25.000 Kronkorken für 2 Jahre Krankenversicherung

In Deutschland? Nöö, aber in Ghana.

Ob es meiner Gesundheit dienlich ist, wenn ich 1.250 Bier-Kästen leersaufetrinke um anschließend mit den 25.000 Kronkorken einem Kind die Krankenversicherung für zwei Jahre zu sichern, wage ich zu bezweifeln!
Aber da die Kronkorken sowieso da sind kann ich sie doch auch sammeln und einer sinnvollen Verwendung zuführen oder?

In meiner “geliebten” Nachbarkommune Lampertheim haben sich zwei junge Menschen aufgemacht direkt vor Ort in Ghana zu helfen. Sie sammeln Kronkorken (Flaschendeckel!) und verkaufen diese hier in Deutschland um anschließend mit dem Geld direkt in Ghana vor Ort zu helfen. Geiles Projekt und Kronkorken fallen bei mir, schon mal ab und an, von der Flasche! :-)
Auf Facebook agieren die beiden ebenfalls. Da gibt es eine Menge angelieferter Kronkorken zu sehen! Meine Mini-Sammlung sieht derzeit so aus:
SL275830
Also hab ich mir im Keller eine Tüte aufgehängt und sammle Kronkorken. So eine Art saufen für die Krankenversicherung! Ob ich damit viel Energie einspare weiß ich nicht, aber ich werde mich demnächst mal mit den beiden besprechen vielleicht gibt es ja eine Möglichkeit auch Solarenergie in ihr Projekt in Ghana zu integrieren? Für Indien und Kenia war ich ja schon vor Jahren aktiv, warum dann nicht in Ghana? Briefmarken sammle ich ja auch schon jahrelang für die Bodelschwinghschen Stiftung Bethel und die Korken von Sekt und Weinflaschen (fallen auch in niedriger Anzahl ;-) bei uns an!) werden auch separat gesammelt… Allerdings kann ich gar nicht sagen wo meine Korken landen? Jedenfalls gibt es auch dafür tolle Projekte.

Also machen wir es!
Wir sammeln Kronkorken!
Aber bitte nicht alle bei mir abliefern, macht ja keinen Sinn wenn in der Nachbarstadt schon eine Sammelstelle eingerichtet ist. Auf geht’s, leitet die Botschafter weiter und sammelt was in den Karton geht!

Jetzt spreng ich das Atomkraftwerk in die Luft!

“Hä, bist du total Wahnsinnig? Da gehen ja die ganzen Lichter aus.”

Die in Bayern haben wirklich Probleme! Sprengen ein Atomkraftwerk (spielerisch!) in die Luft und machen sich sorgen um ihr Licht! Ist denen noch kein Licht aufgegangen?
Jedenfalls beginnt so ein Trailer für das Energiespiel Bayern. Aber nicht genug damit auch in der Kooperationsanfrage für meinen Blog wird damit geworben, dass “nach Fukushima ist Deutschland um einen Ausstieg aus der Kernenergie bemüht”. Na Klasse in Bayern lehrt man also die Kids den Atomausstieg damit zu beginnen, dass man erstmal die Atomkraftwerke in die Luft sprengt! Selbst lässt die Bayrische Landesregierung Atomkraftwerke aber bis 2020 laufen…

Im weiteren Verlauf des Trailers baut der männliche Spieler Windräder und man glaubt es kaum sofort zeigen sich die Bürger nicht einverstanden mit dem Bau der Windräder! “Sie wurden ja nicht eingebunden”. Beim sprengen des AKW’s aber auch nicht? Da kam allerdings aus dem Lautsprecher kein Protestlärm? Ach so die waren alle tot um das AKW herum und die etwas weiter weg wohnen sind geflüchtet aus Bayern oder wie muss ich das verstehen? Schaut es euch selbst mal an…

Ich glaub, ich versteh das Energiespiel Bayern nicht und spielen werde ich es auch nicht. Oder doch ich spiele es, aber erst wenn alle bayrischen Landtags Abgeordneten (inclusive Seehofer) das Spiel einmal gespielt haben und eine Rezession dazu geschrieben haben. Ihr Punkteergebnis sollten sie natürlich auch veröffentlichen. Sozusagen ein Landtagsranking! Nominierungen sind ja gerade modisch. Ich nominiere die Mitglieder des bayrischen Landtags für das “Energiespiel Bayern”.

Für Spielefreaks mach dieses Spielchen eine schöne Abwechslung (für 10 Minuten?) sein, aber mit Energiewende, glaub ich (auch wenn ich es noch nicht gespielt habe), hat das nix zu tun.
Klar Bayern muss was tun um die Energiewende tatsächlich hinzukriegen. Noch laufen die Atomkraftwerke Grafenrheinfeld, Grundremmingen und Isar/Ohu und wenn das Bayrische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie meint Geld ausgeben zu müssen so ist ihre Verantwortung.
Wer bei Windrädern einen unbegründeten Abstand gesetzlich vorgibt hat das Wort Energiewende nicht verstanden. Der Abstand von Windrädern zur Wohnbebauung sollte sich an Geräuschen und an den Auswirkungen auf die Landschaft orientieren. Eine pauschale Regelung, Zehn mal die Höhe des Windrades, muss als Abstand zur nächsten Wohnbebauung eingehaltenwerden, ist absurd. Bayern kassiert (dank seiner engagierten Bürger!) derzeit das meiste Geld aus der EEG Umlage. Die bayrischen Photovoltaikanlagen ziehen durch die EEG-Umlage viel Geld aus den anderen Bundesländern ab. Es wäre sinnvoller endlich auch Windräder zu bauen, Atomkraftwerke (aber ordentlich abschalten und zurückbauen) abzuschalten und nicht Energiewendespielchen für die Kids programmieren zu lassen. Dieses Spielchen fände ich in Ordnung wenn die Bayern tatsächlich ein Politisches Energiewende Programm aufsetzen würden, aber so ist es leider nur ein Gimmick!

Tut mir Leid für die netten Leute von der Social Media Agentur (ihr habt sehr nette Mails geschickt) aber das Produkt finde ich im bayrischen Umfeld für nicht angebracht.

#glskoop Die GLS Blog-Kooperative

Stolz wie Bolle!

Ich bin bei der GLS Blog Kooperative dabei!

Die GLS Gemeinschaftsbank eG stellte am 15.4.2014 in ihrem Blog einen Aufruf ins Netz und suchte 10 “Neugierige” BloggerInnen. Na klar, dass ich da meine Bewerbung auch hinschicken musste! Die Mail ging um 9:02 Uhr raus! Der Sonnenflüsterer ist nun mal ein Frühaufsteher.

Zufällig wurde am Tag drauf mein Interview als GLS Mitglied im Blog veröffentlicht. Dann hörte ich lange nix mehr von der #GLSkoop nur dass sich viele Blogger beworben hatten. Am letzten Donnerstag dann die frohe Kunde ich bin dabei! Zusammen mit 17 anderen BloggerInnen wurde ich als #glskoop Blogger benannt. Entgegen des GLS-Blog Artikels wurden die 18 BloggerInnen nicht ausgewürfelt sondern einem Auswahlverfahren unterzogen. Schön, jetzt sitz ich zuhause und warte auf das was da kommt!

Boah ist dass eine tolle Mannschaft was sich in dem auserwählten Kreis tummelt

dasnuf.de; wirres.net; www.anti-uni.com; www.jawl.net; der-kleine-horror-garten.de; salatwerkstatt.de; www.junaimnetz.de; www.dieweltanalysieren.de; www.papatogo.de;e13.de; www.sustainyourfuture.com; fruehstueckbeiemma.blogspot.com; www.texterella.de; www.muenchen-querbeet.de; madiko.com; www.schaeferweltweit.de; www.architexturbuero.de

Da bin ich ja wieder mal so richtig exotisch. Sowohl mit meinen Themen als auch mit meinem “einfachen Blog”. Die haben ja teilweise richtig tolle Seiten mit allem Schnick-Schnack! Leider kann ich noch nicht erkennen wer für welches Gebiet schreiben soll. Das wird in dieser Woche sicherlich noch veröffentlicht. Natürlich würde ich gerne meine Blogger-Nachbarn kennenlernen. Jedenfalls gibt es wieder viel zu lesen und deshalb fass ich mich heute wieder mal kurz. Ihr habt jetzt ja erst mal viel zu lesen. Bei den KollegInnen der #glskoop. Ach so eine eigene Twitterliste gibt es auch schon, die Zwitscherliste der #glskoop könnt ihr hier einsehen. (was es alles gibt in der Welt des Internet’s!)

Wind- und Sonnenstrom im Verlauf des Jahres 2008

ralosHistory 15.11.2008 (erste Veröffentlichung)

Der Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft e.V. veröffentlicht regelmäßig die Prognosen für Strom der nach dem EEG vergütet wird.
2008 11 15

In dieser Statistik wird mit der roten Linie aufgezeigt wie hoch der prognostizierte Stromanteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Deutschen Stromproduktion ist. Die blaue Linie zeigt den prognostizierten durchschnittlichen Euro-Wert der je produzierter erneuerbarer kWh Strom vergütet wird.

Bei der roten Linie fällt auf, dass in den Wintermonaten der Anteil höher ist. Dies ist den 22 GW Windkraftanlagen geschuldet die natürlich im Winter mehr Strom produzieren als im Sommer. Dass wir allerdings im Dezember 2008 bereits mehr als 22 % durch erneuerbare Energien erzeugen überrascht selbst einen Optimisten wie mich. Die Delle im Sommer ist “unser Arbeitgeber” in den nächsten Jahren. Wir müssen mehr Photovoltaik installieren damit wir das “Sommerloch” der Windenergie ausfüllen.

Die blaue Kostenlinie zeigt natürlich klar auf, dass die Windenergie derzeit die weitaus kostengünstigere Variante darstellt. Es ist ja auch klar für eine kWh Windstrom gibt es derzeit 8 Cent für Photovoltaikstrom 46 Cent. Aber ich möchte auch mal klarstellen, dass Windstrom bereits seit 1991 wirtschaftlich gefördert wird und Photovoltaik erst seit 2000. Diese zehn Jahre technische Entwicklung fehlen der PV-Industrie. In zehn Jahren werden wir den Steckdosenpreis längst geschlagen haben denn Photovoltaik wird frei Haus geliefert.

Da im Sommer der Photovoltaikstrom einen höheren Anteil hat ist auch der durchschnittlich vergütete Strompreis für EEG Strom höher. Aber auch hier bewegen wir uns mit weniger als 15 Cent noch unter dem “Verkaufspreis” von ca. 20 Cent je kWh.

Photovoltaik Ertragsabschätzung anhand real erzielten Erträgen

ralosHistory 13.11.2008 (erste Veröffentlichung)

Das A und O jeder Photovoltaik Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind die Erträge die mit einer Photovoltaikanlage erzielt werden. Wie viele Kilowattstunden Ertrag wird meine Photovoltaikanlage tatsächlich erzielen? Dies ist die meist gestellte Frage und es gibt viele Antworten. Deshalb werde ich in nächster Zeit ein paar Hilfen zu den Ertragsabschätzungen geben. Die Zukunft kann keiner vorhersagen und deshalb lohnt sich ein Blick zurück auf Anlagen die bereits seit Jahren in Ihrer Nachbarschaft installiert sind. Der Solaranlagen Förder Verein (SFV) hat vor einigen Tagen die 10.000 PV Anlage in seiner Datenbank vermelden können. Die eingegebenen Erträge sind für alle frei einzusehen und können von allen Interessenten ausgewertet werden.

Da man keiner Statistik glauben soll außer man hat sie selbst gefälscht  gebe ich noch ein paar Hinweise und Tipps zur Auswertung dieser Daten:

Wenn Sie keine Ahnung haben welche Photovoltaik Erträge in Ihrer Gegend erzielt werden, können Sie die “Regionale Ertragsübersichten (PLZ-Bereich 01-99)” nutzen. Hier können Sie aus allen 10.000 gespeicherten Photovoltaikanlagen diejenigen aussuchen die aus Ihrer Gegend (ersten beiden Stellen der Postleitzahl) stammen.

Nach der Auswahl des Postleitzahlenbereichs muss nur noch der Knopf “Alle Jahre zur Region” angeklickt werden. Jetzt wird für die vergangenen Jahre je eine Übersicht angezeigt. Die Monatswerte sind erst einmal uninteressant. Aber die Jahreswerte am rechten Bildschirmrand die sollte man sich anschauen. Ich empfehle die mittlere Reihe “Regionaler Durchschnitt (kWh pro kWpeak) für den Vergleich heranzuziehen. Hier werden die Erträge je installiertem kWp gemittelt und nicht pro Anlage wie in der dritten Zeile. In der dritten Zeile wird gemittelt je Anlage. Dies bedeutet die Erträge jeder kleinen ”Bastleranlage” wird gleich gewichtet wie eine “Investoren PV Anlage“. Da die “Bastleranlagen” oft unter ökologischen und nicht ökonomischen Gesichtspunkten gebaut werden sind die Beträge der Zeile drei meist niedriger.

Genau aus diesem Grund sind die Erträge die beim Solaranlagenverein eingegeben werden tendenziell konservativ zu betrachten. Wer mit diesen Erträgen rechnet liegt auf der sicheren Seite. Als Beweis möchte ich die Erträge meiner privaten Anlage den Erträgen aus dem Postleitzahlenbereich “68″ gegenüberstellen.

Meine Anlage             SFV PLZ 68         Anzahl Anlagen
Jahr 2002                877                      801                        12
Jahr 2003             1.134                   1.032                        16
Jahr 2004                956                      909                        28
Jahr 2005                995                      956                        60
Jahr 2006                987                      960                        63
Jahr 2007                990                      961                        74
Summe                 5.939                   5.619
Schnitt                     989                      936

Meine Anlag ist optimal nach Süden ausgerichtet, verschattungsfrei und mit einer idealen Neigung versehen. Deshalb habe ich sehr gute Erträge gegenüber dem Durchschnitt vom SFV. Dieser Mehr Ertrag wird immer weniger da die neueren Anlagen natürlich mit neuester Top-Technik ausgestattet sind und gegenüber meiner inzwischen acht Jahre alten Anlage bessere Erträge erzielen.
So jetzt haben Sie aus Ihrer Gegend die Erträge aus den letzten Jahren und sie können sich einen Durchschnittswert selbst ermitteln. Am besten die Jahreserträge durch die Anzahl der Jahre dividieren und schon haben sie einen Top Ertragswert aus der Praxis.
Natürlich können mit der SFV Datenbank noch viele andere tolle Dinge ausgewertet werden aber dazu mehr demnächst. Für heute muss dieser Quick Tipp reichen.

Motivationsfilm für Kleinkredit

Ich bin ja schon einigen Jahre auf KIVA aktiv und vergebe Mikro-Darlehen. Da die Darlehen immer wieder zurückgezahlt wurden konnte ich inzwischen mehrere hundert Darlehen vergeben. Das hört sich viel an, ist es aber nicht weil ich meist die Minimalsumme von 25 Dollar vergebe!

Da ich auch schon einige motiviert habe ebenfalls als Geldgeber einzusteigen sind dadurch inzwischen auch schon mehr als 100 Darlehen entstanden.

Natürlich bin ich mit meinen Beiträgen “nur ein kleines Licht” wenn ihr euch die Summen anschaut die über KIVA seit 2005 gelaufen sind. Die Summe aller Darlehen übersteigt inzwischen 600 Millionen Dollar! Wer mehr wissen möchte im Blog einfach nach KIVA suchen ich hab schon einige Anleitungen geschrieben. Oder mich halt anmailen. Ich helfe gern. Denn mein Problem von Anfang an bis heute ist, dass die Homepage “nur” auf englisch vorhanden ist…

Auch der Neueste Motivationsfilm von KIVA liegt mir nur auf Englisch vor aber ich empfehle in trotzdem, denn eigentlich ist es ganz einfach… schaut selbst!

Wie gesagt wer Bock hat ebenfalls diesen Menschen direkt zu helfen einfach melden. Momentan sind eine ganze Menge Menschen im System eingetragen die gerne ein “Solar charging system” kaufen wollen. Wäre doch toll wenn durch diesen Artikel diese Solarsysteme eine Finanzierung finden würden.

Hessische Landesregierung prüft Haushaltskonsolidierung 2015 mit “Goldenem Melkschemel”

Dank der Hervorragenden Vorarbeit des Hessischen SPD Landtagsabgeordnten Marius Weiß wurde vorab bekannt, wie die schwarz/grüne Landesregierung im Jahr 2015 die Haushaltskonsolidierung vorran bringen möchte. Der “Grüne-Touch” ist klar erkennbar!

Worum geht es:
Es geht um den “Goldenen Melkschemel” der in jedem Jahr auf dem Hessentag in einem Melkwettbewerb ausgelobt wird. Dank der kleinen Anfrage vom 23.6.2014 vom Abgeordneten Weiß (Drucksache 19/541) wurde publik: Die Hessische Landesregierung prüft zur Haushaltkonsolidierung den Goldenen Melkschemel zu gewinnen um in anschließend zu versilbern.

Keine Angst ich bin nüchtern beim schreiben dieses Artikels.

Aber das Wettmelken an der Holzkuh “Hessica” hat ein politisches Nachspiel. In 2014 wurde die Chance vertan bereits in diesem Jahr den Coup der Haushaltssanierung zu landen. Die Vorbereitungszeit war zu kurz, schrieb zumindest Dr. Beatrix Tappeser und so kam es wie es kommen musste die Hessische Milchkönigin gewann mit einer sagenhaften Melkleistung von 370 Milliliter den diesjährigen Wettstreit um den “Goldenen Melkschemel”. Mit ist nicht bekannt was die Hessische Milchkönigen mit dem “Goldenen Melkschemel” gemacht hat? Vielleicht kann einer meiner Blogleser dazu mehr sagen? Es würde mich freuen.

Genossen machen in Biogas (ohne Banken!)

Dass Energiegenossenschaften Photovoltaikanlagen betreiben ist inzwischen schon allgemein anerkanntes Wissen. Vereinzelt gibt es auch schon Genossenschaften die Windenergieanlagen betreiben aber zu den PV und Windkraftwerken auch noch eine Biogasanlage zu betreiben ist mir nur eine Genossenschaft bekannt. Die Energiegenossenschaft Starkenburg eG (ES)!

Die betreiben inzwischen 680 kWp Photovoltaikanlagen (10 Anlagen), haben ein Windrad (2,5 MW), ein halbes Windrad (51% von 2,05 MW), ein 10% Anteil an einem anderen Windpark mit 4 MW und last but not least ein 0,2% Anteil an einem Park mit 16 MW und jetzt kommt die Biogasanlage mit 370 kW elektrisch und 386 kW thermisch dazu!!!! Suuupper gemacht.

Es freut mich natürlich dass “meine” Genossenschaft, die wir mit 13 Personen 2010 gegründet hatten, sich so prächtig entwickelt. Mit der Übernahme der Biogasanlage in Lorsch von dem Energieversorger HSE AG aus Darmstadt kommt ein völlig Neues Gebiet der Erneuerbaren Energien zum Geschäftsfeld der ES. Mit der ES und den Landwirten vor Ort wird damit wieder einmal aufgezeigt wie lokale Wertschöpfung funktioniert! Wer wenn nicht die Menschen vor Ort wüssten am besten wie Biomasse zu Biogas verwandelt werden kann? Die Absprache zwischen den Landwirten auf Basis einer langjährigen Zusammenarbeit auf vielfältigen Gebieten wird sich auch hier als nachhaltig und gewinnbringend für alle erweisen.

Aber der ES gelingt (so wie es jedenfalls derzeit aussieht!) erneut Husarenstreich, denn das benötigte Kapital wird wie bisher alle anderen Projekte auch nur durch Bürger finanziert!

OHNE BANKEN!

Es sind mehr als 1 Million Euro von 131 Genossen bereitgestellt und täglich wird es mehr…
Diese Beteiligungsform ist für mich als ideal anzusehen. Natürlich sollen alle die an der Energieerzeugung sich engagieren einen Profit erzielen. Aber dieser Profit soll vor Ort bleiben. Bei denjenigen die sich untereinander kennen und nicht in irgendwelche Konzernzentralen abwandern!
Aber ich brauche nicht alles erneut zu beschreiben, auf der Homepage der Energiegenossenschaft Starkenburg eG ist alles bis ins Detail zum Projekt für jeden Bürger einsehbar. Aber immer dran denken! Die Energiegenossenschaft Starkenburg arbeitet nach dem Zwiebelschalenprinzip!

Erst werden diejenigen gefragt die im oder um oder nahe beim Kraftwerk wohnen.
Dann die Nachbarn und Genossen die bereits in der ES engagiert sind und erst dann können die “weiter entfernt” wohnenden Menschen zum Genossen bei der ES werden. Lokales Prinzip halt.

Oder auf Neudeutsch: Einfach Supergeil! ES halt.

Fuhrpark ökologisch erweitert!

So jetzt ist mein Schwarzer Blitz da! Gut ich geb zu mehr schwarz als Blitz aber ich hab meinem Fahrrad mal diesen Namen gegeben. Obwohl ich nach intensiven Gesprächen mit meinem Schwarzen Blitz feststellen musste, mein Schwarzer Blitz will nicht Twittern! (Gruß an Cornelia und ihrer “Wiener Gazelle“).Allerdings ist auch die Wiener Gazelle ziemlich sprachfaul geworden! ;-)

Jetzt aber zum Bild von meinem Schwarzen Blitz
SL275827

Wie ihr erkennen könnt, vollkommen ökologisch ohne E-Motor! Voll powerd by Sonnenflüsterer! Aber mit dem obligatorischen “Körbchen”. Ich beabsichtige ja “Waren” (z.B. Brötchen) zu transportieren und nicht nur “sinnlos” durch die Gegend zu fahren und schon gar nicht im Kreis rumfahren… Ihr seht auch mein Schwarzer Blitz hat eine Fahrradbox zum unterstellen! Allerdings steht mein Schwarzer Blitz noch alleine in der Box. Die Partnerin mit der extravaganten Farbe (wie sollte es auch anders sein!) muß erst noch gefertigt werden. Mein Sonnenschein hat sich beim Kauf natürlich die etwas buntere Variante (Aubergine!) von Rad gewünscht… Dauert halt etwas länger…

Somit ist mein Schwarzer Blitz zumindest in der Box noch alleine. Aber es gibt ja noch den Sonnenflüsterer Smarti!
SL275828

Der Smarti und der Schwarze Blitz stellen mein Fuhrpark da. Wobei ich noch elektrisch (kleiner Scherz am Rande!) unterwegs bin mit meiner Bahn-Card! Aber da bin ich am überlegen ob ich die überhaupt noch benötige…

Mit meinem Schwarzen Blitz habe ich neben den ersten tourisitschen Touren tatsächlich schon Fahrten gemacht die früher mit Smarti erfolgten! Eine direkte Einsparung von Diesel also… Wobei wenn ich mir die Ökobilanz anschaue (Produktion von Fahrrad und Fahrradbox!) ich sicherlich noch lange strampeln muß bis ich in den positiven Bereich komme. Aber wie immer langfristig denken und vor allem: Es tut ja soo gut an der frischen Luft Rad zu fahren…

Übrigens auf der ersten Fahrt vom Fahrradladen in Bensheim nach Hause wurde ich klitschnaß. Muss ja auch mal sein…

 

Energieintensive Betriebe zu den Energiequellen!

Warum wird immer nur in eingefahrenen Schienen diskutiert?

Ist der Netzausbau die einzige Alternative? Oder können wir auch mal über die Verlagerung von Energieintensiven Firmen reden? Wäre es nicht sinnvoll die Energieverbraucher dort anzusiedeln wo die Energie produziert wird?

Ich weiß jetzt geht das Geschrei los, wir können doch nicht eine komplette Firma verlegen! Ja warum denn nicht? Wir werden noch viel mehr verändern müssen, warum dann nicht einen energieintensiven Produktionsstandort zur Energiequelle verlagern?

Ich nehme jetzt nur mal so als Beispiel die BASF in Ludwigshafen. Ich hab einen Ausschnitt aus Googl-Maps vom jetzigen Gelände in Ludwigshafen als Beispiel:
BASF

Sicherlich wurde BASF an diesem Standort errichtet weil der Rhein zum einen für den Transport interessant war. Aber auch weil das Wasser für die Kühlung und leider auch zur Aufnahme von Abwässern ideal war. Wir wollen aber hin zu 100% Erneuerbaren Energien und da muss es auch mal möglich sein über Veränderungen zu reden. Warum sollte es nicht möglich sein bei der Schaffung neuer Produktionsstätten über einen anderen Standort nachzudenken? Dort wo die Energie erzeugt wird müsste es doch kostengünstiger sein zu produzieren? Wenn die BASF natürlich weiterhin an ihrem Stammhaus produziert, muss die Erneuerbare Energie angeliefert werden. Wie wir allerdings wissen beteiligen sich große Energieintensive Firmen weder an der EEG Umlage noch am Netzausbau. Die Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien um das BASF Werk rum ist allerdings sehr beschränkt. Weder die Windverhältnisse noch die Flächen für Photovoltaik sind vielversprechend für ein energieintensives Unternehmen. Was liegt also näher als für die Zukunft zu sagen wir schaffen dort neue energieintensive Produktionsstätten wo die Energie auch produziert wird?

Dass dort viel Energie benötigt wird hab ich schon einmal vor gut fünfeinhalb Jahren geschrieben. Damals ging es noch um den Neubau vom Kohlekraftwerk Block 9 in Mannheim und ich habe die inzwischen zwölf Jahre alte Studie von CDU und FDP ausgekramt in der man der Meinung war weitere 60 Atomkraftwerke in Deutschland zu bauen um die CO2 Reduktionen hinzubekommen. Wohlgemerkt diese Grafik wurde in einer Studie vor 12 Jahren veröffentlicht! In der Studie wurde ein Atomkraftwerk in Ludwigshafen vorgeschlagen und die “Prozesswärme” aus dem AKW sollte in dem energieintensiven Betrieb genutzt werden. Wenn solche Gedanken vor 12 Jahren legitim waren, warum sollten wir heute nicht mal drüber nachdenken energieintensive Betriebe bei den Kraftwerken der Erneuerbaren Energien anzusiedeln?