Atomwaffen – Büchel

Wenn momentan von Atomausstieg geschrieben wird dann steht meist die “zivile Nutzung” dieser Menschenverachtenden Technik im Vordergrund. Wer sich aber mit dieser Materie näher beschäftigt der merkt im Hintergrund gibt es auch die anders Seite diesert Technik. Die militärische Nutzung der “Kerntechnik”. Gerne wird dieses Thema verniedlicht so auch in Wikipedia in der “Liste von Kernwaffentest’s“. Da wird eine Auswahl aller ober und unterirdischen Test’s aufgelistet und die beiden Massaker in Japan (Hiroshima und Nagasaki) werden in der Tabelle noch unter “Name Testreihe Bombe” aufgeführt. Vielleicht kann ja einer der Leser diese makabere Überschrift ändern/ändern lassen? (ich habs mal probiert, sieht aber nicht gut aus?)

Wer in Wikipedia weiter liest stellt fest, diese Test’s wurden/werden vor allem durchgeführt um aufzuzeigen “wir sind eine Macht”, wir können Atombomben zünden. Wie hat ein bekannter Politiker mal zu meinem Entsetzen gesagt: “Es geht immer darum wer hat den längsten!”

Wer jetzt denkt diese Atomwaffen haben mit uns in Deutschland nix zu tun der wird staunen. Mitten in Deutschland lagert die USA noch Atomwaffen. Die scheinen zwar “veraltet” zu sein und zum Entsetzen der Bürger Initiativen, sollen diese Atomwaffen “modernisiert” werden. Damit dies nicht geschieht rufen die Initiativen zur gewaltfreien Blockade an 65 Tagen in Büchel auf. Da diese Blockaden immer wieder gewaltfrei verlaufen wird davon wenig in den Medien zu lesen sein. Schade eigentlich, denn wer Atomausstieg ernst nimmt, der entfernt auch diese Waffen aus Deutschland. Denn Energiewende heißt auch Finger weg von Waffen die Massenvernichtungswaffen und Menschenverachtend sind!

Hier der Flyer der Bügerinitiative und wer möchte kann sich auch auf deren Homepage Büchel Atomwaffenfrei informieren.

Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent.

Der Text aus der Überschrift war mein zweiter Teil der Antwort auf die Frage der Reporterin: “Was ist ihr Ziel?“. Mein Antwort lautete “100% Erneuerbare Energien” und als Nachsatz “Dass heißt: Wir machen die vier großen Atomkonzerne insolvent!“.

Das mag zwar viele irritieren aber ich liebe solche klaren Statements. Es ist nicht mein Ziel alle vier insolvent zu machen. Ich könnte mir vorstellen, dass einzelne große Konzerne überstehen aber dann in der Hand der Bürger und nicht in der Hand von Managern mit Kurzzeitgedächtnis.

Aber von welchem Interview schreibe ich eigentlich? Am letzten Donnerstag war es so weit. Unser erstes offizielles Zwergen Solar Plug In System wurde vom Netzbetreiber in Betrieb genommen. Besser gesagt es wurde es nicht! Wir müssen nacharbeiten. Aber es sind nur noch Nuancen die uns vor dem “uneingeschränkten Pilotbetrieb” trennen.

Als erstes hier der Link zum SWR1 wo man den Bericht (noch vor der “Inbetriebnahme”) nachhören kann. Auch die beiden Mörlenbacher Aktivisten sind auf dem Foto zu sehen.

Nach der misslungenen Inbetriebnahme hat Hermann das System natürlich Ordnungsgemäß ausser Betrieb genommen.

Ausser Betrieb

Wobei jetzt das Risiko eigentlich erst recht vorhanden ist wenn ich die Hinweise des Netzbetreibers Ernst nehme. Denn das Solarmodul produziert Strom und wenn der Wechselrichter nicht ordnungsgemäß funktionieren würde (was er aber so weit wie wir wissen tut!) könnte Spannung an den Steckerkontakten anliegen. Wenn dann jemand in den Stecker fingern würde… Na, ja so weit wird es nicht kommen. Der Stecker liegt auf dem Balkon von Ute und die Balkontür ist abgeschlossen… Jedenfalls nehmen wir den Hinweis vom Netzbetreiber Ernst und werden um den Stecker und die Steckdose ein Kästchen bauen. Laut Hermann ist in Mörlenbach “der Dorfschmied” schon beauftragt. Als Beschriftung hab ich mir “Solar Castor” gewünscht! Mal sehen was draus wird. Eines ist klar ich berichte!

Vor Ort waren ausser fünf Mitarbeiter des Netzbetreibers und einige Aktiven von Metropolsolar noch der Mörlenbacher Bürgermeister, die Odenwälder Zeitung und ein Reporter vom HR! Leider sind mir noch keine Beiträge bekannt. Das wird aber noch!

Damit kann man sagen wir waren ein hochkompetentes Inbetriebnahme Team! :-)

Zur Technik noch einmal. Das Modul hängt am Balkon und kann nur über die Balkontür erreicht werden. Im Haus wohnen keine Kinder und als “Sicherung” dass niemand den Stecker unbedarf aus der Steckdose zieht hatten wir folgende “Lösung” eingebaut.

IMG_0505

Gut sieht vielleicht nicht so Professionell aus, aber aus unserer Sicht hätte es gereicht. Aus der Sicht des Netzbetreibers nicht. Na, ja da müssen wir halt nacharbeiten…

Inzwischen arbeiten wir aber nicht nur an dem einen Modul sondern durch die intensive Berichterstattungen und auch den Zugriffen hier im Blog unterstütze ich fünf weitere Solar Zwerge in vier verschiedenen Netzen! Natürlich sind wir bei allen noch in den Kinderschuhen aber auch dort geht es voran und wenn wir so weit sind gibt es hier im Blog Neues. Das Zwischenziel heißt “Solar2go” (Plug In Systeme verkaufen wie einen Becher Kaffee!) und das Gesamtziel 100% Erneuerbare Energien. Bis dahin gibt es noch viel zu schreiben im Sonnenflüsterer Blog. ;-)

 

Solar to go mit Kampagnenbild!

Jetzt haben wir auch ein erstes Kampagnenbild für die Solar to go Kampagne!

Kampagnenbild solar2go

Ja ich weiß die großen vier würden mit anderen Bildern die Welt erfreuen. Aber wir sind nicht die großen vier sondern die vier kleinen die etwas Großes vorhaben.

Wir wollen dass Solarsystem zum mitnehmen verkauft werden. Es ist klar wir sind davon von weit weg, aber wir sind auf dem Weg und wer uns kennt der weiß wir werden täglich mehr!

Drei Dinge stehen jetzt auf der Agenda. Das einfachste ich möchte das Modul nur halb so groß! Es passt nicht in meinen Smart! ;-)
Es passt aber auch nicht in viele kleine Fahrzeuge, es ist groß und schwer. Ein 125 Watt Modul und der gleiche Wechselrichter wäre toll. Wer möchte kann sich ja zwei Module kaufen und beide an den Wechselrichter hängen. Aber ein 125 Watt Modul kann tatsächlich von jedem gekauft ins Auto gepackt und nach Hause transportiert werden. Oder im öffentlichen Nahverkehr mitgenommen werden. Das jetztige 250 Watt Modul mit ca. 1,00 Meter auf 1,60 Meter ist da zu unhandlich. Dieses Problem dürfte ein leichtes sein!

Zweitens möchte ich den Verwechslungssicheren Stecker durch einen Schukostecker ersetzen. Technisch sind die beiden Stecker identisch nur den Schukostecker kann ich in jede x-beliebige Steckdose stecken und davor wird gewarnt! Es könnte Stromkreise im Haus geben die durch den Strom aus dem 250 Watt (oder demnächst 125 Watt?) die durch das Plug-In-System “überlastet” (hust, hust) werden! Wir werden sehen welchen Netzbetreiber es diesmal trifft! :-)
Dieses Problemchen dürfte das größte Bröckelchen sein!

Dann sind wir beim dritten Thema! Wir suchen Pioniere die bereit sind ein Plug-In-Modul bei sich zu installieren und den steinigen offiziellen Weg der Anmeldung gehen. Wir unterstützen dabei! Das geht so weit, dass wir noch ein Modul derzeit zur Verfügung haben was wir kostenlos zur Verfügung stellen! Erst wenn das Modul installiert und vom Netzbetreiber genehmigt wurde entscheidet ihr ob ihr das Modul käuflich erwerbt oder wir das Modul abholen und beim nächsten Interessenten aufhängen. Am liebsten hätte ich jemand der im Gebiet eines der folgenden Netzbetreiber wohnt!

GGEW, KNS Kommunale Netzgesellschaft Südwest, Stadtwerke Schifferstadt, Stadtwerke Frankenthal, Stadtwerke Speyer, EWR Netz GmbH, MVV, Stadtwerke Viernheim, Stadtwerke Heidelberg, Stadtwerke Walldorf oder Stadtwerke Weinheim.
Natürlich könnt ihr euch auch mit mir in Verbindung setzen wenn ihr in einem anderen Netzgebiet wohnt. Lasst uns die Kampagne Solar to go voranbringen. Dies müsste aber das geringste Problemchen sein! Oder? Besprecht das mal morgen früh bei der Klimakonferenz am Kaffeetisch!

P.S.: Inzwischen gibt es weitere Radiobeiträge die mir allerdings noch nicht vorliegen und gleich haben wir einen Termin. Da ist ein weiterer Radiosender auf uns aufmerksam geworden. Solar to go

Wirtschaftlichkeit von Plug In Modulen

Bisher habe ich nur von den technischen, rechtlichen und politischen Hindernissen der Balkonmodulen geschrieben. Heute gehe ich auf die Kosten und die Wirtschaftlichkeit ein. Wobei ich ja mal folgendes geschrieben habe:
Über Geld reden wir nicht! Wer bei dieser Aktion über Kosten redet den frag ich wie wirtschaftlich die Fahrt von Bertha Benz vor 126 Jahren war? Welcher Controller hat diese Fahrt kalkuliert? Mit dem ersten Plug In System ging es nur darum aufzuzeigen, dass es eigentlich keine stichhaltigen Hindernisse gibt. Dies ist uns gelungen.

Wir haben gezeigt, es geht ein Steckdosenmodul technisch und rechtlich einwandfrei anzuschließen. Jetzt müssen auch die Finanzdaten stimmen um aus dem einzelnen Leuchtturmprojekt eine Massenbewegung zu machen. Dabei rede ich nicht von Millionen Stückzahlen sondern ich wäre froh wenn wir 2015 die vierstelligen Installationszahlen erreichen.

Was ein Plug In System kostet ist individuell stark unterschiedlich. Bei unserem Projekt in Mörlenbach war viel ehrenamtliches Engagement im Einsatz. Die Hardware Kosten lagen aber unter 700 Euro brutto. Wer sich überlegt ein Plug In System für sich selbst mal durch zu kalkulieren habe ich hier die aktuelle Preisliste hinterlegt.

So nachdem wir Wissen wieviel unser System kostet (ca. 700 Euro) stellt sich die Frage wieviel Strom produziert das Plug In System?
Die Spitzenleistung von einem Modul liegt bei 250 Watt! Bei optimaler Installation (Südausrichtung, 30 Grad Neigung und vielleicht auch noch manuell nachgeführt!) können 250 Kilowattstunden produziert werden!
Es kann aber auch bei mieser Ausrichtung, schlechter Neigung (Wandmontage!) und Verschattung (z.B. Balkongeländer) zu viel schlechteren Erträgen kommen. Ich setz einfach mal den Wert von 150 Kilowattstunden im Jahr als “dümmste Installation”!
Jetzt brauchen wir noch die Zahl wieviel Strom wir dem Netzbetreiber schenken weil wir den produzierten Strom nicht zeitgleich im eigenen Haus verbrauchen und der gute Ökostrom kostenlos in das öffentliche Netz fließt.
Hier haben wir keine Praxis Zahlen und selbst wenn wären die nicht übertragbar! Wir bräuchten dann ja den Produktionszeitpunkt und die Verbrauchszahlen des Haushaltes. In der jetzigen Phase des Projektes ist dies illusorisch hier belastbare Zahlen zu ermitteln. Ausserdem weigere ich mich bei den paar Kilowatt im Jahr eine 20 Jahre Prognose für eine Kalkulation zu erstellen. Hier heißt es Mut zur Lücke! :-)
Ich reduziere deshalb die produzierte Strommenge auf die genutzte Strommenge auf bestenfalls 240 Kilowattstunden im Jahr und im miesesten Fall auf 140 Kilowattstunden im Jahr.
So jetzt haben wir die Kosten und den Ertrag in Kilowattstunden im Jahr.
Wenn wir jetzt noch wüßten was dem Plug In Betreiber der Strom bei seinem Stromlieferant kostet könnten wir einen Ertrag errechnen.
Der aktuelle Strompreis ist kein Problem, der liegt zwischen 25 bis 30 Cent je Kilowattstunde. Die Preisentwicklung der nächsten 20 Jahre ist das Problem? Da könnte ich jetzt die tollsten Philosophien anstellen. Will ich aber nicht!
Bestenfalls:
Bei 240 Kilowattstunden und einem Strompreis von 30 Cent spare ich im ersten Jahr 72 Euro ein! Bezahlt hab ich 700 Euro!
Dümmste Installation:
Bei 140 Kilowattstunden und einem Stormpreis von 25 Cent sind es nur 35 Euro erspartes aber die gleichen Investitionskosten von 700 Euro!
So jetzt wisst ihr wie die Kostensituation derzeit bei Plug In ist und wer genau rechnen möchte der sollte sich die Stückliste vom S-I-Z anschauen da sind alle Teile aufgeführt die gebraucht werden um das System zu befestigen.

Es ist natürlich klar, dass dies nur die erste Grobkalkulation (bei mehreren Modulen wird es günstiger!) für die Leuchtturmprojekte und die “Plug In Guerillas” ist. Aber ich denke auch Bertha Benz ging es nicht um die wirtschaftliche Lösung sondern es ging ihr um den Fortschritt und ihr persönliches “Gutes Gefühl”. Auf gehts ihr Guerillios!

Balkonmodul “genehmigt” – Denen zeigen wir es!

So jetzt haben wir es schriftlich unser Balkonmodul wurde vom Netzbetreiber schriftlich “genehmigt” bisher hatten wir ja “nur” eine mündliche “Akzeptanz! Damit haben wir den Beweis, dass es möglich ist ein Balkonmodul, Plug In System, Wandmodul oder Micro Photovoltaik System egal wie man es benennt sicher und legal an das Stromnetz anzuschließen. Wir nehmen keine Förderung, kein EEG und keinerlei Finanzielle Förderung in Anspruch!

Mail des Netzbetreibers:

“Die Unterlagen sind soweit geprüft und genehmigt !
Wir werden mit Ihrem Installateur  im laufe  der nächsten Woche einen Termin zur Inbetriebnahme vereinbaren .
Da die Anlage die erste ihrer Bauart  im Netzgebiet der ….. ist , werden wir sie als Pilotanlage an das Netz anschließen , bis weitere Netzwirtschaftliche- und Messtechnische Klärungen  auf Bundesebene abgeschlossen sind .
Desweiteren werden wir auf Kosten der ….. einen Zählerwechsel vollziehen , um eine eventuelle Bewertung durch Überschussenergien bewerten zu können .”

Der Netzbetreiber installiert sogar einen Strozähler auf eigene Kosten um die “Überschussenergie” bewerten zu können.
Wir haben ein 250 Watt Modul installiert welches max. 250 Kilowattstunden im Jahr produziert die technisch bedingt zuerst im Haus genutzt werden und nur die “Überschussenergie” wird in das öffentliche Netz eingespeist. Da wird es aber spannend wie der Netzbetreiber die kostenlos gespendete Energie in seiner Bilanz einstellt! ;-)

Genehmigtes BalkonmodulIMG_0317

Parallel dazu hat der SWR2 einen Radiobeitrag zu unserem schönen Plug In Module gesendet. Besonders die schöne (aber nicht ganz gerechtfertige!) Bezeichnung “Stromrebellen von der Bergstraße” läßt ein Grinsen auf meinem Gesicht erscheinen. Hört einfach rein es macht richtig Spaß. Höhepunkt der Hinweis vom 72 jährigen “Urmensch” Friedrich (natürlich Metropolsolar Mitglied!) “Denen zeigen wir’s”

Hier als erstes die Anmoderation von Stephanie Ley:

Überall im Land glitzert es blau auf unseren Dächern!
Rund 1,5 Millionen Solaranlagen haben Häuslebauer zwischen Nordfriesland und der Zugspitze in den vergangenen Jahren installiert. Rein rechnerisch könnten mit der Energie 10 Millionen Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden, informiert der „Bundesverband Solarwirtschaft“ in Berlin – Rekord in Europa!!! Und doch ist der Markt für die Solarbranche überaus schwierig.
Etliche Unternehmen gingen schon Pleite- nicht nur wegen der Billig-Konkurrenz aus China, sondern vor allem aufgrund immer neuer politischer Rahmenbedingungen. So bremst etwa die Novellierung des „Erneuerbaren-Energien-Gesetzes“ den Photovoltaik-Boom aus, da mit ihr die staatliche Förderung zusammengestrichen wurde. Dennoch wollen sich viele Bürger das „Heft nicht aus der Hand nehmen lassen“ und mit Solarenergie ihren Beitrag zum Klimawandel leisten!!!! Warum also nicht ganz auf staatliche Förderung verzichten und Solarstrom ausschließlich für den Eigenbedarf produzieren, fragen sich etwa die „Stromrebellen von der Bergstraße“. Ihre bahnbrechende Idee: „Solar to go – für jedermann“!

Offen bleibt die Frage: “Was hat Hermann mit den 200 Kerzen und den 100 Gulaschsuppen gemacht!”

Weiter gehts in Bensheim, da freut sich jetzt schon der Netzbetreiber!

Übrigens suchen wir noch Menschen die bereit sind mit uns den nächsten Netzbetreiber mit einem “Solar to go” Modul zu beglücken. Schließlich ist dass Ziel Plug In Module legal bei jedem Netzbetreiber installieren zu können! Einfach melden, wir finden eine Lösung!

Atomrückstellung, Geheimniskrämerei und RWE als Billiger Jakob!

So, so die Bundesregierung zweifelt an der Sicherheit der Atom Rückstellung! So jedenfalls suggeriert es die Überschrift von Spiegel Online. Im Artikel findet sich dann aber keine Aussage von der Bundesregierung sondern nur viel “man weiß nicht genau” was in den Gutachten tatsächlich steht. Aber die liebe Bundesregierung hat mal wieder eine “positive” Schlagzeile.

Ich als Anwohner der beiden Atomruinen in Biblis sehe das Ganze etwas anders. Ich erwarte einen sicheren Rückbau der Atomruinen! Koste es was es wolle!

Mir ist es egal wer zahlt, vor allem weil ich sicher bin, dass letztendlich die Kosten doch durch die Bürger getragen werden.

Damit ich verstehe wie es derzeit rechtlich aussieht hab ich mir die Studie vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) angeschaut. In der Studie “Atomrückstellungen für Stilllegung, Rückbau und Entsorgung” von 10/2014 kann hier eingesehen werden. Die Erkenntnisse sind mal wieder erschreckend widerlich wie mit dem Thema Atomkraft umgegangen wird.

Zwei Zitate aus der Studie:
“Der Bundesrechnungshof hat 2011 die bisherige Rückstellungspraxis kritisiert und weist darauf hin, dass keine staatliche Stelle die Höhe der Rücklagen fachlich beurteilen und damit feststellen könne, ob sie ausreichend sind.” (Seite 8)
“Im Koalitionsvertrag 2013 der Schwarz-Roten Koalition auf Bundesebene hatte insbesondere die SPD in Richtung einer Fondslösung verhandelt. Im Ergebnis wurde letztlich folgende Formulierung im Koalitionsvertrag aufgenommen:
„Wir erwarten von den Kernkraftwerksbetreibern ihre Mitwirkung an der Energiewende und die Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die geordnete Beendigung der Kernenergienutzung. Ziel ist es damit, in Deutschland die Sicherheit des Restbetriebs der Kernkraftwerke und ihrer Entsorgung auch finanziell zu sichern und sozialverträgliche Lösungen für die Beschäftigten zu finden. Wir erwarten, dass die Kosten für den Atommüll und den Rückbau der kerntechnischen Anlagen von den Verursachern getragen werden. Über die Realisierung der rechtlichen Verpflichtungen der Energie-versorgungsunternehmen wird die Bundesregierung mit diesen Gespräche führen.“ (CDU/CSU/SPD 2013)” (ebenfalls Seite 8)
Hier ist zu bemerken, dass die Anwohner keine Berücksichtigung finden, aber für die Beschäftigten “sozialverträgliche Lösungen” zu suchen sind! Eine geordnete Beendigung ist mir nicht ausreichend, ich erwarte den “sichersten” Rückbau!

Dass es den Konzernen nicht um den sichersten sondern um den billigsten Rückbau geht bekommen wir ja immer wieder von den Konzernangestellten vorgehalten. Zum Beispiel nachzulesen im Wortprotokoll vom Erörterungstermin zum Rückbau der beiden Atomruinen in Biblis.
“Wir leben in einem Rechtsstaat, und da wahren wir auch die Rechte unserer Aktionäre. Das ist ein ganz normaler Vorgang. Mehr ist dem an dieser Stelle nicht hinzuzufügen. – Danke schön.” (Seite 71)

Aus der Studie möchte ich auf Abbildung 1 hinweisen.Niedrige Rückstellungen

Hier kann die Entwicklung der Rückstellungen der vier großen Atomkonzerne für den Rückbau und die Stilllegung in Euro je kw verglichen werden.
Als erstes fällt auf.

RWE erhöhte seine Rückstellungen als einziger Konzern nicht!

RWE hat die niedrigsten Rückstellungen bisher gebildet!

Ich könnte als Anwohner der beiden Atomruinen von RWE befürchten dass RWE die billigste Art des Rückbaus anwendet und dafür auch noch nicht viel Geld als Rückstellung in die Bilanz eingestellt hat.
Wenn die RWE so ein günstiges Rückbau/Stilllegungsverfahren kennt, wäre es da nicht im Sinne der Aktionäre den anderen drei Atomkraftwerksbetreibern ein kostengünstiges Angebot zu unterbreiten und aus dem Rückbau/Stilllegung von Atomkraftwerken ein Geschäft zu machen? Sozusagen Synergieeffekte? Denn eines ist doch auch klar, irgendwelche Menschen müssen den Rückbau/die Stilllegung auch machen. Da wären Experten vielleicht besser wie jedes Mal mit Anfängern den Rückbau die Stilllegung anzugehen? Der Nebeneffekt wäre dann ja auch, dass die bisherigen Rückstellungen (36 Milliarden Euro) vielleicht weiter reichen denn die FÖS schätzt die Rückbau/Stilllegungskosten ja bereits auf 48 Milliarden Euro. Um aber all diese auftauchenden Fragen besser verstehen zu können müsste die Informationspolitik der Konzerne verbessert werden. Deshalb habe ich an das Infoforum wieder einmal eine einfache Frage gestellt:

“Wer prüft eigentlich ob die Rückstellungen ausreichend sind, und sich die Anwohner auf den geplanten Rückbau zeitlich/finanziell verlassen können?”

Mal gespannt was ich diesmal für eine Antwort erhalte!

Unabhängig von den merkwürdigen Rückstellungen der vier Atomruinen Konzernen führt FÖS auf Seite 5 der Studie folgende Aussage aus:
“Der kumulierte wirtschaftliche Vorteil aus den Rückstellungen im Zeitraum 1970 bis 2014 beträgt nominal 65 Mrd. EUR; in Preisen 2014 sind dies 79 Mrd. EUR.”

Da sage mir nochmal einer die Erneuerbaren Energien wären die Kostentreiber im Energiebereich!

 

Energieblogger in Wikipedia

Die Energieblogger sind relevant!
Um in Wikipedia erwähnt zu werden muss Mann/Frau/Organisation relevant sein. Diese Relevanz haben die Energieblogger inzwischen erreicht und die Erwähnung in Wikipedia ist der Lohn.

Energieblogger in WikipediaEs freut mich, dass wir die Hürden überwunden haben und in der Online-Enzyklopädie erwähnt werden. Sicherlich war der Grundstein die Verleihung des Deutschen Solarpreises 2014 in Witten. Dieser Preis wird gerade von Eurosolar erneut ausgeschrieben. Bis zum 30.6.2015 können noch Vorschläge bei Eurosolar eingereicht werden. Da ich in den letzten beiden Jahren den Solarpreis entgegen nehmen konnte, dürfte ich aus dem Rennen sein! Aber mal sehen ich bin mir sicher, dass ich einige von den Neuen Preisträger kenne. Man kennt sich schließlich in der Solar Szene.

Der Artikel in Wikipedia über die Energieblogger erscheint mir noch etwas spartanisch. Leider kann ich das Tool Wikipedia selbst nicht bedienen aber sicherlich findet sich jemand aus unserer Community der sich auskennt und einige Aktionen der rührigen Energie Querköpfe in die Enzyklopädie einträgt.

Meint jedenfalls der Sonnenflüsterer…

Hybridstrommarkt für die Energiewende in Bürgerhand

Endlich schaffe ich es mal über das Buch von zwei Energieblogger der ersten Stunde Thorsten Zoerner und Björn-Lars Kuhn zu schreiben. Es geht um den Entwurf eines Neuen Strommarktes und ich sag es gleich es ist faszinierend was die beiden da in die Waagschale werfen. Das Buch nennt sich HybridStrommarkt - für die Energiewende in Bürgerhand. Wer das Buch kaufen möchte kann es auf der Seite von Björn bestellen. Für 6,45 Euro (davon 1,50 Euro Porto) erhält der Käufer die Überlegungen der beiden Datenbank-Freaks. Da die beiden aus der Sicht des Bürgers denken kann auch ich als einfacher Bürger das System verstehen. Ich kaufe beim Hybridstrommarkt nicht mehr meinen Strom bei einem Stromlieferanten sondern ich kaufe mir einen Anteil an einem Kraftwerk (egal ob Solar, Wind, Biogas etc.) und nur den Rest kauf ich bei einem “normalen Öko Strom” Lieferanten. Was dabei Verrechnungstechnisch im Detail abgeht muss ich nicht verstehen. Ich versteh ja auch im Detail nicht was in meinem Smartphone abgeht. Hauptsache ich kann meine übersichtliche Anzahl von Apps abrufen.

Das Ziel der beiden ist ein Gegengewicht zu denjenigen aufzubauen, die den Strommarkt von morgen von oben denken! Da ich bereits ein paar Bücher erstanden habe werde ich in nächste Zeit davon immer ein Exemplar im Smarti vorhalten. Smart Rechts 1

Wenn ihr mich seht, sprecht mich einfach an ich gebe diese Sinnvolle Lektüre gerne weiter. Einfach so, ohne Euros! Immer mit dem Gedanken alles was du gerne gibst wird dir irgendwann zurückgegeben.

Also immer Augen auf wo Smarti fährt dann gibt es den Einblick in den Hybridstrommarkt kostenlos.

Guerilla PV

Ein Modul geht immer habe ich im Artikel vom 11.3.2015 geschrieben. Dass dies nicht die ganze Wahrheit ist hab ich damals nicht geschrieben. Nicht immer macht es Spaß sich dem ganzen geforderten Papierkram des Netzbetreibers, der Bundesnetzagentur oder dem Finanzamt zu widmen. Der Aufwand sich wegen einem Modul diesem Papierterror auszusetzen steht in keinem Verhältnis zu dem was dieser Verwaltungsakt an Vorteilen bietet. Deshalb könnte der Plug In System Käufer ja auf die Idee kommen als PV Guerillio sein Modul zu betreiben. Dass ist viel einfacher… aber leider nicht erlaubt!

Der PV Guerillio kauft sich ein Plug In System welches die Norm der VDE-AR-N 4105 (z.B. das System von S-I-Z) erfüllt. Soviel Sicherheit muss selbst bei Guerillios sein!
Dann schraubt er einen Schuko Stecker an das System! Den muss er sich allerdings selbst kaufen denn bei der Auslieferung von S-I-Z ist ein “Verwechslungssicherer” Stecker vorgesehen. Dann sucht er einen Einspeisestromkreis und steckt den Stecker rein! Guerilla PV installiert! Schneller geht’s nicht! Achtung ist aber nicht legal, ist eben formal nicht o.k…

Technisch sollte man auch nicht die erst beste Steckdose verwenden sondern da gilt es schon sorgfältig vorzugehen. Das Problem liegt in den verlegten Kabeln im Haus. Diese sollten nicht überlastet werden! Einen Stromkreis mit nur einer Steckdose wäre ideal! Wenn in dieser einzelnen Steckdose das Plug In Modul angeschlossen wird, wäre dies ein “Einspeisestromkreis“! Auf keinen Fall an diese einzelne Steckdose einen Mehrfachstecker einstecken! Wenn jetzt kein Uralt-Kabel (von vor dem zweiten Weltkrieg) verlegt ist und die Sicherung im Sicherungskasten 16 Ampere absichert ist es technisch o.k. Das Plug In System hat eine Stromstärke von ein Ampere.

Sollten im Haus nur Stromkreise mit mehreren Verbrauchsmöglichkeiten (z.B. Steckdosen und elektrische Geräte) verlegt sein kann der Guerillio zu verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen greifen. Er könnte die Sicherung dieses Stromkreises von 16 Ampere durch eine mit 10 Ampere ersetzen. Dadurch würde die Sicherung bereits bei einer Stromstärke von 10 Ampere auslösen. Die Belastung des Stromkabels könnte dann maximal den 10 Ampere aus dem öffentlichen Netz und einem zusätzlichen Ampere aus dem Plug In System betragen und somit von dem Kabel keine Gefahr ausgehen. Oder aber es gibt einen Stromkreis mit mehreren Steckdosen bei denen alle Steckdosen bis auf die eine “Einspeisesteckdose” stillgelegt werden. Dazu können einfach die überflüssigen Steckdosen entfernt oder mit einem Deckel verschraubt werden.

Natürlich bekommt ein Guerillio für den Strom, den er selbst nicht verbrauchen kann und der unabänderlich in das öffentliche Netz fließt, keine EEG Vergütung. Aber so sind sie halt die Guerillios! Wobei auch hier noch eine Fußangel zu beachten ist. Wenn ein Stromzähler installiert ist ohne Rücklaufsperre, dann läuft der Stromzähler rückwärts! Dass dies nicht Gesetzeskonform ist brauch ich nicht extra zu erwähnen! Wenn aber die Neueren Stromzähler mit Rücklaufsperre im Haus vorhanden sind, dann läuft der Strom in das öffentliche Netz, zwar immer noch, aber der Zähler registriert dies nicht! Wir reden hier über Schätzungsweise 20 kWh (immer ein Modul mit 250 Watt voraus gesetzt!) im Jahr! Wenn der Zähler rückwärts läuft dann wird bei hoher Sonnenstrahlung (und wenig Eigenbedarf) Strom in das öffentliche Netz eingespeist der später dann wieder entnommen wird. Zählertechnisch ergibt sich in Summe zwar ein Nullsummenspiel. Aber die Peanutszähler meinen es wäre eine “Fälschung technischer Aufzeichnungen (§ 268 StGB)” bei rücklaufenden Zähler!

Ja, ja wenn der Netzbetreiber Zähler installiert die auch Stromrückflüsse zählt sich anschließend beschwert dass diese Funktion auch in Betrieb genommen wird! :-) :-) :-) Da kann ich nur grinsen… Aber ihr wisst ja, so was macht man nicht!

Guerilla PV geht und wird praktiziert, genauso wie auf den Gehwegen geparkt wird, in Städten schneller gefahren wird wie 50 km und mit Küchenmesser werden Schwiegermütter erstochen. Die Welt ist voller Guerillios!

Bei meiner letzten Diskussion zu diesem Thema hatte ich gefragt ob beim Autokauf der Verkäufer auf die Straßenverkehrsordnung hinweist? Ober er dem Käufer mit erhobenem Finger sagt: “Im Ort aber nie über 50 km/h fahren!”. Darauf hin kam der Einwand, dafür gäbe es die Führerscheinprüfung. Guter Hinweis und ich war auch ziemlich perplex aber heute hätte ich die Antwort. Ein Auto kann man auch ohne Führerschein kaufen. Vermutlich kann man ein Auto auch ohne Führerschein bei der Versicherung versichern lassen.

Was ich meine ist wir müssen über Plug In Module viel mehr Wissen an die Menschen bringen. Wir müssen aber auch die Netzbetreiber dazu bringen klar zu definieren, was sie von den Plug In Modul Betreibern für Unterlagen wollen. Ob die Bundesnetzagentur jedes 250 Watt in seiner Datenbank braucht zweifle ich auch an. Die Politik muss natürlich die Rahmenbedingungen stricken und die Verbände (z.B. VDE) sollten mal ihre Regeln der Technik auf den Neuesten Stand bringen.

Ansonsten werden wir immer mehr solcher Plug In Module, installiert von zwielichtigen Guerillios, sehen:3 Guerillia PV

8. MPS Energie Gespräch Bergstraße Elektromobilität

Leider kann ich aufgrund eines ärztlichen Termins (Nachuntersuchung) das 8. MPS Energie Gespräch Bergstraße nicht moderieren. Dabei hätte mich das Thema enorm interessiert! Elektromobilität von zwei Praktikern vorgestellt. Sowohl Tobias Bucher als auch Klaus Jerwan vom Verein Solarmobil Rhein-Main e.V. sind zwei leidenschaftlicher E-Mobil Fahrer und berichten zum aktuellen Stand.

Das 8. MPS Energie Gespräch Bergstraße findet am 20.3.2015 um 19 Uhr wie immer im Restaurant Stadtgraben in Heppenheim Gräffstraße 8 statt. Damit wir planen können bitten wir euch anzumelden.

Der Vortrag soll Appetit machen für die Sonderschau Elektromobilität die an den zwei darauffolgenden Tagen in Heppenheim im Rahmen der 40. Autoschau stattfindet. Tobias der die Sonderschau organisiert hat bereits mehr als zehn Zusagen von E-Mobil Fahrern. Es wird also einen tollen Überblick über die derzeitige E-Mobilitäts Szene geben.Autoschau_Heppenheim

Ob der 1. Sebastian Fettel Fan Club Bus auch elektrisch angetrieben wird glaube ich zwar nicht, aber interessant dürfte es sicherlich auf der Autoschau werden. Die Elektrofahrzeuge werden von Privatleuten ausgestellt und die Besucher können aus erster Hand Erfahrungsberichte abholen. Noch sind die Elektrofahrzeuge in der Minderheit. Aber die Bundesregierung möchte ja bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen. Bei mehr als 40 Millionen Autos selbst im Jahr 2020 nur ein Bruchteil von den Verbrennern. Es wird also noch viele Veranstaltungen wie die Autoschau Heppenheim geben müssen um die Menschen vom stinkenden, knatternden Auto auf das leise fahrende E-Mobil umsteigen zu lassen.