was wir mit dem „vielen Balkon-Strom“ der Balkonmodule machen sollen, könnt ihr bei Daniel nachlesen. Die Elektromobilität wird uns noch einige Male überraschen…

Ethisch- ökologisch Geld anlegen und vorsorgen

Eine ganz wichtige Frage für jeden Menschen ist die Frage wo er „in guten Zeiten“ überschüssiges Geld ethisch- und ökologisch „hinlegen“ kann um für schlechtere Zeiten vorzusorgen. In unserer heutigen Zeit ist es ja einfacher als zu den Zeiten der Jäger und Sammler. Die hatten an Tagen mit fetter Beute, nur die Möglichkeit sich den Magen voll zu schlagen, weil das Essen in ein paar Tagen verdorben war. Geld dagegen verdirbt in der Regel nicht oder nur ein wenig durch Inflation. Geld kann im Sparstrumpf zwischengelagert werden und später genau so frisch wie am ersten Tag gebraucht werden. In unserer Gesellschaft gibt es natürlich Beruf für die Sparstrumpfverwaltung den Banker. Wer ein paar Kröten übrig hat kann diese einer „Bank“ auf der sich das Geld ausruhen soll leihen. Dein Geld ruht sich allerdings nur für den Geldgeber aus, die Bank lässt das Geld richtig arbeiten. Bei normalen Banken kann es eine ganz schön dreckige Angelegenheit sein. Da kann schon mal die Finanzierung von Atomkraftwerken, Kohlekraftwerke, Waffengeschäfte oder Ölplattformen in Naturschutzgebieten sein. Alles Dinge die der einzelne Bürger mit seinen paar Kröten niemals finanzieren würde. Eine Bank die viele kleine Kröten gesammelt hat und gut bezahlte Manager als Verwalter beschäftigt, die tun solche Dinge schon mal…

Meine Bank die GLS macht so etwas nicht. Die meinen Geld ist für die Menschen da und damit haben sie echt. Natürlich hat meine Bank auch viele Tipps und Möglichkeiten wie überschüssiges Geld für später gelagert werden könnte, schaut euch einfach deren Homepage an. Wer auf einen ganzen tausender sehr lange „verzichten“ kann dem würde ich zum Beispiel die BioBoden Genossenschaft empfehlen…

Aber eigentlich wollte ich heute ja auf eine kleine Broschüre (24 Seiten pdf) der Verbraucherzentrale Bremen verweisen. In dieser wird anschaulich beschrieben was eine ethisch ökologische Geldanlage alles beinhaltet. Natürlich gibt es auch weiterführende Links und Empfehlungen. Einzig die etwas spärliche Erklärung zu Prokon finde ich Kritik würdig. Aus der Prokon Geschichte müssen Lehren gezogen werden. „Der Fall Prokon“ ist bis heute nicht sauber aufgearbeitet und schon gar nicht ist klar, dass sich Prokon als Beispiel für verlorenes Anlagekapital eignet.

Meine Ergänzung dazu (wie könnte es anders sein) ist natürlich die Möglichkeit sein überschüssiges Geld (zumindest zum Teil) auf einem KIVA „Sparkonto“ zwischen zu lagern.
Es dürfte die persönlichste Geldanlage sein. Gut es gibt keine Zinsen in Form von Geld! Im Gegenteil es kommt schon mal vor, dass man sein Geld nicht zurückbekommt…
Aber wo steht geschrieben dass ethisch ökologische angelegte Geld sich vermehren muss? Kann der Sinn der hinter dem geschaffenen Wert nicht höher sein als die in Dollar ausgezahlte Rendite? Könnte sein, meint jedenfalls der Sonnenflüsterer. Deshalb lest die Broschüre und einen Teil eurer ethisch ökologischen Geldanlage legt ihr auf einem KIVA Konto an und natürlich werdet ihr Teammitglied bei den Klimalotsen. Ich habe mich heute entschlossen das kenjanische Projekt „Esj Escee Jubilee Gas“ zu unterstützen. Die wollen schon in 4 Monaten mir das Geld zurück zahlen! Das hat die KIVA Communitiy so sehr überzeugt, dass die 4.900 Dollar in kürzester Zeit beisammen waren…

Auch auf die Gefahr, dass die Kollegen vom Stromauskunftsblog mit meiner Meinung nicht konform gehen möchte ich euch deren Artikel zur EEG Ausschreibung empfehlen. Sie zitieren einen Spiegel Artikel mit folgender Aussage:
„Erstens ist die Solarenergie gegenüber der Windkraft im industriellen Maßstab hierzulande in der Regel gar nicht konkurrenzfähig.“

Fakt ist dagegen, dass in der letzten Solarenergie Ausschreibung, die PV für 6,26 Cent je kWh den Zuschlag bekam! Die Anfangsvergütung für Windenergie liegt aber bei 8,29 Cent je kWh. (siehe Tweet von Jörg Ebel).
Es ist richtig die gemeinsame Ausschreibung von Wind und Solar mit Äpfel und Birnen zu vergleichen, aber die generelle Überlegenheit der Windenergie gegenüber der PV ist nicht vorhanden. Wenn dieses Mistgesetz tatsächlich Wind und Solar in einen Topf wirft dann sind die Ausführungsbestimmungen ausschlaggebend ob nur Windräder im Norden den Zuschlag bekommen oder ob Solaranlagen in Bayern den Zuschlag zugespielt bekommen.

Ich könnte es auch einfacher sagen: Ausschreibung ist unnötige Bürokratie.

Flüchtlingspolitik

Mir geht das Video mit dem Mann und seinen vielen Kaugummis nicht aus dem Kopf. Wer sich am Ende des Videos seinen Tisch ansieht und überlegt, was hält die vielen Menschen davon ab aus ihrer Armut zu flüchten und ihr Glück woanders zu suchen, wird ziemlich ratlos dasitzen. Irgendwann werden mehr Menschen unterwegs sein, wenn der Reichtum der wenigen immer krasser und die Anzahl der Armen immer größer wird. Ihre Armut kann ja nicht größer werden.

Es ist unsere Aufgabe diesen Menschen zu helfen dort wo sie zu Hause sind. Hilfe zur Selbsthilfe. Aus meiner Sicht kann dies am besten durch die massenweise zur Verfügung Stellung von Solartechnik geschehen.

Bei Clean Energy habe ich zwei sehr gute Artikel zum Thema gefunden. Beide Artikel wurden vom Geschäftsführer Thorsten Preugschas von Soventix geschrieben. Die Überschrift zum ersten Artikel „Solarstrom in der Flüchtlingspolitik“ finde ich zwar etwas irreführend dafür sind die Aussagen Volltreffer. Noch konkreter wird Herr Preugschas in seinem zweiten Artikel „Eckpfeiler einer europäisch-afrikanischen Solarpolitik“. Da kann ich nur zustimmen. Meine einzige Ergänzung wir sollten nicht nur auf die Gesellschaft für internationale Entwicklung schauen sondern KIVA liegt so nah und wie (fast) jeden Tag erinnere ich an KIVA.

Wenn ich mir die Projektpipeline von Soventix anschaue kann ich nur anmerken, die sind richtig gut unterwegs…

Ohne großen bürokratischen Aufwand einfach einen Anteil (ab 25 Dollar) an einem Projekt finanzieren. O.K. heute war ich nicht in Afrika sondern in Südamerika genauer gesagt in Honduras. Dort habe ich Santos Esperanza beim Kauf einer „solar unit“ unterstützt und wenn sich noch einige finden dann kann sie das Solarsystem demnächst kaufen. Den Kredit will sie in 15 Monaten zurückzahlen. Auf geht’s!

Auch wenn ein Darlehen von 25 Dollar nur in Homöopathischer Größenordnung hilft, so gilt es doch weiter zu machen. Christfried Lenz sieht dies auch so und kämpft für ein Energiewende Beschleunigungskonzept. In seinem Gastbeitrag bei den Energiebloggern könnt ihr dazu mehr lesen.

 

 

Umweltbildung Hessen

Heute Morgen war ich schon erfolgreich! Seit ca. einem Jahr warte ich auf die Chance in KIVA ein Darlehen in einem der restlichen 6 Länder zu vergeben, in die ich noch kein Geld verliehen habe. In 80 Länder hatte ich bereits Geld verliehen und KIVA zeigt mir aktuell an, es gäbe noch 6 Länder in denen ich noch nichts verliehen habe. Dazu gehörte Puerto Rico und heute habe ich die Chance bekommen und genutzt. Es geht um 7.000 Dollar die Luis benötigt um sein Geschäft aufzubauen. So wie ich es verstehe will er für Heimatlose kochen. Da bin ich dabei und freue mich, dass nur noch 5 Länder auf meiner to do Liste stehen.

KIVA sagt sie wären noch in Guam, Mauritania, Namibia, Vanuatu und Virgin Islands aktiv, bieten aber derzeit keine Projekte an. Da muss ich wachsam sein wenn demnächst eines angeboten wird…

In Hessen wird Nachhaltigkeit anders gelernt. Ich habe zwar noch nie von diesem Verein gehört aber die Homepage ist übersichtlich und die Flyer gut gestaltet. Unterstützt wird das ganze vom Hessischen Ministerium für Umwelt und Bildung und ich glaub es kaum, von der Chemischen Industrie. Na ja jedenfalls dürfte die beworbene Veranstaltung (leider schon ausgebucht) dank der Referenten interessant sein. Im Workshop 9 hab ich auch einen Referenten (Jan Kirchhein) vom Naturschutzzentrum Bergstraße (Natz) entdeckt. Im Natz bin ich ja am kommenden Wochenende und informiere über Kleinkredite.
Aus Mannheim könnte noch Verstärkung kommen. Hoffentlich bringt Daniel Bannasch seinen Solar-Tsunami nicht mit wir würden gerne ein trockenes, sonniges Frühlingsfest feiern.

 

25 Dollar Rekord

Fast ein Drittel (13 von 40) von meinem Geld fasten ist vorbei und unabhängig von meinen Darlehen kann ich von einem sensationellen KIVA-Kleinkredit Rekord berichten.

KIVA hatte zum Weltfrauentag aufgerufen besonders Projekte von Frauen zu unterstützen. Die Bilanz kann sich sehen lassen. Es wurden 6 Millionen Dollar von 57.742 Menschen verliehen. Von diesem Geld profitieren 16.473 Frauen in 62 Länder. Wohlgemerkt an einem Tag! Dies stellt einen neuen Rekord in der elfjährigen Geschichte von KIVA dar.

Das zeigt mal wieder was viele kleine Bausteine bewirken können. 57 Tausend Menschen geben im Schnitt etwas mehr als 100 Dollar und schon sind 6 Millionen Dollar beisammen. So werden aus 25 Dollar Darlehen eine große Summe aber auch viele Menschen die im gleichen Sinne unterwegs sind. Sowohl diejenige denen es gut geht und die geben können als auch denen deren Wünsche noch nicht alle erfüllt sind.

Momentan läuft auf Facebook ein Video bei dem die Armut der Menschen weltweit plastisch dargestellt wird. Eines der Schlüsse die der gute Mann zieht ist, man kann den armen der Welt zu 99 % nur dort helfen wo sie gerade leben. Wenn dies kein Beweis ist, dass KIVA genau dort ansetzt wo die Armut am größten ist und wo wir helfen sollten. Dort wo die Menschen zu Hause sind.

Momentan nehmen wir diesen ärmsten der Armen eher noch etwas weg als dass wir ihnen etwas geben.

Ich habe heute wieder mal einer Frau aus den Philippinen ein wenig Geld geliehen. Arlene braucht nur 50 Dollar, sie gibt das Geld in 14 Monaten zurück und momentan fehlt noch jemand der ihr die zweite Hälfte verleiht. Das wird sich aber sicherlich bald ändern.

Vielleicht entsteht bei KIVA ja auch eine exponentielle, disruptive Entwicklung wie sie sich laut Daniels Blog derzeit mal wieder aus Mannheim heraus andeutet.

Mikrokredit Live erleben auf dem Frühlingsfest

Am Sonntag den 19.3.2017 von 14 bis 18 Uhr werde ich in Bensheim im Naturschutzzentrum Bergstrasse beim Frühlingsfest sein. Dort werde ich live Kleinkredite in KIVA vergeben. Aber nicht nur die Kleinkredite sondern auch das restliche Programm ist wie immer im Naturschutzzentrum sehenswert. Klar ich bin parteiisch denn wenn ich an das Naturschutzzentrum denke dann fallen mir immer wieder diese Phantastischen Abende (2012, 2013 und 2014) ein…

Es gibt natürlich auch die „Arbeitstage“ im Natz wie z.B. der 1. Bensheimer Energie- und Klimaschutztag die in mir tolle Erinnerungen wecken. So ein Arbeitstag wird das Frühlingsfest für mich werden. Veronika hat es in ihrem Blog „Klimalotsen agieren weltweit“ genannt und sie hat Recht. Wer tolle Bilder sehen will der muss einfach nur Lindmayer’s Liveblick durchblättern sie kann die Natur wunderschön in Bilder einfangen aber auch genauso gut reden! 🙂

Wer jetzt Zeit, Lust und Laune hat dem empfehle ich vorbeizuschauen. ich beabsichtige jeweils zur vollen Stunde (15, 16 und 17 Uhr) ein Darlehen öffentlich zu vergeben. Voraussetzung neben gutem Wetter ist allerdings ein schneller Internetanschluss der uns im Natz manchmal (wie das Wetter auch) im Stich lässt. Trotzdem werde ich für jeden Rede und Antwort stehen zu den vielen Fragen um KIVA, Klimalotsen, Kleinkredite und ich verrate euch dann auch welcher Bio-Kuchen der leckerste ist… (Achtung Geschmackssache…)

Heute habe ich mein täglich Geld fasten Darlehen an Albert in Kenia vergeben. Albert benötigte nur 75 Dollar und ich hab die letzten 25 Dollar dazu gegeben damit sein Wunsch in Erfüllung geht.

Meine Verlinkung bei den Energiebloggern geht heute an Daniel von Metropolsolar. Der meint wer wollte der konnte schon 2008 wissen, dass ein Kohlekraftwerk in Mannheim (Block 9) sich nicht rechnen wird. Wer aber nicht wollte der hat einfach weggesehen und falsch entschieden. So werden auch heute noch viele Entscheidungen durch wegsehen getroffen…