Deutscher Solarpreis der Zweite!

Herzlichen Dank an Eurosolar und ebenfalls mein allerherzlichstes Dankeschön an alle anderen Energieblogger! Wir haben es gemeinsam geschafft als unabhängige Energieblogger in der Kategorie Medien den Deutschen Solarpreis 2014 überreicht zu bekommen. Wir haben ja mit 19 Blogs die “lockere Gemeinschaft” gegründet und waren überrascht wie schnell wir inzwischen auf über 50 Energieblogs anwuchsen. Dass uns Eurosolar aber den Deutschen Solarpreis in der Kategorie Medien in diesem Jahr verleihen würde, damit hatten wir nicht gerechnet.
Ich schon gar nicht! Schließlich durfte ich erst im letzten Jahr in der Kategorie “Sonderpreis für persönliches Engagement” meinen eigenen Deutschen Solarpreis entgegennehmen. Als “Verfechter einer regionalen Energiewende in Bürgerhand” für die ich lange, lange Zeit schon aktiv bin.

Dass wir, die Energieblogger, jetzt schon nach “nur” 3.156 Artikeln (davon 223 oder ca. 7% von mir!) den Preis erhalten, schreibe ich (Mister 7%! ;-) ) der jungen, wilden Truppe zu. Schließlich sind wir anders! Anders wie die großen Medien. Wir haben keine Rücksicht zu nehmen auf Abonnenten, auf Geschäftsführer, auf Kunden oder Lieferanten. Auch der Politik schreiben wir unsere Gedanken ungefiltert auf. Wir sind wie Erneuerbare Energien lokal, dezentral und erneuerbar, aber wir sind nicht aufzuhalten. Um es mit Franz Alt zu schreiben die Sonne schreibt keine Rechnung die Energieblogger auch nicht!

Ich glaube auch unsere Unbekümmertheit hat uns viel zu diesem Preis verholfen. Wir sind nie erstarrt vor der Aufgabe die vor uns steht und vor den Widersachern die wir noch in die Insolvenz schicken müssen…

Damit allen klar wird in welche Fußstapfen wir treten hier die Auflistung aller 18 Solarpreisträger in der Kategorie Medien seit 1994:

1994 Franz Alt
1996 Sophia und Stefan Behling
1997 Anne Kreutzmann, Photon
1998 Fechner Media GmbH
1999 Volker Angres, ZDF Redaktion Umwelt    
2000 Michael Franken       
2001 Solarthemen  
2002 Rolf Schlenker, Jens Dücker und Dietrich Krauß (SWR)  
2003 Rolf Hug, Solarserver           
2004 Bigi Alt         
2005 Stadt Oederan          
2006 B.A.U.M. Consult GmbH   
2007 Martin Unfried und Zeitschrift für Neues Energierecht
2009 Wir-Klimaretter.de   
2010 Bernward Janzing    
2011 Agentur für Erneuerbare Energien  
2013 TU Darmstadt Architektur   

Nochmals vielen, vielen Dank an meine Mitbloggerinnen und Mitblogger ihr seid wunderbar und wir haben gemeinsam etwas erreicht was FAZ und die BILD nie erreichen können. Wir räumen am Samstag den “Deutschen Solarpreis in der Kategorie Medien” in Witten ab und danach geb ich allen Bloggern einen aus. Prost!

Damit meine Leser sich einen Überblick über die unterschiedlichsten Berichte unserer Community machen können hier die Linkliste aller bisher erschienen Beiträge:

Andreas Raetsch, Energieblog Niedersachsen “Die Energieblogger erhalten deutschen Solarpreis 2014!
Jörg Heidjann, Stromauskunft “Deutscher Solarpreis 2014 – Energieblogger erhalten Auszeichnung
Andreas Raetsch 2, Energieblog Niedersachsen “Deutscher Solarpeis: zum zweiten mal Sonnenflüsterer Renz dabei!

Freibrief

Guude Mosche! (Für nicht Südhessen “Guten Morgen”)

Ich bin aus dem Urlaub zurück und möchte als erstes von einer Veranstaltung am Wochenende berichten. Nein heute geht es noch nicht um den Konvent vom Bündnis für Bürgerenergie sondern um “eine dreigedrehte Dorfgeschichte” dem “Deppenkaiser” dem ich in Darmstadt beiwohnen durfte. Endlich war es so weit wir hatten Karten für in die Comedy Hall zum Kikeriki Theater und deren legenderem Puppentheaterstück “Deppenkaiser”. Ich durfte selbst erleben was es mit diesem “Deppenkaiser” auf sich hat.

Es ist nicht einfach Karten vom Kikeriki Abendprogramm zu ergattern. Momentan sind die nächsten 59 Veranstaltungen ausverkauft! Wenn ihr dann noch einen besonderen Wunsch habt kann es noch länger dauern bis es überhaupt mal Sinn macht anzurufen. Karten für die nächste Samstagsvorstellungen wären momentan z.B. am 2.5.2015 zu haben. Sollten dann noch besondere Sitzplatzwünsche vorhanden sein, dann sag ich “Guuds Nächtle dess wert in näxschde Zeit nix”. Eines der Erfolgsrezepte des Kikeriki Theaters (4.900 ausverkaufte Vorstellungen!) ist ihre Südhessische Mundart! Das kommt mir natürlich sehr entgegen…

Wer das Erfolgsgeheimnis vom Kikeriki Theater kennen lernen möchte sollte sich deren zehn Thesen anschauen. Die sind nicht nur am Bühneneingang genagelt sondern die Jungs und Mädels “leben diese Thesen” auch!

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Natürlich bin ich auch stolz wie Bolle, dass ich jetzt auch noch Besitzer des Freibriefs von “Freiherr Franz von Zossenhain” bin wobei ich ehrlich sagen muß, meine Lieblingsfigur war natürlich der “Häbärrt”(Herbert der Äbbelwoi Händler) mit seinen unnachahmlichen derben Kommentaren…

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Natürlich ist der nächste Besuch schon besprochen. Aber wie geschrieben der Kampf um Karten ist ein schwerer…

Noch was zu meinem Urlaub. Ich war zwar auf Gran Canaria aber ich habe nichts mit den Demonstrationen gegen die Erdölförderung zu tun.Wobei ich das Ansinnen der Insulaner natürlich Voll und Ganz unterstütze. Auch in Spanien will die Landesregierung anscheinend die Bürger vor Ort nicht in die Entscheidungen einbeziehen. (dass kenn ich doch?)

Ich lag nur am Strand und am Pool. Mehrmals wurde ich auch in Restaurants und natürlich in den lokalen Fischrestaurants der Fischergenossenschaften (Cofradia de Pescadores) gesehen. Wer leckeren und frischen Fisch essen möchte sollte sich in jedem spanischen Hafen nach diesen Restaurants umsehen. Immer eine Empfehlung!
Ich schließe mich der Topbewertung von Uschi im Holidaycheck an. Bei uns gabs leckere Muscheln als Tapa und ne ordentliche Fischportion (850 Gramm!) der Sorte “Sama” (Rotbrasse) als Hauptspeise. Bilder gefällig?
“Tapa” Muscheln

Tapa Muscheln auf Gran Canaria

Hauptspeise “Sama” Rotbrasse

Kanarische Rotbrasse "Sama"

Guude Abbedid!

Der Ball liegt bei der Politik!

Ich geh jetzt mal in Urlaub! Die Arbeit ist getan! Die Photovoltaik ist die kostengünstigste Erneuerbare Energie. Da ich jetzt circa zwei Wochen weg bin hab ich mich entschlossen “meine Abgeordneten” vom Kreistag über den Hessischen Landtag bis zum Bundestag den Staffelstab zu übergeben. In einem offenen Brief fordere ich sie auf sich für die Solarenergie zu engagieren.

Handlungsbedarf haben wir bei den Megawattanlagen und den Steckdosenmodulen. Letztere könnte sich jeder Abgeordnete als Zeichen pro Erneuerbare Energien an sein Haus hängen…

Oder was meint ihr? Hier der Text meines offenen Briefes:

Sehr geehrte Fraktionsvorsitzende im Bundestag, im Hessischen Landesparlament und im Kreistag Bergstraße,

ich bitte um Weiterleitung dieses offenen Briefes an alle Mitglieder Ihrer Fraktion. Mein Name ist Erhard Renz, einige der Abgeordneten kennen mich persönlich aus meinen Aktivitäten der letzten 15 Jahre.

Ich gehöre zu den 56.000 Menschen die Ihren Arbeitsplatz in der Solarbranche verloren haben. Da ich nur 6 Jahre in der Solarbranche aber davor bereits 37 Jahre in der Automobilbranche gearbeitet habe, kann ich mir eine Frühpension leisten.

Jetzt werde ich erst einmal in Urlaub fahren, denn ich habe mit meinen Freunden aus der Solarbranche unseren Teil der Arbeit erledigt.

Photovoltaik ist inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie
Der Ball liegt jetzt bei Ihnen, den politischen Vertretern!

Im August und September haben wir erstmals, dank des EEG, Solarkraftwerke gebaut mit niedrigeren Kosten wie sie derzeit für die Windenergie gezahlt werden. Die Vergütung (Kosten) wurden von ehemals gut 57 Cent auf 8,79 Cent je kWh (für Anlagen bis 500 kWp) verringert. Kostenreduzierung auf ein Sechstel der ehemaligen Kosten!

Leider wird dieser Preis nur für mittlere Kraftwerke vergütet. Große Photovoltaikkraftwerke (über 10 MW), wie sie derzeit weltweit gebaut werden, sind in der Deutschen Förderung nicht mehr enthalten. Warum nicht? Darauf hätte ich gerne von Ihnen eine Antwort.

Wenn Sie die Kosten der Erneuerbaren Energien bemängeln, dann müssen Sie auch Photovoltaik Großkraftwerke in der Förderung berücksichtigen.

Die Diskussionen um das EEG 2014 gingen immer um die Kosten. Wenn aber die Photovoltaik inzwischen die kostengünstigste Erneuerbare Energie ist darf man den Ausbau der PV nicht durch unsinnige Gesetze stoppen.

Wenn Sie jetzt sagen dies wäre nur für die Großinvestoren interessant und vom Bürger bezahlt, dann verweise ich auf die inzwischen technisch einwandfreien Steckdosenmodule. Mit einem Solarmodul inclusive Wechselrichter kann inzwischen jeder Bürger Strom selbst produzieren. Die Module können an den Balkon, im Garten, an der Wand oder auf das Dach selbst auf der Nordseite installiert werden. Kostenpunkt für dieses System ca. 600 Euro. Alle Normen und Sicherheitsvorgaben werden natürlich inzwischen eingehalten. Wer in solch ein Steckdosenmodul investiert belastet die EEG Umlage nicht.
Also woran scheitert es, diese Technik zu fördern?
Sie unterstützen Hartz IV Empfänger mit einer Prämie von 150 Euro für die Anschaffung eines Energiesparenden Kühlschrankes. Warum stellen sie diesen Betrag nicht für den Kauf eines Steckdosenmoduls zur Verfügung? Oder um es noch zukunftsfähiger zu machen geben sie weitere 150 Euro für den Kauf eines kleinen Stromspeichers dazu.

Sie sehen wir die Macher in der Solarbranche haben alles technisch Notwendige getan um eine kostengünstige „Energiewende“ zu schaffen. Wir haben die Technik, jetzt sind Sie als politische Abgeordnete gefragt. Handeln Sie!

Geben Sie auch für Megawatt Photovoltaik Anlagen eine Minimal Vergütung und überlassen Sie den Menschen vor Ort wo diese Anlagen entstehen sollen. Geben Sie dem Bürger ebenfalls eine Unterstützung beim Kauf eines einzelnen Moduls welches er an die Steckdose anschließen kann und hören Sie auf die Photovoltaik auszubremsen. Am besten Sie kaufen selbst als Vorbild ein Steckdosenmodul als Zeichen, dass Sie ein Unterstützer der Energiewende sind.

Der Ruf der Solarbranche ist ramponiert durch Halbwahrheiten in den Medien und negativer Polemik. Die Branche benötigt eine Kampagne die der Solarenergie ihren alten Zauber wieder gibt. Ohne Unterstützung sind weitere Arbeitsplätze und der Anschluss an die Weltspitze der Solarbranche in Gefahr.

Sie machen ansonsten die Erfolgsgeschichte „Deutsche Energiewende“ lächerlich. Die Welt schaut auf Deutschland ob das hoch technologisierte Land den Atomausstieg schafft.

Deutschland hat der Welt die Photovoltaik geschenkt.
Wir sollten dieses Geschenk aber auch selbst nutzen!

Nach meinem Urlaub werde ich mich erneut bei Ihnen melden.

Ich bitte die Fraktionsvorsitzenden mir eine Rückmeldung zu geben ob Sie den offenen Brief an die Abgeordneten weitergegeben haben.

Natürlich werde ich den offenen Brief über meine Kanäle entsprechend verteilen

Mit sonnigen Grüßen

Erhard Renz
Gutenbergstraße 8
68642 Bürstadt

www.sonnenfluesterer.de

mehr als 200 Vorträge zum Thema Erneuerbare Energien
2013 Deutscher Solarpreis für persönliches Engagement von Eurosolar
2013 Gründungsmitglied der Energieblogger
2012 Gründungsmitglied des Deutschen Solarbetreiber Clubs e.V.
2012 Repowering der eigenen PV Anlage und Installation eines Stromspeichers
2011 Solarbotschafter bei „Woche der Sonne“
2010 Gründungsmitglied der Energiegenossenschaft Starkenburg e.V.
2009 Initiator Photovoltaikanlage an Lärmschutzwand
2006 Gründungsmitglied von Metropolsolar Rhein Neckar e.V.
2006 Verlierer der Solarwette gegen Landrat des Kreis Bergstraße
2005 Meine Heimatstadt wird Meister der Solarbundesliga
2005 Initiator der Weltgrößten Photovoltaikanlage 5 MW und 23 Mio. Euro Investition.
2005 Gründer der Solar Bürger eG (Energiegenossenschaft)
2005 Landesehrenbrief (Hessen)
2004 Umweltpreis der Stadt Bürstadt
2001 Bau der ersten PV Anlage

Meinung des Tages!

Nachdem am Montag im Blog Energiezukunft meine Meinung der Woche veröffentlicht wurde, möchte ich heute meine Tagesmeinung nachschieben. Als Blogger bin ich nun mal ein Schnellschreiber und kein Redakteur oder sogar Wissenschaftler der sich lange mit einem Thema beschäftigt. Wenn mir was durch den Kopf geht dann muss es raus! Aber bei dem Thema “Ist eine RWE Aktie Bürgerenergie” da schwirren auch Tage danach noch Ideen durch meine Birne die ich heute nachschieben möchte.

Vor allem der Abschnitt “Effizienz durch Bürgerenergie” möchte ich ergänzen/präzisieren. Durch das miserable EEG 2014 gehen momentan den Energiegenossenschaften die Projekte aus. Die Energiegenossenschaften brauchen aber ein Wachstum denn die wenigsten sind schon mit so vielen Projekten gesegnet, dass ein Wirtschafltiches Überleben für die nächsten Jahre gewährleistet ist. Ich befürchte, dass beim “ersten Sturm” einige Genossenschaften in Insolvenz gehen. Deshalb müssen Projekte her die den Genossenschaften eine breite Basis an Projekten gibt. Ich weiß nicht in wie vielen Vorträgen ich von der wichtigen Effizienz gehört habe die angeblich für den Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien notwendig ist. Nur getan hat sich wenig, viel zu wenig und ein sexy Konzept ist mir auch nicht bekannt.
Warum also machen wir es mit unseren Energiegenossenschaften nicht selbst?
Wir kaufen Grundstücke in unseren Kommunen auf und peppen die Grundstücke mit Häusern, nach dem neuesten Energiesparstandard, auf? Finanziert über die Energiegenossenschaft, geplant von unseren lokalen Architekten, gebaut von unseren lokalen Handwerken bewohnt von Mietern denen ein Haus mit wenigen Nebenkosten etwas Wert ist.

Ich erlebe in unseren Kommunen immer wieder, dass Häuser von älteren Menschen bewohnt werden die sich aufgrund ihres Alters kaum noch um ihre Immobilie kümmern können. Das Haus wird abgewohnt! Die Kinder sind weltweit unterwegs und wohnen nicht nah bei den Eltern sondern in der Nähe des Arbeitsplatzes. Wenn dann die Eltern sterben wird der Verkaufspreis des Grundstückes inclusive Haus oft zu hoch angesetzt. Die Folge, das Grundstück wird nicht verkauft und vergammelt noch mehr. Erst wenn die Vergammelung so weit fortgeschritten ist und die Kinder entnervt aufgeben wird verkauft und der Käufer kümmert sich wieder um eine Instandsetzung des Hauses. Ob dann ein Energie-Spar-Haus oder sogar ein Energie Plus Haus gebaut wird steht in den Sternen. Die Nachbarn dieses Grundstückes müssen Jahre lang den Siechtum der Immobilie ertragen. Dadurch dass in diesem Haus weder Strom verbraucht, noch Wasser genutzt, noch Internet genutzt wird, beteiligt sich dieses “Grundstück” nicht an den “Gemeinkosten” die in solch einer “Gemeinde” anfallen.

Wenn wir uns mit unseren Energiegenossenschaften um solche Grundstücke kümmern erhalten wir die kommunale Infrastruktur und schaffen einen Anschub in Richtung Energieeffizienz. Die Grundstücke müssen allerdings immer im Eigentum der Genossenschaft bleiben. Nur der Grundbesitz sichert langfristig das überleben der Gemeinschaft.

Es ist natürlich auch denkbar, dass die Genossenschaft nur das Grundstück ankauft und einem Bauwilligen unter der Voraussetzung ein Energie Effizientes Haus zu bauen, langfristig verpachtet.

Ich glaube wir wären in der Lage für alle Genossen der Genossenschaft, Architekten, Handwerken und Bewohner der Immobilie eine finanziell attraktive Perspektive zu bieten. Sicherlich ist auch diese “Tagesmeinung” noch nicht zu Ende gedacht aber ich finde zwei Tage bevor ich mich in Urlaub abmelde ist es eine gute Diskussionsbasis oder was meint ihr?

Sammlung: Erneuerbare sind zu teuer

Wie oft hab ich schon gehört Erneuerbare Energien wären teuer!
Nach 37 Jahren Daimler Benz im Rechnungswesen, weiss ich es kommt immer drauf an wie die Rechnung aufgemacht wird. Was rechnen wir in die “Kosten” ein? Bei Atomkraftwerken die Lagerkosten von zig Generationen? Bei Kohlekraftwerken die Atemwegserkrankungen von Kindern? Wie bewerten wir das Husten der Kinder in Euro?

Hier in dieser Sammlung werde ich die Artikel erwähnen und sammeln, die den Spruch oder dem Sinn nach von “Erneuerbare Energien sind teuer” schreiben. Als legendäre Aussage des Ex-Vorstandsvorsitzenden der RWE möchte ich Jürgen Großmann mit seinem Ananas Spruch anführen…

Ganz aktuell (9/2014) kommt Robin Grimes (Nuklearphysiker!) zu der Erkenntnis “Es sei aber “nicht wahr”, dass Nuklearenergie teurer als etwa erneuerbare Energien sei – die echte Konkurrenz seien lediglich billige, aber umweltschädliche Stoffe wie Kohle, sagt Grimes.” Eine Begründung hat die Lusche anscheinend nicht aber Hauptsache mal einen dummen Spruch losgelassen.

Auch an den Unsinn eines Professors mit dem ungerechtfertigten Namen Sinn möchte ich erinnern (3/2012) der mit seiner Einschätzung “…der Markt für die Erneuerbaren auf absehbare Zeit von öffentlichen Subventionen lebt und nicht vom ureigenen Interesse der Nachfrager getrieben ist.” lag er ordentlich daneben. Inzwischen werden Erneuerbare Energien auch ohne Förderung genutzt. Aber trotzderm wird dieser Unsinn immer noch als Experte gehandelt.

Ich bin mir sicher, dass es noch munter weitergeht mit dem Spruch Erneuerbare Energien sind teuer und ich werde noch öfter meine Sammlung erweitern drüfen. Wer einen Artikel mit diesem Unsinn findet bitte melden…

Pecha Kucha beim 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße

So hab ich mir es vor einem Jahr gewünscht. Wir waren ca. 35 Personen die sich am Freitag Abend in Heppenheim trafen. Dort gab es von Wolfgang Müller allumfassende Infos zu seinem Balkonmodul mit Stromspeicher. Vor seinem Vortrag gab es eine Vorstellungsrunde und von mir den 6 Minuten 40 Sekunden dauernden Pecha Kucha Vortrag. Ich werde diese Art des Vortrags auf den Bergsträßer Energie Gesprächen beibehalten. Auch wenn 20 Sekunden je Folie für mich manchmal kaum ausreichen und 20 Folien in dieser Zeit auch die Zuhörer überfordern. Aber ich möchte ja nur Appetit wecken was alles möglich ist um selbst bei der Energiewende etwas zu tun. Schaut euch selbst die Präsentation an und wenn etwas unverständlich ist einfach kommentieren. Ich halte das schon aus! ;-)

Doch der Appetithappen soll natürlich den Vortrag von Wolfgang nicht in den Schatten stellen. Mich hat das Steckdosenmodul überzeugt. Es war ein Klasse Energie Gespräch nochmals Dank an Wolfgang Müller er hat alles gehalten was versprochen war. Ich bin bereit damit eine Kampagne loszutreten. Allerdings muß ich noch die Füße still halten. Denn vom 5.10.-15.10. bin ich im Urlaub der Sonne etwas näher. Aber danach geht es weiter mit dem wenden der Energie. Das Ziel steht immer noch.

100% Erneuerbare Energien in Bürgerhand!

Photovoltaikanlagen seit 2006 um 15% billiger

ralosHistory 21.10.2008 (erste Veröffentlichung)

Immer gegen Ende eines Jahres wird uns die Frage gestellt ob die Preise im nächsten Jahr sich reduzieren werden. Jetzt fehlt uns natürlich jede Begabung in die Zukunft zu schauen. Deshalb sind Prognosen für das nächste Jahr immer schwierig. Sicherlich werden die weltweiten Entwicklungen auf den größeren Märkten wie Spanien, Italien und China eine große Rolle spielen. Wenn die Modulfirmen dort ihre Produkte zu guten Preisen absetzen können werden die Preise in Deutschland nicht so stark sinken. Aber wie gesagt alles Kaffeesatzleserei…

Was wir allerdings können sind die Preis Entwicklungen der letzten Jahre zu verfolgen.

2008 12 13

Der Bundesverband Solarwirtschaft ermittelt regelmäßig die durchschnittlichen Verkaufspreise und veröffentlicht diese auf seiner Homepage. Wie aus dieser Grafik abzulesen ist haben sich die Preise um mehr als 15% reduziert obwohl sich die Einspeisevergütungen im selben Zeitraum “nur” um zehn Prozent reduziert haben. An dieser Erhebung kann man ableiten, dass die Branche sicherlich auch 2009 in der Lage sein wird die Kosten entsprechend zu senken um weiterhin dem Kunden eine attraktive Verzinsung anbieten zu können.

Bei dieser Statistik wird allerdings ein breites Spektrum betrachtet. Da Anlagen bis zu 100 kWp in die Statistik einfließen reden wir um eine Investition von ca. 400.000 Euro. Dass bei dieser Größenordnung ein geringerer kWp Preis gezahlt wird als bei einer 5 kWp Anlage dürfte jedem klar sein. Die Grundbotschaft stimmt allerdings 15% Preisreduktion in zwei Jahren. Das sollen uns die fossilen und atomaren Energien erst mal nachmachen…

Was können andere und wir nicht?

ralosHistory 12.12.2008 (erste Veröffentlichung)

Es ist unglaublich, wie wenig man der Solar Branche zutraut.

Der Ölmarkt wuchs zwischen 1862 und 1991 jährlich um 25%…
Die Atomkraft wuchs zwischen 1957 und 1977 jährlich um 36%…
Der Mobilfunk wuchs zwischen 1986 und 2000 jährlich um 48%…

Wenn die das konnten dann kann das die Solar Branche auch!
Wir sind es dem Klimawandel einfach schuldig.

Die Photovoltaik hat 2007 bereits drei Terawatt Stunden Strom in Deutschland eingespeist. Wenn wir “nur23 Jahre lang 25% Prozent Wachstum hätten, würden wir mehr Strom mit Photovoltaik produzieren wie derzeit in Deutschland verbraucht wird.

Ich weiß, dass geht nicht.
Wo sollen denn die ganzen Module hin? Wer soll das bezahlen? Wo soll das Silizium herkommen? Fragen über Fragen.
Aber beim Öl, den Atomkraftwerken und dem Mobilfunk hat es doch auch funktioniert?

Übrigens wird von der European Photovoltaic Industry Association (EPIA) genau die Steigerungsrate von 25% vorhergesagt? Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) nimmt an, dass sich der Solarstrom bis 2040 in jeder Dekade verzehnfacht. Dies entspricht einem jährlichen Wachstum von 30%.

Betrachten wir nicht nur die Photovoltaik sondern alle Erneuerbare Energien dann stellen wir eine Steigerung von 2005 auf 2006 von 14% fest. Auf 2007 bereits um 21% wenn wir diese 21% weiterdenken wären wir bereits 2017 bei einer 100%igen Vollversorgung mit erneuerbaren Energien beim Strom. Ohne eine kWh einsparen zu müssen.

Wir reden aber über Stromlücken? Bau von neuen Kohlekraftwerken. Gratis-Verschmutzungsrechten. Ausnahmen für die großen “Energie-Fresser”. Milliarden für Banken. Milliarden für die Automobilindustrie.

Ich wiederhole mich aber wir müssen es wollen und uns auf die wirklich wichtigen Dinge konzentrieren. Einen kleinen Wink möchte ich mal geben schaut mal die Karikatur des SFV in seinem neuesten Solarbrief an. Der Weihnachtsmerkel müsste aus seinem Sack die richtigen bescheren…
…und hört auf uns kleinzureden. Wir sind eine Macht – wir würden auch Opel kaufen…

Hallo Windpark

Nein, ich rufe keinen Windpark, sondern ich schreibe heute über einen Windpark mit dem Namen “Hallo”. Mehr als tausend Windfreunde (incl. meinem Sonnenschein und mir!) feierten bei Regen ein schönes Windfest. Michael Häusser, Vorsitzender des BWE Regionalverbandes Südhessen hatte geladen und viele sind gekommen. Leider hat sich Tarek al Wazir (Hessischer Wirtschaftsminister) entschlossen nicht nach Freiensteinau zu kommen. Er ist anscheinend verschnupft weil der Fa. Luftstrom vorgeworfen wird eine Ordnungswidrigkeit begangen zu haben. Wenn dass die Messlatte ist die Tarek anlegt, darf er in Zukunft vermutlich keine Firma mehr besuchen. Es hätte ihm gut angestanden vorbei zu schauen, aber leider hat er diese Chance verpasst. Ich bedauere es! Dass er jetzt noch auf der “Großen Bühne” im hessischen Landtag nachkartet empfinde ich einer “Ordnungswidrigkeit” nicht angemessen. Aber was soll’s…

Gekommen sind dafür 300 Gegendemonstranten! Es waren zwar 1.000 angekündigt aber die so wie die Argumente, sind auch die Planungen der Gegner nur als wirr zu bezeichnen. Wer möchte kann sich das Filmchen anschauen und die Windkraftgegner hören. Der Sprechchor sollte sich einen anderen Spruch aussuchen.
“Rote Karte Al Wazir
stopp den Wahn, sonst weg mit dir”
Hört sich weder gut an noch können dreihundert Windkraftgegner, die sowieso noch nie den Tarek gewählt haben durch Verweigerung, die Grünen aus der Regierungsverantwortung abwählen. Ähnlich wirr ist die Vorstellung vom “Pressesprecher Vernunftkraft e.V.” Hans Teegelbekkers der meint “Man müsste…die Energiewende stoppen” (und damit zwei – drei Hunderttausend Beschäftigte zu Arbeitslosen machen!) und dann aus der Umsatzsteuer der EEG Umlage (immerhin Milliarden!) mal munter drauf los forschen! Wenn dies keine “idiotische Vorstellung” ist weiß ich auch nicht! Was dies mit Vernunft und Kraft zu tun hat weiß der Pressesprecher sicher selbst nicht…

Wer ankündigt es kämen 1.000 und dann sind nur 300 da, der macht sich natürlich Gedanken über fluktuierende Erneuerbare Energien. Ich kann euch Windkraftgegner aber beruhigen wir Windfreunde werden auch in Zukunft dafür sorgen dass immer so viel Strom im Netz ist wie ihr braucht! Wir arbeiten mit allen Erneuerbaren Energien (incl. Speichern) und unser Ziel sind 100% Erneuerbare Energien. Mit ist auch klar dass ich diese 300 nicht überzeugen kann! Will ich auch nicht sondern auch hier gilt mein Artikel der “Biologischen Lösung“. Ist halt so!

Damit ihr euch ein Bild von der tollen Veranstaltung machen könnt hab ich einige Infos parat. Zum einen den Pressespiegel aus den “Kinzigtal Nachrichten” Pfarrin Wiemer oder “Freiensteinauer Windpark eröffnet Große Gegendemo” und dem “Lauterbacher Anzeiger” die kurzerhand von 800 Geisterdemonstranten träumt.

Was all die Pressemitteilungen nicht erzählten sind die wagemutigen Fallschirmspringer die sich von der 135 Meter hohen Gondel in die Tiefe stürzten!
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Auf dem Bild seht ihr den Fallschirmspringer zwischen zwei Flügel. Was sind denn das für Flügelchen? Auf dem zweiten Bild seht ihr die zwei Flügel nochmal mit dem Turm eines der aktuellen Windräder…
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Da sieht man was sich in der Zwischenzeit getan hat. Beide Windräder sind von Enercon! Die Kleine ist eine E-18 und schon ca. 20 Jahre jung! Neben ihrer Tochter oder müsste ich Enkel sagen sieht das E-18 Windrädchen doch schon ganz neckig aus. Oder?
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Bei Enercon könnt ihr die technische Entwicklung der Windräder, von der E-18 bis zur E-101 wie sie in Freiensteinau gerade eingeweiht wurden, ansehen

Mikro PV Anlage!

Elektroinnungsfachbetriebe dürfen Mikro PV Anlagen an die Elektroanlage anschließen! So jedenfalls Franz Koller (Vorstandsmitglied der Elektroinnung NOK) in seinem Leserbrief in der Rhein Neckar Zeitung.
2014 09 24 Balkonmodul Leserbrief
Jetzt hab ich noch einen Namen “Mikro PV Anlage” für ein einzelnes Solarmodul welches an das eigene Stromnetz angeschlossen wird.

Ob Balkonmodul, Guerilla PV, Mikro PV Anlage, Steckdosenmodul oder Wandmodul es geht derzeit um das einfache anschließen einer kleinen PV-Anlage an das eigene Stromnetz! Es zeigt sich dass unser 5. MPS Energie Gespräch Bergstraße morgen (26.9.2014) den Nerv der Szene getroffen hat. Interessenten bitte unbedingt im Doodle anmelden. Wir stellen entsprechend die Stühle im Saal!

Klar dass bei dem kostengünstigen Strom aus einem Solarmodul auch die Elektroinnung ihren Anteil am Kuchen haben möchte. Ich geb H. Koller ja Recht, ich würde mein Guerilla Modul natürlich nur von einem Fachmann installieren lassen. Aber verboten ist es nicht wenn Mann/Frau (auf eigenes Risiko) ein Modul anschließt. Ich lasse mal ganz bewußt weg, wie der Anschluß getätigt wird! ;-)

Bei meinem Artikel über Christines “Balkonmodul” hat Stefan ja Fragen im Kommentarfeld gestellt. Die “gute Frau” berichtet gern was sie gemacht hat. Das “Balkonmodul” wurde beim örtlichen Netzbetreiber, wie eine “große” PV-Anlage mit dem gleichen Formular angemeldet. Erst nach der “Genehmigung” (ich weiß aber nicht wie die erfolgte?) durfte gebaut werden…

Das “Balkonmodul” wurde nicht als EEG Anlage gemeldet und hat keinen Anspruch auf Vergütung. Sollte das Modul mehr Strom produzieren wie im Haus benötigt wird fließt der Strom ins öffentliche Netz. Dieses Stromgeschenk wird nicht gezählt und damit auch nicht vergütet. Für die Techniker es wird ein Zähler mit Rücklaufsperre benötigt. Dieser läßt zwar den Stromfluß (aus dem Haus in das öffentliche Netz) zu zählt aber diesen Strom nicht!

Da die Einspeiseleistung dieses “Balkonmoduls” so klein ist (max. 250 Watt!) verzichtet der Netzbetreiber auch auf die “Prüfung der Netzstabilität” und auf das Einspeisemanagement. Beim Einspeisemanagement wird ja die Abregelung der Anlage oder die Reduzierung der Spitzenleistung auf 70% gefordert…

Ich kann mich nur der Aufforderung vom DGS anschließen:

“Bürger! Baut Guerilla-PV Anlagen auf jeden Balkon, auf jedes Dach! Blockiert die Energiekonzerne durch direkte Solarstromnutzung”

2014 09 24 Steckdosenmodul DGS

Übrigens hat die “gute Frau” schon auf den Leserbrief reagiert und wartet auf Veröffentlichung:

Leserbrief „Alles im grünen Bereich!“

Ich bedanke mich bei Herrn Koller, dem Vorstandsmitglied der Elektro-Innung NOK, für seine ergänzenden Hinweise in Hinblick auf die Installation eines Solarsteckdosensystems, auch Mikro-PV-Anlage genannt. Selbstverständlich  dürfen alle Arbeiten mit dem Solarsteckdosensystems nur im Rahmen der technischen und gesetzlichen Bestimmungen geschehen. Auf diese wird in unseren Vorträgen und in allen Selbstbaukursen, die von verschiedener Seite angeboten werden, in aller Deutlichkeit hingewiesen.  Die Vorschriften umfassen z. B. sowohl eine Einbaugenehmigung des örtlichen Stromversorgers (in Mosbach sind dies die Stadtwerke) sowie den endgültigen Anschluss der Anlage durch einen Fachbetriebs des Elektrohandwerks. Nur autorisierte Fachleute dürfen diese Verbindung durchführen. Der Selbstbau bezieht sich lediglich auf „ungefährliche“ Maßnahmen wie Montagen und Anschlussfertigungen, bei denen man nicht mit gefährlichen Strom- bzw. Spannungsstärken in Berührung kommen kann.

Den Verantwortlichen von S.U.N. e. V. ist das Gefahrenpotential der Arbeit mit elektrischem Strom in vollem Umfang bewusst. Und wir legen großen Wert darauf, hier immer mit dem notwendigen Verantwortungsbewusstsein  tätig zu sein. Wir freuen uns über die gute langjährige Zusammenarbeit mit dem örtlichen Handwerk und sind sicher, dass dafür auch in Zukunft Grund bestehen wird. Denn Ziel unseres Vereins ist nicht nur die Stärkung der regenerativen Energien, sondern uns liegt auch das Prinzip der Regionalität sehr am Herzen!

Wer sich über das Solarsteckdosensystem informieren möchte, ist zu den nächsten Vorträgen eingeladen: am 8. Oktober, 19 Uhr, in Buchen im Hotel „Prinz Carl“ und am 22. Oktober, 19 Uhr, in Sinsheim-Ehrstädt im Hotel „Kamps“. Weitere Informationen unter www.sun-ev.de.

Christine Denz, Mosbach, S.U.N.-Vorsitzende

Ihr seht, Metropolsolar mach Ernst mit der Informationskampagne zu den Balkonmodulen, Guerilla PV, Mikro PV Anlagen, Steckdosenmodulen oder Wandmodulen.
Wir organisieren ständig Energie Gespräche in unserer Region. Wo, wann, wer mit wem könnt ihr auf der Homepage Energie Info erfahren. Am besten den Newsletter bestellen. Noch besser ist aber sich schon morgen in Heppenheim zu der Solar Guerilla Infoveranstaltung kommen. Unbedingt anmelden…