In Summe 30.000 Dollar Kredite vergeben

Stammleser kennen diese Nachricht bei mir im Blog. In gewisser Regelmäßigkeit verkünde ich das Überschreiten einer Marke in KIVA. So geschehen im März 2013 (20.000 Dollar) und im November 2013 (25.000 Dollar). Jetzt habe ich mit meinen KIVA-Team-Freunden die 30.000 Dollar Marke geknackt. Wir sind inzwischen 34 “Members” die ihre Micro-Kredite dem Team “New Energy” zuordnen. Im KIVA Gesamt Team Ranking spielen wir keine Rolle (derzeit Platz 788 von 29.704) aber dies ist ja auch nur eine spielerische Motivationsvariante die mit dem eigentlichen Sinn von KIVA nichts zu tun hat. Trotzdem vielen Dank an meine KIVA-Team-Freunde es macht Spaß zu sehen, dass man nicht alleine Kredite an sinnvolle Projekte vergibt.

Wohlgemerkt keine Spenden sondern zinslose Kredite die wir vergeben haben. Wir erhalten also unser Geld zurück! Meine Kredite die ich vergebe sind kaum erwähnenswert weil ich immer “nur” 25 Dollar (die Mindestsumme) an ein Projekt vergebe. Das erscheint knauserig wenn man es liest, aber für mich ist es ein Ritual ein Projekt auszuwählen. Momentan suchen über 5.000 Projekte in KIVA nach Menschen die Projekte finanzieren. Es “erdet” mich jeden Tag wenn ich diese “25 Dollar Peanuts” vergebe. Meinen letzten 25 Dollar Kredit habe ich an Elsha aus Kenya vergeben. Sie benötigt die 100 Dollar zum Kauf eines Solar “panels”. Vermutlich ist das “panel” so groß wie ein DIN A 4 Blatt! Aber egal ihr hilft es enorm denn Sie hat dann am Abend Licht! Ein Luxus den wir hier in Europa nicht verstehen können. Aber die 46 Jahre junge verwitwete Dame hat auch noch 10 Kinder! Oh, Jesses!!! Keine Bank gäbe ihr einen Kredit! Aber KIVA kann es tun, denn die vier Menschen die je 25 Dollar zur Verfügung stellen glauben an Elsha. Auch ich bin mir sicher sie gibt mir meine 25 Dollar wieder zurück und wenn nicht, dann sag ich bitte Elsha du hast es zumindest versucht… Wer jetzt glaubt ich würde mein Geld nie wieder sehen der täuscht sich. Bei mir sind es nach sechs Jahren 98% meiner vergebenen Kreditsumme wurden zurückgezahlt. Die Mehrzahl der Menschen sind halt doch “gute”!

So jetzt aber noch etwas zur Statistik vom Team New Energy.
2014 11 21 KIVA Team 30.000

Unsere Kredite gingen zu 80% an Frauen! Leider ist unser Kreditvolumen welches wir vergeben haben gegenüber 2012 rückläufig! In welche Sektoren wir die Kredite vergeben ist oft nicht korrekt Klassifiziert.

Auch bei der Geographischen Verteilung kann KIVA mit einer Statistik aufwarten:
2014 11 21 KIVA Team 30.000 Statistik

Wie erwartet werden die Afrikanischen Länder auch vom Team New Energy bevorzugt. Wie ihr seht steht demnächst das nächste “Jubiläum” an! Denn im Moment haben wir 997 Darlehen vergeben das tausendste Darlehen wir also demnächst vergeben… Außerdem interessant, wir haben unsere Darlehen in 74 Ländern vergeben. Wenn man bedenkt, dass KIVA “nur” in 83 Länder bisher aktiv war haben wir schon sehr viel erreicht.

Auch wenn bisher alle meine Aufrufe (fast alle!) erfolglos waren, versuche ich es erneut. Ich kann jedem der ein paar Euro verkraften kann nur empfehlen mit KIVA direkt Menschen zu helfen. Wer weiß besser wie diese Menschen selbst was sie benötigen? Am Beispiel von Elsha ist klar zu erkennen, nur wenn Elsha den Kredit glaubt dass sie den Kredit zurückzahlen kann, wird sie investieren. Diese Entscheidung muss sie treffen. Wir geben ihr das Vertrauen und unsere paar Kröten das ist alles was wir tun. Es kann aber für die Einzelperson viel sein! Auch wenn es wie im Beispiel von Elsha “nur” 100 Dollar sind.

Natürlich wäre es nett wenn sich jemand entschließt bei KIVA mit zu machen wenn er sich dem Team New Energy anschließt, Dann kann ich bald wieder vom Überschreiten einer “magischen Grenze” berichten.

Energie Effizienz durch Bürgerenergie

Gestern hatte ich mein erstes Gespräch zum Thema “wie können wir unsere Kommune Energieeffizient umbauen”. Ich hatte dazu ja schon erste Meinungen veröffentlicht. Meine Idee dazu ist, zusammen mit innovativen Architekten Energieeffizienzprojekte zu identifizieren und diese dann über eine Energie Genossenschaft zu finanzieren. Dem Genossenschaftsmitglied kann es egal sein ob sein Geld für eine Photovoltaikanlage, ein Windrad oder eben ein Energie Effizientes Haus ausgegeben wird. Der ökologische Effekt kann der gleiche sein. Dies Auswirkung kann als angenehmer empfunden werden, wenn statt eines Windrades eine schöne neue Immobilie in der Innenstadt entsteht. Nur die Rendite muß natürlich auch vorhanden sein.

Durch die Einbindung von lokalen Architekten, Handwerkern und lokal vorhandenen Materialien kann die Verbundenheit der lokalen Bewohner erhöht werden. Beim Kauf von Solarmodulen und Windrädern wandert ja das Geld für die Module/Windräder aus der Kommune ab. Nur der Montageanteil oder kleinere Gewerke (z.B. Fundament) sind lokale Wertschöpfung. Beim Bau von Häusern kann viel plastischer aufgezeigt werden was Energieeffizienz vor Ort bereits erreichen kann. Es wäre doch toll wenn der Maler, der Elektriker und der Maurer vor Ort durch die Energiegenossenschaft profitiert.
Wenn wir es also schaffen herunter gewirtschaftete Häuser in der Innenstadt anzukaufen, zu renovieren oder abzureißen und neu zu bebauen, können Leuchtturmprojekte in der Kommune entstehen. Die Techniken die dabei eingesetzt werden können als Best Practice vor Ort gezeigt werden. Alle beteiligten Firmen zeigen was sie zum Thema Energie Effizienz drauf haben und den Genossen der Energiegenossenschaft bleibt die Rendite und ein gutes Energie Effizientes Gewissen (EEG!). Ich stelle immer wieder fest, dass die Anbieter von Effizienten Häusern, Gewerken immer wieder den Käufern nachlaufen! Warum nehmen wir die Projekte nicht ganzheitlich in Bürgerhand? Die Mieter dieser Objekte werden die beste Werbung sein die wir uns wünschen können.

Wir haben doch genügend Menschen die Energie Effiziente Häuser bauen können! Wenn denen “nur” das Geld fehlt, dann müssen die Energie Genossenschaften ran! Gebt das Geld der Genossen für Energie Effiziente Häuser. Vermietet die Häuser an Menschen die sich bisher vielleicht noch nie Gedanken über Energie Effizienz gemacht haben. Laßt sie einfach teilhaben an den Möglichkeiten die uns die Energie Effizienz bietet. Momentan höre ich doch von vielen Energie Genossenschaften “uns fehlen die Projekte”. Dann geht über in die Betrachtung von Technologieoptionen auf Gebäude- und Quartiersebene hinaus und ermöglicht eine integrierte Bewertung auf gesamtstädtischer Systemebene. Wenn dass kein Potential ist weiß ich es auch nicht mehr. Auf jeden Fall hat mein erstes Gespräch Appetit auf mehr gemacht und ich bin mir sicher, dass demnächst konkrete Projekte entstehen.

Deutschland wird immer mehr zum EE Entwicklungsland

Momentan bin ich mal wieder ziemlich tief unten! Die Motivation zum schreiben sinkt weil der Widerstand bei vielen Projekten einfach enorm ist. Ich engagiere mich ja momentan für die Plug In Module und stelle fest, wir werden auf allen Ebenen, in allen Hierarchien behindert, bekämpft und für bescheuert erklärt. Immer wieder erfahre ich den Hinweis, dass geht so nicht weil wir es noch nie so gemacht haben… Aber ich bin mir sicher auch dies Nuß (eigentliche viele Nüsse!) knacken wir noch.

Während ich mit meinen Mitstreitern ein Plug In Modul “legal ans Netz” anschließen möchte und endlos Bedenkenträger überzeugen muß macht es uns Bangladesch vor.

Drei Milliionen “Solar Systems” seit Mai diesen Jahres installiert! Hut ab! Da können sich unsere Bedenkenträger eine Scheibe abschneiden…

Wenn ich nicht ein Ur-Bürstädter wäre, würde ich am liebsten nach Bangladesch fliehen!

Photovoltaik ohne Förderung

Ja es geht! Wenn die Politik die EEG Förderung zu kompliziert macht, dann müssen wir eben ohne EEG auskommen, so einfach ist das Herr Gabriel. Wir machen dies nicht gern, denn wer sich auf Nischen einlässt der verpasst eigentlich das Machbare! Aber wir stellen derzeit fest eine normale Infoveranstaltung zu Photovoltaik lockt nicht viele Zuhörer an und unsere Installationsbetriebe müssen schließlich von irgendetwas leben…
Nur auf eine vernünftige Politik zu warten erscheint uns aussichtslos…

Wir machen es einfach und hier ist wieder ein Ergebnis: Photovoltaik ohne EEG und ohne Firlefanz!

2014-11-14 11.10.26

Ich weiß, das Kabel ist noch nicht verlegt, die Neigung des Moduls ist schlichtweg verkehrt aber darum geht es nicht. Wichtig sind das Solarmodul, das Kabel und der Stecker. Ein Steckdosenmodul!

Wir haben es “installiert” mitsamt dem Wechselrichter der hier nicht zu sehen ist. Natürlich ist beabsichtigt, das Kabel ordentlich zu verlegen. Die Neigung auf 28 Grad einzurichten, aber dies ist nachrangig. Wichtige Botschaft ist, es geht Mann/Frau kann ein Modul an den Balkon hängen und per Stecker und Steckdose den Strom in den eigenen Haushalt einfließen lassen. Ohne dass irgendeine Förderung notwendig ist. Solch ein Plug In Modul braucht kein EEG, braucht kein KfW Darlehen es braucht keine Genehmigung. Wenn man es richtig macht! Dies sind wir gerade am checken! Was man allerdings machen muss ist eine Anmeldung beim Netzbetreiber. Der sollte schon davon wissen, dass hier ab sofort ein Solarmodul Strom einspeist. Jetzt haben wir schon zwei Module “am Hausnetz” ein Wandmodul und ein Balkonmodul. Wie erwartet läuft nicht alles rund, aber genau aus dem Grund “testen” wir ja die “Guerilla-PV” um zu testen wo es hakt und es hakt tatsächlich an den Punkten die wir nicht erwartet hatten. Aber jeder haken sollte umgehbar sein und dann machen wir die “Ein Modul Revolution”! Wenn die “Haken” enthakt sind kommen weitere Infos. Wer auch ohne EEG einspeisen möchte kann sich gerne bei mir melden.

Ich hole 100.000 Demonstranten nach Biblis!

Nachdem der Wortführer von RWE (H. Kemmeter), beim Erörterungstermin zum Antrag auf Abbau und Stilllegung der beiden Atomruinen in Biblis, die anwesenden EinwenderInnen mit folgender Info schockte:
RWE verzichtet nicht auf den Weiterbetrieb von Biblis Block A wenn das Urteil am Bundesverfassungsgericht “erfolgreich” (aus RWE Sicht!) wäre.

RWE schwätzt also von einer Inbetriebnahme von Block A in Biblis! Nur mal so Herr Kemmeter, Herr Kusicka (Bürgermeister von Biblis) und Herr Terium (Vorstand RWE AG)  auch ich werde nicht auf mein Recht verzichten zu demonstrieren. Wenn sie tatsächlich, ernsthaft ihre Atomruine wieder zum Kraftwerk machen wollen, dann werde ich erneut zur Demo in Biblis mobilisieren. Ich bin mir sicher es würden mehr Menschen kommen. Damals, vor viereinhalb Jahren am 24.4.2010 , kamen 20.000 Menschen nach Biblis. Sie gaben ihre Meinung nach Abschaltung der Atomreaktoren kund. Mein persönliches Ziel liegt dann aber bei 100.000 Menschen die Ihnen sagen es gibt auch noch andere Interessen wie die der RWE Aktionäre!

Wir waren auf dem Erörterungstermin zum Antrag von RWE die beiden Atomruinen stillzulegen und abzubauen! Auf solch einer Veranstaltung verkündet RWE das ganze stilllegungs- und abbaugesülze nehmen wir sowieso nicht Ernst, weil wir davon ausgehen das Kraftwerk demnächst wieder in Betrieb zu nehmen. Eigentlich hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon die Veranstaltungsräume schreiend verlassen müssen. Wer den Anliegern so unverantwortlich gegenüber steht und “mit der Klage nur die Vermögensinteressen des Unternehmens RWE Power und seiner Aktionäre wahrt”, kann von den Anwohnern der Ruinen keine Akzeptanz mehr erwarten.

Totenstille machte sich breit als eine Einwenderin ihre Frage stellte: Was passiert mit der Abbau und Stilllegungsgenehmigung (nach Genehmigungserteilung!)  wenn RWE zwei Jahren untätig bleibt? Die Antwort des Ministeriums die “Abbau und Stilllegungsgenehmigung” verliert ihre Gültigkeit! Dann gelten genau die gleichen Vorgaben wie momentan! Es werden keine Geldbußen oder sonstige Nachteile für den Konzern fällig!!!???

Da kann ich mir doch heute schon an fünf Finger abzählen, dass RWE in Biblis selbst wenn sie eine “Abbau und Stilllegungsgenehmigung” hätten, nichts tun werden. Damit würden sie doch die Vermögensinteressen des Unternehmens RWE Power und seiner Aktionär (siehe oben!) nicht wahren!

Uns Einwendern wurde erneut bestätigt dass der RWE Konzern seine Schäfchen in Biblis im trockenen hat. Es gibt keine Möglichkeit mehr mit Atomstromproduktion in Biblis Geld zu scheffeln. Was die RWE Leute aber erkannt haben und dass hat Werner Neumann vom BUND klar ausgesprochen. Die RWE will mit heißer Luft Geld machen! Sie wollen mit den Ängsten der Bürger vor der radioaktiven Strahlung bei der Politik abkassieren. Die entsprechenden Klagen laufen ja bereits. Ein kleiner Fehler war in der Aussage von Werner Neumann vom BUND den ich ansonsten sehr, sehr schätze.

Werner die machen nicht mit heißer Luft sondern, mit heißen radioaktiven Brennelementen Kasse und wer zahlen soll weiß RWE auch schon. Die Bürger!

Damit es auch gleich klar ist Herr Kusicka. Wenn wir demonstrieren dann gehen wir mitten durch die Gemeinde. Wir werden uns nicht wie schon gehabt in die Felder und Wiesen oder den Ortsrand abschieben lassen. Der Erörterungstermin in der von RWE gesponserten Sporthalle am Ortsrand (20 min. Gehweg zum Bahnhof!) hat auch hier unsere Geduld über strapaziert.

Gemeinsame Erklärung der Einwender zum Erörterungstermin zu Stilllegung und Abbau des AKW Biblis A und B

Die Unterzeichnenden Verbände, Initiativen und Personen erklären:

Wir haben am 12.11. um 5 vor 12 Uhr dem Hessischen Umweltministerium im Erörterungstermin mitgeteilt, dass wir an diesem Termin nicht weiter teilnehmen.

Die von RWE offengelegten Unterlagen haben sich als absolut unzureichend und unvollständig erwiesen, um die vom Abriss ausgehenden gesundheitlichen Risiken und Gefahren zu beurteilen.

Es war nicht möglich, im Sinne einer Erörterung, Argumente abzuwägen oder neue Informationen zu erhalten. RWE hat oft genug nur ihre Unterlagen vorgelesen ohne Details über die Radioaktivität im Reaktor und die geplanten Maßnahmen detailliert mitzuteilen. Der Kernbereich des Rückbaus (Druckbehälter) wurde ausgeklammert.

Ganz zentraler Punkt ist, dass der Öffentlichkeit nicht alle bei der Behörde vorliegenden, erheblichen Informationen vorgelegt wurden. Damit ist die rechtlich gebotene Möglichkeit, dass die Öffentlichkeit die Auswirkung der Freisetzung von Radioaktivität beim Abriss und die Risiken für Störfälle beurteilen kann, NICHT gegeben.

Das Versprechen eines transparenten Verfahrens von Umweltministerin Priska Hinz wurde in keiner Weise eingelöst und konterkariert.

Wir sind enttäuscht. Wir fordern den Abbruch des Genehmigungsverfahrens, vollständige, detaillierte Beschreibung des Vorhabens, Offenlegung aller Unterlagen und Durchführung einer neuen Öffentlichkeitsbeteiligung, die ihren Namen verdient.

Herwig Winter (Landesvorstand), Dr. Werner Neumann (Experte) BUND Landesverband Hessen
Volker Ahlers, ATOMERBE BIBLIS e.V., Heppenheim
Ingo Hoppe, AK.W.Ende, Bergstraße
Georg Dombrowe, atomkraftENDE, Darmstadt
Elisabeth Schweikert, Atomausstieg – Groß-Gerau
Elmar Diez, Initiativgruppe Umweltschutz, Hanau
Henrik Paulitz, Ärztevereinigung IPPNW
Dr. Bruno Schwarz, Fraktion DIE LINKE im Hess. Landtag
Erhard Renz, Bürstadt

Biblis, 12.11.2014, 13 Uhr

RWE tanzt uns auf der Nase rum!

Was ich am 11.11.2014 (gestern) in der Bibliser Pfaffenauer Halle erleben durfte war an Zynik nicht zu überbieten. Vollkommen überraschend für mich ist der Leistungsbetrieb des Atomkraftwerkes in Biblis (zumindest Block A!) noch nicht Geschichte. Der Kraftwerksdirektor Kemmeter sagte deutlich wenn die Verfassungsbeschwerde „erfolgreich“ wäre, würde RWE nicht auf den Weiterbetrieb des AKW’s verzichten. Bums da war es raus!

Diese Rendite orientierten bezahlten Manager, von denen nie einer selbst Verantwortung übernimmt, sagen uns den Bürgern: wir werden im Namen der Aktionäre euch so lange mit Atomkraftwerken beglücken bis ihr uns genügend Euros überwiesen habt. Wobei Aktionäre nie genug kriegen, deshalb wird es nun mal ein Fass ohne Boden. RWE wird die Bürger abzocken bis die Bürger die Beseitigung der radioaktiven Schweinerein selbst in die Hand nehmen.

Seit gestern werden die Einwendungen von Bürgern zur Stillegung und zum Rückbau erörtert!

Das sieht dann so aus.

Die Sitzungsleitung läßt einen Redner an das einzige Mikrofon im Saal. Der Bürger bringt seine Einwendung vor. Der Sitzungsleiter gibt das Rederecht an einen Mitarbeiter des Ministeriums oder an RWE. Die Antworten des Ministeriums sind meist verständlich und werden von den Mitarbeitern ad hoc gegeben. Wenn RWE das Wort erhält wird dies vom “Boss” an einen seinen “Märchenerzähler” weitergegeben. Dieser ist immer in der Lage ein Papier hervorzuzaubern welches er in monotonem Gebrabbel fehlerfrei vorlesen kann. Gut gemacht lieber gutbezahlter Angestellter von RWE. Diese “Märchenerzähler” haben natürlich unterschiedliche Fachgebiete und je nach Fachgebiet fällt auch deren Sprache aus. Mich erinnert es an das Kasperltheater, da ist der Kasper, die Oma, der Polizist, der Räuber und das Krokodil. Jeder weiß wenn die einzelne Figur auf die Bühne tritt was ihn erwartet. In Biblis läuft ein erbärmliches Kaperltheater ab. Ich werde natürlich heute wieder hingehen als welche Kasperlfigur ich hingehe weiß ich nicht. Es wird auf den Betrachter ankommen wie er meine Figur beurteilt. Sicher ist auch ich werde für dieses Kasperltheater Eintritt und was noch lächerlicher ist auch beim rausgehen (aus dieser Menschenverachtenden Technik) mitbezahlen. Auch wenn es nur die EEG Umlage für meinen selbstproduzierten und eigenverbrauchten Strom ist!

Ich weiß aber, dass diese Art von Bürgerbeteiligung eine einzige Farce ist. Trotzdem werde ich jetzt mein Bündel packen und wieder vor Ort gehen. Ich muß da durch. Mir werden wieder die Emotionen durchgehen aber da müssen die Ministeriums und die RWE Mitarbeiter durch. Dafür kriegen sie eine Menge Schmerzensgeld. Ich werde aber nach der Anhörung detaillierter über diese Farce schreiben und es wird einigen nicht gefallen!

Eins noch zum Schluß es ist ein Armutszeugnis, dass die Politik auf Landesebene egal welcher Partei angehörend sich nicht haben blicken lassen. Ich sage vielen, vielen Dank für dieses eindeutige Signal!

Wenn Bürger lästig sind!

Vor meinem Urlaub habe ich den Ball an die Politik im Bundestag, im Landtag und im Kreistag gegeben. Heute möchte ich Bilanz ziehen. Wobei die Bilanz ernüchternd aussieht. Ich habe nur eine Rückmeldung erhalten und zwar von Angela Dorn von den Grünen im Hessischen Landtag, die meine Mail über den Fraktionsvorsitz (Matthias Wagner) anscheinend erhalten hatte. Ich werde mich in den nächsten Tagen mit ihr in Verbindung setzen. So stelle ich mir Demokratie vor. Meine Mail wurde von den hessischen Grünen im Landtag Ernst genommen.

Alle anderen meinen wohl, mich müsste man nicht ernst nehmen.
Alle anderen werden mich auch noch kennenlernen!
Alle anderen kann ich nur sagen, setzen Note “6”!

Ich hatte folgende Fraktionsvorsitzende ohne Rückmeldungen angeschrieben:

Bund CDU Volker Kauder volker.kauder@bundestag.de
Bund SPD Thomas Oppermann oeffentlichkeitsarbeit@spdfraktion.de
Bund Die Linke Gregor Gysi fraktion@linksfraktion.de
Bund Grüne Katrin Göring-Eckardt + Anton Hofreiter info@gruene-bundestag.de
Hessen CDU Michael Boddenberg ‘cdu-fraktion@ltg.hessen.de’
Hessen SPD Thorsten Schäfer Gümbel ‘t.schaefer-guembel@ltg.hessen.de’
Hessen Die Linke Janine Wissler ‘j.wissler@ltg.hessen.de’
Bergstraße CDU Alfons Haag ‘info@bergstrasse.cdu.de’
Bergstraße SPD Josef Fiedler ‘ub.bergstrasse@spd.de’
Bergstraße Grüne Evelyn Berg + Thilo Figaj ‘mail@gruene-bergstrasse.de’

Keiner dieser angeschriebenen “Fraktionsvorsitzenden” hat sich bei mir zurückgemeldet! Die Mailadressen scheinen korrekt zu sein, jedenfalls kam keine zurück. Die Fraktionsvorsitzenden hatten also meine Mail. Aber keiner hat sich mit mir in Verbindung gesetzt. Es könnte ja sein, dass die Fraktionsvorsitzende nicht die richtigen Ansprechpartner sind. Aber nein, meine Mail vergammelt in irgendwelchen Postfächern. Denn weitergeleitet haben die Fraktionsvorsitzenden meine Mail auch nicht. Sonst hätte sich doch irgendjemand gemeldet? In jedem dieser Parlamente sind Abgeordnete die mich persönlich kennen. Ich bekam nur die eine Rückmeldung. Wenn dies demokratische Mitbestimmung ist kann ich drauf verzichten!

Ist es Größenwahnsinnig wenn ich von den Fraktionsvorsitzenden um eine Weiterleitung an die Fraktionsmitglieder bitte? Oder habe ich nicht das Recht als Bürger auf eine Weiterleitung? Ich weiß es nicht, aber wenn mir keiner Rückantwort gibt stehe ich ganz schön im Regen. Was soll ich denn als Bürger tun? Ach so, wenn Wahl ist soll ich ein Kreuz machen. Mach ich auch aber ein wenig würde ich schon mein Fachwissen akzeptiert wissen…

Die “Energiewende” wird immer wieder bei politischen Sonntagsreden als dezentral und Bürger basierend betitelt. Wenn aber die Bürger von den Politikern nicht mehr ernst genommen werden dann ist was faul in unserem System. Egal auf welcher Ebene ich die Fraktionsvorsitzenden angeschrieben habe, das Energiethema ist auf allen politischen Ebenen präsent. Deshalb finde ich die Ignoranz der politisch Verantwortlichen meines offenen Briefes ist ein Schlag in das Gesicht unserer Demokratie. Ich erwarte Rückmeldungen wenn ich meine Abgeordneten anschreibe und nicht ein wegducken vor meinen Fragen. Ihr kennt den Sonnenflüsterer und ihr wißt damit ist nicht Ende meiner Aktion. Die Fraktionsvorsitzenden werden demnächst von mir hören… Auf welchem Weg verrate ich noch nicht…

Nochmals vielen, vielen Dank an Angela Dorn und den Hessischen Grünen es hat mich sehr gefreut von euch eine Rückmeldung zu erhalten. Ich melde mich demnächst bei Angela und ich bin mir sicher mit unserer Erneuerbaren Power schaffen wir die Energiewende auch wenn viele andere uns ignorieren, bremsen oder Knüppel zwischen die Beine werfen wollen.

Wir können schreiben und reden was wir wollen, wenn uns keiner liest oder zuhört ist all dies unnötig. Wichtiger ist natürlich nicht nur zuhören oder lesen sondern handeln. Wem dies immer noch nicht genug ist dem empfehle ich diese 6 Minuten Rede. Da ist alles gesagt:

Referenten machen Solarenergie bewußt teuer

Was ist das eigentlich für eine Politik die immer erst mal “Referentenentwürfe” im Netz kursieren läßt bevor die echten Entscheider ihre Gesetzentwürfe auf den Tisch gelegt werden? Im Moment kann man den “Referentenentwurf” zur “PV-Pilotauschreibung” im Netz finden.

Natürlich hat der nix damit zu tun was die Bundesregierung machen möchte! Oder doch? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass der Vorschlag im “Referentenentwurf” die größe der Photovoltaikanlagen auf 10 MW zu begrenzen nicht zu akzeptieren ist. Was würden denn die Windparkplaner sagen wenn es EEG Vergütung nur noch für Windparks bis 10 MW gäbe? Wenn der Park größer ist gibt es nix mehr. Wäre doch bekloppt oder? Wenn große Flächen zur Verfügung stehen und Photovoltaik seine Stärke ausspielen könnte, warum sollte dann der kostengünstige Solarstrom nicht produziert werden? Das einzige was doch dagegen spricht wäre: wir wollen, dass viele Menschen in Deutschland an vielen Stellen Solarkraftwerke bauen. Ja dann, wenn wir das wirklich wollen, dann laßt uns den idiotischen Deckel (Ausschreibungsdeckel 600 MW im Jahr) in die Tonne treten.

Wenn juwi in Amerika Photovoltaikstrom für 4 Cent die kWh produzieren kann, dann könnten meine Rheinland Pfälzischen Freunde dies sicherlich auch in Deutschland! Dann laßt es uns endlich tun und Kohlekraftwerke abschalten (und nicht deren Arbeitsplätze erhalten!) damit Bürger die Bürger Energie produzieren wollen, wieder eine Chance haben.

Das Infoforum Biblis ist gescheitert!

Jedenfalls aus meiner Sicht. Ich war gestern Abend beim dritten Infoforum zum Rückbau der beiden Atomruinen in Biblis. Vermutlich war ich einer der ganz, ganz wenigen die alle drei Veranstaltungen in vollem Umfang genossen haben. Natürlich ehrenamtlich ohne Bezahlung in meiner “Freizeit”, aber da ich ja Selbstständig bin habe ich eigentlich keine “Freizeit” da ich aber keine Aufträge habe (ich gehöre zu den 56.000 Arbeitslosen/Auftragslosen der Solarbranche) war ich halt da.
Einfach so!

Warum ich da war frag ich mich immer mehr! Ich werde vermutlich auch die 4. Infoveranstaltung besuchen, aber auf jeden Fall desillusioniert ohne Hoffnung an diesem System was zu verändern.

Im Raum waren noch 35 Personen. Davon 11 stimmberechtigte Infoforumsmitglieder (von 21!) die restlichen hatten was wichtigeres zu tun. Nach dem dritten Infoforum kann ich es auch verstehen, es gibt wichtigeres im Leben!
Dann war da noch die Presse mit ungefähr acht Personen im Raum die teilweise nach dem obligatorischen Foto entschwanden. Die erste Reihe war (von hinten gesehen) links mit RWE und rechts mit den Mitarbeitern aus dem Hessischen Umweltministerium gut besetzt. Logo, die haben diese Zeit ja auch vergütet bekommen. Ein Abendtermin eben, wie es in deren Job nun mal dazugehört. Dann gab es noch eine Handvoll Menschen die ich nicht zuordnen konnte. Es könnten Mitarbeiter vom AKW oder tatsächlich “Bürgerinnen und Bürger vor Ort” gewesen sein.
Ich saß hinten in der letzten Reihe, da wo die ca. 20 Anti AKW Aktivisten saßen.

Entgegen dem Beschluß aus dem zweiten Infoforum gab es nur Kinobestuhlung für ca. 200 Personen! Die Tische für Zuhörer mit Laptop wurden einfach weggelassen mit einer fadenscheinigen Begründung von H. Kusicka, der gewohnt gelangweilt aber professionell die Sitzung leitete. Ein WLAN Anschluß wird natürlich uns “Bürgerinnen und Bürger vor Ort” nicht gegönnt. Auszug aus dem Protokoll: “W-LAN kann im Veranstaltungsraum nicht angeboten werden.” Ich kann nur sagen mein Notebook zeigte eine “Drahtlosnetzverbindung mit guter Verbindungsqualität” an. Der Zugang (mit Namen Easybox-47DF52) war natürlich Passwortgeschützt. Mit ein wenig guten Willen könnte man…… aber von was träume ich eigentlich?

Obwohl wir in jeder Sitzung um vorab Veröffentlichung der Präsentationen gebeten haben auch diesmal vor der Veranstaltung nix. Auch jetzt in dem Moment wo ich diesen Artikel schreibe nix veröffentlicht. Wir haben ja die Folien gesehen! Danke an die Klasse “transparente und umfassenden” Informationen die wir gestern abend geboten bekamen. Ich bin leider nicht in der Lage zu beurteilen oder gar zu prüfen, ob dass was gestern abend vorgestellt wurde und die Protokoll Veröffentlichungen übereinstimmen. Ich sehe mich auch außerstande zu merken was der Referent zu den Folien sagte. Bin halt nur “Bürgerinnen und Bürger vor Ort” mehr nicht.

Damit ich endgültig als der Stänkerer und Querulant dastehe möchte ich noch die “Verpflegung” ansprechen.
Natürlich hätte ich ein Wasser oder Apfelsaftschorle im Saal kaufen können.
Natürlich hätte ich mir was von zu Hause mitbringen können aber
natürlich könnten die Veranstalter den “Bürgerinnen und Bürger vor Ort” auch ein Getränk oder vielleicht sogar ein paar Kekse anbieten.

Machen sie aber nicht, müssen sie auch nicht!

Aber ich hatte die Hoffnung unsere Bedenken, Anregungen, Ängste und unser Fachwissen wäre in irgendeiner Weise zumindest ein klein wenig Interessant für die bezahlten Fachleute. Ist es aber nicht! Wir kriegen Präsentationen vorgesetzt die für “Bürgerinnen und Bürger vor Ort” unverständlich sind. Wir werden mit Antworten abgespeist die uns als “unwissend” und störend darstellen und im Extremfall werden Fragesteller auch noch ausgelacht. Na ja wir stören halt die gut bezahlte Cremè de la Cremè der radioaktiven Hessischen Ruinen.

Meine zweite Frage an das Infoforum zeigt vielleicht auf was ich meine.
Als erstes wußte keiner im Saal was ich gefragt habe. Meine Frage wurde nirgends veröffentlicht. Vermutlich hat die Presse meine Frage nicht in gänze, die Infoforumsmitglieder (11 von 21) kannten die Frage nicht denn in der Tagesordnung stehen die Fragen der “Bürgerinnen und Bürger vor Ort” nicht. Wie sollen “Bürgerinnen und Bürger vor Ort” den Antworten und Diskussionen folgen können wenn die Frage nicht öffentlich bekannt ist?

Na ja ich konnte mir ja schon vorstellen was kommt. Denn in der Tagesordnung konnte ich lesen, dass RWE und das Hessische Umweltministerium dazu reden würden. Es ist schon der Hammer, dass RWE meine Frage beantwortet hat und nicht das Ministerium. Da hilft es auch nix dass vom Ministerium im Anschluß an das Infoforum bestätigt wurde, auch das Ministerium sieht die Sachlage so wie RWE. Ich werde mal abwarten was im Protokoll dazu steht. Abwarten werde ich nicht in Sachen WDR, denn RWE meinte ja es wäre unzutreffend was der WDR da behauptet…ich werde beim WDR nachfragen!

Was soll ich von einem Infoforum halten dem ich eine Frage bezüglich der Seriosität von RWE stelle und die Verantwortlichen des Infoforums fragen RWE? Ich hätte erwartet, dass von den Verantwortlichen des Infoforums recherchiert wird.Vielleicht sogar (Achtung dies ist ein Traum!) ein Rechtsanwalt eingeschaltet wird! Der die Rechtslage aus heutiger Sicht prüft! Schließlich geht es um die Sicherheit beim Rückbau zweier Atomruinen und der WDR behauptet ab 2022 kann sich die RWE AG aus der Kostenverantwortung stehlen.

Ich will doch nur drei einfache Antworten auf diese Fragen:

Entspricht der Monitot Bericht der Wahrheit?
Wurden die Atomruinen in Biblis auch in eine Tochtergesellschaft übergeben?
Wie ist der Name Tochtergesellschaft von der RWE AG?

Die Worte die ich gestern hörte (warten wir mal das Protokoll ab!) waren:
Der Monitor Bericht ist unzutreffend. Ja, die Tochtergesellschaft heißt RWE Power AG wurde aber in eine eruopäische SE Gesellschaft die “RWE Generation SE” umbenannt. Ich hoffe dies ist richtig ich möchte den Kraftwerksdirektor nicht falsch zitieren aber die mündliche Antwort war sehr umfangreich auf meine einfachen Fragen…

Meine heutige Recherche dazu:
Auf der Homepage der RWE Power AG wird man begrüßt, dass man auf der Seite von “RWE Generation” wäre. Kein Hinweis darauf, dass es eine “SE” Gesellschaft (europäische Gesellschaft) ist.
RWE Power

Erst wenn man sich weiterklickt “Zur RWE Generation” und dort das Impressum öffnet findet man die Firmenbezeichnung “RWE Generation SE” und ups… als Ansprechpartner ist wieder die “RWE AG” genannt.

RWE Generation SE

Für mich ist das zuviel durcheinander ich dreh mich im Kreis.
Meine Befürchtung bestätigt sich immer mehr: Am Schluß bezahlen die Bürger!