Rekord!

Gut, die 250 Artikel in diesem Jahr schaffe ich nicht mehr. Denn ab morgen ist Schicht im Blog! Mit diesem Artikel habe ich immerhin 246 Artikel in diesem Jahr veröffentlicht. Für mich ist das Rekord. Seit Juli 2008 schreibe ich den Blog und 2009 hatte ich mit 187 Artikeln, das Jahr mit den meisten Artikeln. Ich verabschiede mich bis zum 4.1.2015 dann geht es weiter und ich bin sicher bis dahin habe ich wieder einige Geschichten von denen ich berichten kann. Jedenfalls ist einiges in Vorbereitung! :-)

Denn eines ist klar. Auch wenn sich die Situation der Erneuerbaren Energien in diesen sechseinhalb Jahren verbessert hat, es gibt noch viel zu tun.

Wenn ich auf 2014 zurückschaue, dann natürlich der wichtigste Termin: ich habe geheiratet!

Weitere wichtige Termine Deutscher Solarpreis mit den Energieblogger, Wahl in den Rat vom Bündnis für Bürger Energie, Wahl zum zweiten Vorsitzenden im BWE Südhessen, Barcamp Kassel, Windparkeinweihungsfeste, Anti Atom Demos, Infoforum Rückbau Biblis, MPS Energie Gespräche und einige eigene Vorträge.

Alles überwiegend ehrenamtlicher Kram!

Mit sechzig Jahren fällt es auch schwer erneut einen festen Job einzugehen! Abgeneigt wäre ich nicht, aber nur etwas was richtig Spaß macht! Da wird es schon ziemlich eng wenn ich mich umschaue.

Vorerst bleibt es mal dabei ich schreibe meinen Blog und rühre im Hintergrund! Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest und besinnliche Tage. Sammelt Kräfte für den 2015er Kampf gegen die atomar/fossilen Saurier. Sie wollen einfach nicht freiwillig aussterben. Helfen wir ein wenig nach! :-)

Wer noch ein Geschenk sucht dem kann ich nur empfehlen
KIVA Card

verschenkt doch mal ein “KIVA Gift Certificate”! Im Foto sind es 25 Dollar die “Silke und ich” an Weihnachten verschenken werden. Für uns nicht viel aber die Auswirkungen des Geschenkes sind enorm!

Denn der Beschenkte hat dann 25 Dollar die er vom KIVA Konto abheben und sich ausbezahlen lassen könnte oder aber er gibt es einem von momentan mehr als 7.000 Kreditsuchenden auf KIVA als Kredit! Da werdet ihr sagen was bewirken 25 Dollar?

Macht es mal und ihr werdet feststellen es ist nicht so einfach sich zu entscheiden, wem man die 25 Dollar gibt. Für mich ist es immer wieder die “Erdung” wenn ich einen Kredit vergebe. Mir wird bewusst wie gut es uns in Deutschland geht! Heute Morgen habe ich “Jennifer’s Group” einen Microkredit zur Verfügung gestellt. Ich hab nur 25 Dollar bereitgestellt! Aber momentan sind bereits 16 andere die mitfinanzieren. Da ist April, Simon, Mike, Barbara, Peggy, Lionel, Michelle, Hans + Ingela, Cliff, Scott und ich. Keinen von denen kenne ich. Sie kommen aus aller Welt USA, Dubai, Canada, Schweden, Australien und Bürstadt :-) Aber uns verbindet die Gewissheit “Jennifer’s Group” wird uns das Darlehen zurückzahlen!
KIVA Lenders

Jennifer’s Group benötigt 1.950 Dollar und wir haben 425 Dollar beisammen. Bis ihr reinschaut werden es sicherlich schon mehr sein. Dieses Geld ist besser angelegt wie in 25 Paar Socken, die 19. Krawatte oder die 89. CD überlegt es euch. Vielleicht meldet ihr euch auch in meinem Team “New Energy” an und unterstützt das Team. Denn KIVA ist Teamsport!

Ansonsten bleib euch treu kommt gut in’s Neue Jahr Tschüss bis zum 4.1.2015 euer Sonnenflüsterer!

Warnung vor Fußmatte aber nicht vor Radioaktivität!

Ihr hört sicherlich jeden Tag Verkehrswarnungen vor Fußmatten auf der Autobahn, toten Tieren, auf der Autobahn, geplatzte Reifen oder sogar von Falschfahrern. Sicherlich sind all diese Warnungen berechtigt und können Menschenleben retten oder vor Schaden bewahren. Wenn es brennt dann kennt ihr auch den Sirenen Geheule aber was ist denn eigentlich wenn am Atomkraftwerk Biblis beim Rückbau der Atomruinen erhöhte Radioaktivität austritt?

Ihr könnt es euch sicherlich vorstellen. Dann wird die Bevölkerung nicht gewarnt! Jedenfalls ist dies meine Erfahrung aus dem erhöhten Wert in der Messstelle Worms Kläranlage. Auch die “Vermutungen” des Hessischen Ministerium für Umweltschutz, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die haben mir ja geantwortet! Auf deren Folie 5 unter der Überschrift “Aufklärung Sachverhalt” wird weder aufgeklärt noch ein Sachverhalt dargestellt sondern nur “Vermutungen” angestellt. Das Ministerium frägt in Rheinland Pfalz am 20.6.2014 (der erhöhte Wert wurde am 24.4.2014 veröffentlicht!) nach…

Klar dass ich dies nicht auf mir sitzen lasse.
Spätestens wenn das nächste (4.) Infoforum stattfindet werde ich nachhaken. Ich gehe davon aus, dass die Messwerte um die Bibliser Atomruinen im Internet veröffentlicht werden. Wenn diese Messwerte “auffällige” Werte zeigen werde ich einen Aktionsplan einfordern um die Bevölkerung zu informieren. Wie das geschieht und wer dies bezahlt ist mir egal. Es muss auf jeden geschehen und wenn ihr den nachfolgenden Text im Radio hört wundert euch nicht.

“An den Atomruinen von Biblis wurde erhöhte Strahlung gemessen. Wir bitten die Spaziergänger und Erholungssuchenden am Rhein in der Höhe von Biblis das Kraftwerk zu meiden!”

So jetzt weiß auch die Politik und RWE was auf sie zukommt.

Haushaltsrede Bürstadt für 2015

Heute habe ich mal was lokales aus meiner Heimatstadt Bürstadt. Als Stadtverordneter schlage ich mich ja seit der letzten Kommunalwahl (19 %!) wieder durch. Da ich keine Mehrheitsmeinung habe ist dies natürlich mit viel unnützem Gerede verbunden. Am Mittwoch den 10.12. war es mal wieder so weit, dass wir den Haushalt der Stadt Bürstadt im Parlament diskutiert und beschlossen (ohne meine Stimme) haben.

Vor langer, langer Zeit dachte ich mal es wäre wichtig wenn ein Rederecht vorhanden ist. Inzwischen habe ich erfahren, dass dies nix nützt wenn keiner zuhört! So geschen an diesem 10.12… im Stadtparlament. Oh, verzeihung natürlich haben die Stadtverordneten aller Parteien zugehört. Der Jugendrat hat zugehört. Der Magistrat hat zugehört. Einige städtische Angestellte haben zugehört und die Presse hat zugehört…

Genützt hat es nichts da es keine Diskussion noch nicht einmal einen Zwischenruf zu meiner Rede gab. Ich hab gebabbelt danach wurde der Haushalt mit der Stimmenmehrheit von CDU/FDP durchgewunken. Vor meinem Redebeitrag ging es eigentlich ganz lustig zu. Warum nach meiner Rede so ruhig war weiß ich nicht und ich weiß auch nicht ob ich es überhaupt wissen will…
Die Bürstädter Zeitung hat mich zwar in einem Satz erwähnt aber wie gewohnt den Sinn nicht so richtig erfasst!

Aber für diejenigen die es interessiert, hier meine Haushaltsrede 2015 mit persönlichen Anmerkungen.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bleibe dabei, wie im letzten Jahr, ich habe eine andere Auffassung über “Haushalten” wie Sie.

Eine Vorlage die mit einem Millionen Minus abschließt ist nicht haushalten!
Ich bin nicht bereit hier mit Sparvorschlägen aufzuwarten und in tausend Euro Schritten mit Ihnen zu diskutieren.
Sie die Regierungsparteien (CDU/FDP) sollten die Oppositionsparteien einbinden und einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.
Schließlich vertritt die Opposition gemeinsam 46% der Bürger. Wir können dann gerne gemeinsam über Mehrausgaben (auf Kredit!) reden.
So wie Sie es aber anlegen habe ich keinen Beratungsbedarf.

Ich habe auch eine andere Auffassung wie man an Geld von der Landesregierung rankommt.
Frau Schader ich möchte nicht, dass Sie in Wiesbaden betteln gehen. (In einem Zeitungsartikel wurde die Bürgermeisterin zitiert – sie würde um jeden Pfennig bei der Landesregierung betteln!)
Zeigen Sie auf was wir in Bürstadt leisten und sprechen sie entsprechende Fördertöpfe an, aber bitte betteln sie nicht. Jedenfalls nicht in meinem Namen!

Auch Ihre Bemerkungen wenn Alexander Bauer es in Wiesbaden „Pudding regnen“ lässt, müssten wir mit Löffeln bereitstehen empfinde ich nicht als angemessen. (auch dies ein Bürgermeisterinnen Zitat!)

Herr Bauer soll sein Mandat zum Wohl des Landes Hessen ausführen aber nicht um Vorteile für seine Heimatstadt. Wir sollten uns auf Bürstädter Stärken besinnen und die Schielerei auf Förderungen oder sogar Bettelgelder einstellen.

Ich habe auch eine andere Auffassung wenn es um 60.000 Miese beim Pur-Konzert geht.
Der Kulturbeirat war optimistisch und wurde von den 60.000 Euro Defizit überrascht. Sie als CDU/FDP planen aber absichtlich ein Millionen-Defizit! Sie handeln also mit Vorsatz.
Das betrachte ich als viel schlimmer wie das ungeplante Pur Defizit!

Sie beschließen Wohngebiete im Boxheimer Hof und ignorieren die absehbaren Mehrkosten die für solch ein Wohngebiet entstehen werden. Siehe aktuell 250.000 Euro außerordentliche Ausgaben für einen „Waldweg“ Richtung Boxheimer Hof

Sie erhöhen Steuern und passen Bürstädter Satzungen, an „Mustersatzungen“ an. Unsere Anmerkungen wischen sie als Populistisch vom Tisch. Wir sind aber keine Musterstadt sondern wir leben in Bürstadt!
Sie beschließen Satzungen mit einem Ordnungswidrigkeitskatalog, sind in der Verwaltung aber nicht in der Lage bei den Gehwegparkern diese Gelder für die Stadtkasse einzufordern. Mit diesen Satzungen wird Aktivität vorgegaukelt wo nichts ist.

Sie schaffen es sogar, die aktuell noch in Diskussion befindlichen “Gemeinde Hartz IV Almosen”, als Erfolg für Bürstadt zu kommunizieren. Wenn Bürstadt dank des Kommunalen Finanz Ausgleiches Geld bekäme, dann nur weil unsere Einnahmensituation im Vergleich zu anderen Gemeinden miserabel ist. Diese Situation haben wir aber einer jahrzehntelangen verfehlten CDU Politik in Bürstadt zu verdanken.
Es gibt also nix zu feiern wenn wir Geld über das KFA bekämen.

Da ich ein ewiger Optimist bin vielleicht zum Schluss doch noch ein Hinweis bezüglich Flüchtlingsunterkünfte.
Die Baugenossenschaft sieht laut Zeitungsbericht keinen Wohnungsbedarf in Bürstadt.
Vielleicht sollte die Stadt sich zusammen mit der Wohnungsbaugenossenschaft für den Bau von Häusern für diesen Menschen einsetzen.
Die Wohnungsbaugenossenschaft hat das wirtschaftliche Gespür was der Stadt fehlt und vielleicht wäre es ein schönes Projekt für bürgerliches Engagement wenn wir diesen Menschen helfen könnten.

Ansonsten werde ich dem Haushalt nicht zustimmen und bitte Sie, hören sie auf über unsere Verhältnisse zu leben und hören sie auf für Bürstadt zu betteln.

Zwangsverpflichtung!?

Zwangsverpflichtung“, hab ich da richtig gehört? Die Atomkonzerne sollen Zwangsverpflichtet werden! So jedenfalls hab ich die Nachrichten im Radio verstanden. Was soll denn diese Sprachregelung? Jeder der Müll produziert weiß, dass er für die Entsorgung aufkommen muss. Nur bei den vier Atomkraftwerksbetreibern hat die Politik bisher großzügig auf diese ganz normale Banalität verzichtet. Es reichte wenn die Konzerne “Rückstellungen” (auch noch unversteuert!) bildeten. Aber diese Rückstellungen lagen nicht auf einem Sparbuch sondern wurden investiert. In was kann kein Mensch momentan sagen. Vielleicht in Kohlekraftwerke? Oder in Übertragungsnetze? Jedenfalls wurde mit diesen “Rückstellungen” ebenfalls Gewinne gemacht, von denen hat der Bürger aber nix gesehen sondern nur der Aktionär. Für jeden Windpark oder Solarpark Besitzer ist es ganz normal, dass aus seinen Gewinnen ein Sonderkonto eingerichtet wird auf dem Geld angespart wird um die Windräder oder Solarmodule zu “entsorgen/recyceln”. Die Wind und Solarier versteuern dieses Geld aber bereits vor der Einzahlung! Wer redet da von Zwangsverpflichtung? Soll ich jetzt Mitleid mit den Aktionären bekommen? Oder mit den Managern die sich keinen Deut um die radioaktive Hinterlassenschaft machen?

Der Ton wird schärfer und jede Fraktion kämpft um ihre Pfründe. Die Erneuerbaren Energien werden immer günstiger und ein Rekord jagt den anderen. Die weltgrößte PV Anlage mit 550 MW wird eingeweiht (“mein Weltrekord” vor 10 Jahren hatte 5 MW!) oder Afrikas größter Windpark mit 301 MW.

Die Werte der alten atomar/fossilen Kraftwerke/Bodenschätze werden immer niedriger bewertete und die Arbeitsplätze werden weniger…

Der Kampf wird zugunsten der Erneuerbaren Energien ausgehen und die Arbeitsplätze im fossil/atomaren Bereich werden im dramatischen Tempo Richtung Null gehen. Der Sprachgebrauch sollte aber angemessen bleiben und eine eigentlich normale kaufmännische Vorsichts Massnahme sollte auch so beschrieben werden. Keiner kann momentan sagen wie der Atommüll über lange, lange Zeit gesichert gelagert werden soll. Wenn es aber keiner sagen kann wie, dann sind die Kosten der Lagerung ebenfalls unklar. Deshalb sollten die “vermuteten” Kosten zumindest von den Verursachern auf ein Konto eingezahlt werden welches den Bürger zur Verfügung steht und nicht den Konzernen.

Es ist schon bezeichnend wenn die Süddeutsche Wert drauf legt, dass in dem Papier von Umwelt- und Wirtschaftsministerium nicht mehr von Endlager sondern von “langfristigen Verpflichtungen der Entsorgung” die Sprache ist.

Klar ist den atomar/fossilen Konzernen geht es an den Kragen und sie werden kämpfen bis die Kassen leer sind!

Wer möchte dass deren Überlebenskampf und die Schmerzen dieser Manager nicht allzu lang hinausgezögert wird, dem empfehle ich eine Photovoltaikanlage zu bauen. Aus Mitleid und zur Verkürzung der Leidenszeit der armen Manager…

Windenergie in Südhessen II

Beim schreiben dieses Artikels hab ich festgestellt, die Überschrift hab ich ja schon einmal verwendet! Der Artikel ist aber gut sechs Jahre her und deshalb hab ich nur die “II” hinten angefügt. Der Bundesverband Windenergie Regionalverband Südhessen hatte am letzten Donnerstag zur Jahreshauptversammlung getroffen. Nur wenige aktive Windfreunde haben sich in Mühlheim eingefunden. Aber der “windige Kern der Windszene hatte seinen Spaß an diesem Abend. Schließlich gab es viel zu berichten was in 2014 alles geleistet wurde. Die Highlights waren auf jeden Fall der Windbranchentag, die Windstammtische und das Windfest von Michael Häußers Windpark. Wobei dies die öffentlichen Events waren. Von den vielen BWE internen Veranstaltungen möchte ich nicht reden. Da hatten wir ja so manche Kröte (EEG 2014!) zu schlucken. Aber wir packen es an. Mit einem erweiterten Vorstandsgremium wollen wir auch 2015 wieder Wind Veranstaltungen initiieren. Auch ich bin wieder aktiver als in den letzten Jahren und habe mich als zweiter Vorsitzender zur Verfügung gestellt. Bewährter Vorsitzender bleibt Michael Häußer aus Mühlheim und Dr. Sandra Hook wird uns als Schriftführerin unterstützen. Ich glaube da haben wir ein Klasse Team und ich freu mich auf die Zusammenarbeit.
BWE Vorstand Südhessen
v.l. Erhard Renz, Dr. Sandra Hook und Michael Häußer

Leider haben wir viel zu lange diskutiert und beim Fototermin zu später Stunde waren die Beiräte leider nicht mehr anwesend!!! Da haben wir noch Nachholbedarf. Aber im nächsten Jahr machen wir das besser…

Wer schreibt der bleibt!

Diese alte Skatregel gilt auch heute noch! Gut einen Monat nach der 3. Sitzung des Infoforums zum Rückbau der Atomruinen in Biblis wurde das Protokoll veröffentlicht. Jetzt kann jeder selbst sich ein Urteil dazu bilden. Wie Bürgernah die Informationen des Öko-Institutes waren. Als Beispiel möchte ich nur die Folie 11 aus der Präsentation von Christian Küppers zeigen. Die komplette Präsentation kann als pdf im Protokoll aufgerufen werden.
Öko Institut Freimessung

Was sagt die Folie dem interessierten Anwohner?

Antwort: Mir sagt das nix!

Mir erscheint der ganze Vortrag als scheinheilig wenn ich die Schlussfolgerungen auf Folie 17 anschaue.

“Die Freigabe von gar nicht oder nur sehr gering radioaktiv belasteten Räumen und Materialien macht Sinn, wenn sie unter kontrollierten Bedingungen erfolgt.” Wir sollen also die Freigabe der “sehr gering radioaktiv belasteten Materialien” nur zum Zeitpunkt der Freigabe betrachten. Nicht die Jahrzehnte, Jahrhunderte oder gar Jahrtausende danach. Denn wenn sie mal auf der Hausmülldeponie liegen dann sind sie ja Hausmüll! Was mit dem Hausmüll danach “unkontrolliert” passiert kann der Herr Küppers mit seinen Formeln natürlich nicht berechnen. Da muss jeder Körper dann selbst mit fertig werden…Schaut euch die Präsentation an inclusive drei ähnlicher Formeln die für Anwohner der Atomruinen gedacht war. Das “Öko-Institut” wurde uns als Leckerli angepriesen! Als ob diese Präsentation auf die Bedenken der Anwohner auch nur im Geringsten eingegangen wäre…

Meine Fragen zur Finanzierung (gestellt im August 2014) des Rückbaus entwickeln sich zur “never ending story“. Dabei sind die Fragen doch klar verständlich und könnten kurz und knapp beantwortet werden!

Ich will doch nur drei einfache Antworten auf diese Fragen:

Entspricht der Monitor Bericht der Wahrheit?
Wurden die Atomruinen in Biblis auch in eine Tochtergesellschaft übergeben?
Wie ist der Name Tochtergesellschaft von der RWE AG?

Ich wiederhole hier die Fragen weil im Infoforum niemand wusste was ich gefragt habe. Die Sitzungsleitung hatte die Fragen nicht veröffentlich! Im Protokoll bleibt man diesem Stil treu und veröffentlicht alle Fragen (auch die 31 Fragen von Ingo!) nur meine Fragen werden “per Prosa” protokolliert.
Anfrage von Herrn Renz. Sicherung der Finanzierung des Rückbaus.”

Dass RWE zur Beantwortung dieser Frage angesprochen wurde habe ich auch schon geschrieben. Aber auf einen Satz im Protokoll möchte ich schon hinweisen. Wobei dieser Satz natürlich keinerlei rechtliche Bedeutung hat und wenn wir über den Rückbau von zwei Atomruinen reden werden nur die Dinge zählen die rechtlich “atombombensicher” abgedeckt sind. Es ist der letzte Satz wie er vom Kraftwerksleiter zitiert wird:
“Dies gilt auch für den Rückbau, so dass die finanzielle Vorsorgemaßnahme entsprechend verlängert werden muss.”

Aus meiner Sicht ist es die Bestätigung des Monitor Berichtes. Der Rückbau deutsche Atomkraftwerke ist nur bis 2022 durch die Mutterkonzerne abgedeckt. Danach “muß die finanzielle Vorsorgemaßnahme entsprechend verlängert werden“.

Wer glaubt ein Dax-Konzern würde so einfach die Risiken (Kosten) des Rückbaus von Atomruinen länger wie rechtlich vereinbart übernehmen, der hat nicht mehr alle Tassen im Schrank!

Ab 2022 zahlt der Bürger, fangt schon an zu sparen RWE wird nix mehr dazugeben!

P.S.: Übrigens war die FDP schon wieder nicht anwesend! Weiß jemand ob es die noch gibt?

Weiter geht’s mit der Demokratie

So heute ist es soweit. Ich schreib mal die Fraktionsvorsitzenden öffentlich an und zwar über Abgeordnetenwatch! Die Mailaktion vor meinem Urlaub war zumindest auf der Ebene Bundestag ja nicht erfolgreich. Keine einzige Rückmeldung. Meinem Demokratieverständnis hat dies natürlich einen herben Rückschlag gegeben. Aber so schnell gebe ich ja nicht auf. Mal sehen wer, wann und wie antwortet. Die Statistiken bei abgeordnetenwatch sind ja schon mal aufschlussreich!

Volker Kauder CDU 17 Fragen keine Antworten? (soll ich mir hier die Anfrage sparen?)
Thomas Oppermann SPD 83 Fragen 81 Antworten!
Dr. Gregor Gysi Die Linke 251 Fragen 239 Antworten!!!Katrin Göring-Eckardt Die Grünen 48 Fragen 34 Antworten!!

So mal sehen. Ich bin gespannt. Inzwischen habe ich neben einer Antwort von Angela Dorn noch eine Mail von Thorsten Schäfer-Gümbel erhalten. Also bei den Anschreiben meines Landesparlaments war ich bisher am erfolgreichsten. Immerhin zwei Antworten…
Ob es dabei hilfreich war, dass ich beide (Angela Dorn, Schäfer-Gümbel) persönliche kenne kann ich noch nicht beurteilen.

Dass mir auf drei Anschreiben der Bergsträßer Fraktionvorsitzenden (denen ich persönlich bekannt sein müßte!) keine Antwort bekommen habe finde ich beschämend. Aber um die kümmere ich mich später. Heute ist die Bundesebene dran und bis auf Volker Kauder bin ich zuversichtlich, dass sich demnächst was tut…

Kraftwerks Unfall Satellitenbild

Seit Tagen kursieren die verschiedensten Nachrichten bezüglich eines Kraftwerksunfalls. Die Berichte widersprechen sich häufig und es sind wenige Details zu erfahren. Keiner weiß momentan wem man vertrauen kann.

Mir liegt ein ziemlich klares Bild eines Kraftwerksdefektes hier im südhessischen Ried (in meinem Keller!) vor. Natürlich möchte ich es niemandem vorenthalten.
Solarunfall Satellitenbild

Wie auf dem Bild klar zu erkennen ist handelt es sich um eine hochwertige Zelle von “Mitsubishi Electric”, natürlich Made in Japan. Sowohl im Kraftwerkskern (Strahlungselement) wie auch im Containment (Biologisches Schild) sind schwerste Schädigungen zu erkennen. Der Betreiber des Kraftwerks (ich!) bin aber nicht bereit den Leistungsbetrieb meines Show-Kraftwerkes einzustellen. Warum auch! Bei genügender Strahlung dreht sich der kleine Rotor immer nocht! Schön anzusehen und trotz der großen Schäden (Brennelement und Biologischem Schild) produziert das Show-Kraftwerk noch Strom und erfreut seinen Besitzer (ich) mit einem drehenden Rotor.

Aufgrund eines besorgten Twitterer’s konnte ich sofortige Untersuchungen einleiten.
Solarunfall Tweet

Ich kann aber “TheBug0815″ beruhigen “es ist keine Sonnenstrahlung” ausgetreten. Es bestand zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung. Die leider nicht TÜV Zertifizierte Messung habe ich im dunklen Keller vorgenommen. Das Solarkraftwerk gab im Erdkeller keine erkennbaren Sonnenstrahlen ab!

Wie es zu dem Störfall kam ist nicht abschließend geklärt. Ich hatte das Kraftwerk bei einem meiner letzten Vorträge im Smart transportiert. Vermutlich ist es dabei zu schweren Erschütterungen gekommen. Ich schließe eine Verbindung mit den in letzter Zeit, hier im hessischen Ried, öfter vorkommenden Erdbeben (z.B. hier) kategorisch aus!

Allerdings bin ich am überdenken ob ich das Show-Kraftwerk in eine eigene Gesellschaft überführe. Damit hätte ich einen eigenen Kraftwerkspark den ich demnächst an die Börse bringen könnte. Mal sehen welche Erfahrungen E.on damit macht. Damit ich weitergehende Überlegungen anstellen kann wäre es interessant zu erfahren wieviel Euro für mein defektes Show-Kraftwerk geboten werden? Wer hat interesse? Einfach Gebot im Kommentarfeld hinterlassen.

Jedenfalls kann ich Entwarnung geben. Hier in der ehemaligen Sonnenstadt Bürstadt “iss nix bassiert” ob dies bei allen Kraftwerken world-wide so ist mag ich nicht zu beurteilen.

Mit zeigt nur, dass meine Forderung alle Atomkraftwerke weltweit sofort abzuschalten richtig war und mit jedem Tag wo diese menschenverachtenden Kraftwerke am Netz sind, die Gefährung der Menschen unnötig erhöht wird.

Stromsparstrumpf und Strom Girokonto

Angeregt durch einen Beitrag im Windwärts Blog zum Thema Strom Girokonto möchte ich dieses Thema heute vertiefen. Mein erster Artikel zum Solarstrom Girokonto liegt ja bereits zweieinhalb Jahre zurück. Anschaulicher habe ich vor eineinhalb Jahren dieses Thema unter dem Titel “Ist Eigenverbrauch ungerecht?” dargestellt. Schön, dass diese Überlegungen jetzt von der MVV, der Uni Stuttgart und dem Batteriehersteller ads-tec aufgegriffen wurde. Aus meiner Sicht steigen die Projektpartner allerdings schon eine Stufe zu hoch ein und die Stufe  des Bargeldes im Geldbeutel, Geldkarte, Sparschwein oder Sparstrumpf übergangen. Im Stromsektor meine ich den Stromspeicher im eigenen Haus. Den habe ich natürlich auch seit gut zwei Jahren im Keller stehen!

Ich kann die Projektbeteiligten ja verstehen, sie suchen natürlich ein Geschäftsmodell für ihre Unternehmen. Eine Privatperson wie ich versucht aber so wenig wie möglich Energie zu kaufen und viel selbst zu erzeugen. Deshalb sind unsere Girokonten vom Denkansatz etwas unterschiedlich.

Da vom Projektbeteiligten bisher keinerlei Kostenaussagen veröffentlicht wurden, spare ich mir diese Betrachtung heute ebenfalls. Ich rechne da sowieso nicht sondern ich mache es einfach mit der Begründung: “es ist der richtige Weg”.

Technisch gesehen ist die Betrachtung der Projektbeteiligten sowieso falsch oder diplomatisch ausgedrückt “wir betrachten die kaufmännische Seite”.
Wenn ein Besitzer einer PV Anlage mehr Strom produziert wie er im eigenen Haushalt benötigt fließt dieser Strom in das öffentliche Netz. Dort wird dieser Strom nicht in den Batteriespeicher fließen, sondern in das Nachbarhaus und dort verbraucht. Erst wenn im lokalen Stromnetz mehr Strom produziert würde, wäre es sinnvoll im Ortsspeicher (Niederspannungsnetz) Strom zwischen zu speichern. Im Artikel “Ist Eigenverbrauch ungerecht?” habe ich eigentlich die detaillierte Beschreibung hinterlegt. Als weitere Komponente fehlt da “nur” der Ortsstromspeicher.

Wenn wir über die zukünftige Stromversorgung reden sollten wir immer von unten nach oben denken. Erst im Haushalt so wenig Energie wie möglich verbrauchen, soviel als möglich selbst produzieren und kleine Zwischenspeicher nutzen. Erst wenn die Kapazitäten im eigenen Haushalt überschritten werden, wird Energie exportiert oder importiert.

Sollte die übergeordnete Ebene (Ortsnetz!) dazu bereit sein, kann eine Abstimmung der zeitlichen Verbräuche zu einer gemeinsamen Optimierung erfolgen.Hier hänge ich gerade in meinem realen Leben, der örtliche Netzbetreiber hat “Null Bock” mit mir über solche Themen zu diskutieren. Denen ist es egal wann ich meinen Speicher be- oder entlade…

Ich könnte mir z.B. vorstellen meine Strombatterie nicht sofort am Morgen mit Sonnenstrom zu füllen, sondern wenn im lokalen Netz günstiger Strom vorhanden ist. Ebenso wäre es sinnvoll meine Batterie auch in jeder Produktionslosen Zeit (Nachts!) vollständig zu entleeren und nicht so wie heute nur so viel Energie zu entnehmen wie ich im eigenen Haushalt gerade benötige.

Die finanzielle Optimierung muß natürlich auch von unten nach oben erfolgen. Eine Abstimmung zwischen Hausbesitzer und lokalem Netzbetreiber muß unter dem Gesichtspunkt der lokalen Wertschöpfung laufen und nicht mit einem marktwirtschaftlichen Geschwafel vermischt werden. Wenn der lokale Netzbetreiber “Leipziger Börsenpreise” für den Strom aus der lokalen Solaranlagen in die Diskussion einbringt dann ist die Basis für eine partnerschaftlichen lokalen Energieversorgung nicht gegeben… Oder wenn der Gesetzgeber meint der lokale Energiehandel müsste sich an den Kosten des “europaweiten/weltweiten Energiehandels” beteiligen dann sind die lokalen Bemühungen für die Tonne!

Ich bin mal gespannt ob es erneut mehr als ein Jahr dauert bis der Stromgirokonto Eröffnung einen Schritt näher kommen. ;-)

Die Zukunft der abgebrannten Energien

Seit sich die Nachricht vom “radikal” verändernden E.on Konzern verbreitet, berichten die unterschiedlichsten Medien gerade so als ob es eine andere Alternative gegeben hätte. Der Vorstandschef steht schließlich ca. 60.000 Mitarbeitern vor. Er hat 31 Milliarden Schulden im Konzern und soll für den Rückbau der Atomkraftwerke weitere 14,5 Milliarden irgendwann mal flüssig machen. Für seinen Kohlestrom kriegt er Jahr für Jahr weniger und im Geschäft mit den Erneuerbaren Energien sind die Renditen nicht in “AG-Höhe” zu erwirtschaften.

Oder habe ich da was verpasst und die 800 Energiegenossenschaften betreiben Kraftwerke mit einem üppig gut bezahlten Personalstand und geben ihren Genossen noch eine auskömmliche Ausschüttung. Den Genossenschaften wohlgesonnenen Verbände werden Spenden überwiesen und der Werbewirtschaft werden tausende von Euros zugeschoben um das Energiegenossenschaftsmarketing zu betreiben. Nee, ich hab nix verpasst. Mit den Einspeisetarifen die momentan für Erneuerbare Energien gezahlt werden kann kein Konzern alle seine Nutznießer weiter beschäftigen. Ausnahmen gibt es natürlich wie immer! Mit der Offshore Windenergie ist es möglich die satten Strukturen eines Konzerns zu ernähren. Der Netzbetrieb (mit staatlich garantierten 9,05 Prozent ) ist natürlich auch ein Leckerli was sich ein E.on gerne einverleiben würde. Unter dem schicken Wort “Kundenbetreuung” darf man sich den Rundum-Sorglos-Flatrate Energie Kunden vorstellen, der nur noch die Abbuchungserlaubnis vom Girokonto unterschreiben muss. Ansonsten ist alles in der Flatte-Ratte drin. Aufgehübscht natürlich von tollen Bildern der exklusiven E.on App die allen Kunden Tag und Nacht zur Verfügung stehen.

Die “Neue E.on” will also mit Offshore Kraftwerken Strom produzieren, über eigene Netze transportieren und den zufriedenen Kunden frei Haus liefern.
Wohlgemerkt mit 40.000 Mitarbeitern!
Wohlgemerkt die Gehälter in dieser Branche sind nicht die schlechtesten!
Wohlgemerkt die Sozialleistungen bei E.on liegen leicht über denen der Branche der Erneuerbaren Energien! (Achtung da spielte leichte Ironie mit!)

In die noch Neuere E.on, (übernehmen wir einfach mal den Namen E.off aus der Süddeutschen) steckt das Management von E.on mal kurz 20.000 Mitarbeiter und alle Kraftwerke der abgebrannten Energien. Das sind dann die Öl, Gas, Kohle und Atomkraftwerke. Die E.off wird dann nach und nach ihre Einnahmequellen verlieren, denn E.on baut ja Kraftwerke mit Erneuerbaren Energien! Viele Kraftwerke müssen es schon sein wenn tausende E.on Mitarbeiter davon leben wollen! Die Aktionäre von E.on wollen natürlich auch ernährt werden! Wobei die E.on Aktionäre anscheinend eine gleiche Anzahl von den tollen E.off Aktien erhalten sollen! Nicht erklärt wurde wie der Aktienkurs der Neuen E.on Aktien stabil bleiben soll wenn man die 20.000 Mitarbeiter inclusive aller Kraftwerke rausnimmt und an der Börse Aktien von E.off anbietet! Wo der Mehrwert herkommen soll erschließt sich mir nicht. Oder vielleicht hab ich doch so eine klitzekleine Ahnung was da angedacht ist. Wenn die Aktionäre von E.off plötzlich nicht in Deutschland sondern aus dem Ausland nicht an die Gerichten sondern ein frei verhandelbares “Investor-Staat-Schiedsverfahren” anstreben, dann ist klar wo der Mehrwert liegt. Die ziehen uns BürgerInnen in den Hinterzimmern bei Kaffee, Schampus und Häppchen die Kohle in einer Art “Flatrate” für abgebrannte Energien aus dem Hintern.

Aber das war doch klar!
Nachdem wir schon üppig für die Bereitstellung von Energie gezahlte haben, fleißig das Quecksilber aus den Schloten der Kohlekraftwerken inhaliert haben, die atomare Minimalststrahlung in unseren Körpern biologisch abgebaut haben zahlen wir auch in naher Zukunft für den IrRWEg der abgebrannten Energien. Wer sonst als die Bürger?

Was allerdings auch klar ist! Wir Bürger können es kostengünstiger! Wir müssen es nur tun. Deshalb mein Tip wie immer: Baut Photovoltaikanlagen!